Archiv für Februar 2009

Luxemburger Petition im “Neie Feirkrop”

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Unsere Mitstreiterin Yvette Wirth aus Luxemburg übermittelte uns einen Auszug aus der aktuellen Ausgabe des Politsatire-Magazins “Den Neie Feirkrop”. Das Magazin unterstützte die Aktion mit einer Artikelserie tatkräftig. In dem kurzen Artikel bedankt sich das Magazin bei den Unterzeichnern. Lesen Sie den Artikel als pdf >>petition_im_feirkrop.pdf

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Petition gegen Zwangsjagd in Luxemburg übergeben

Das VsK hat im vergangenen Jahr eine Petition initiiert, die sich gegen die Durchsetzung eines neuen Jagdgesetzes in Luxemburg ausspricht.

Die bislang gesammelten 8.250! Unterschriften hat Yvette Wirth (VsK Sektion Luxemburg) am 17.02.2009 dem luxemburgischen Umweltminister Lucien Lux übergeben.

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Die Tageszeitung “Luxemburger Wort” (Link führt direkt zur Online-Ausgabe des Artikels) berichtete in der Ausgabe vom 19.02.2009 in einem Artikel über die Übergabe der Petition und über die vorausgegangene Pressekonferenz, die zusammen mit der„Association luxembourgeoise pour la protection des animaux“ (Alpa) durchgeführt wurde. (Hier die PDF-Version des Zeitungsartikels 440 KB)

Aufgrund der Übergabe der Petition sind die luxemburger Jäger in heller Aufregung. Die ersten regen sich und möchten ihre Eigentumsrechte ebensowenig verletzt sehen wie die Kritiker der das Menschenrecht verletztenden Gesetzesvorlage selbst.

Wir nutzen diese Gelegenheit und weisen darauf hin, dass die Petition fortgesetz wird. Wenn Sie Ihre Stimme noch nicht gegen die angestrebten Änderungen abgegeben haben, können Sie unter folgender Internetadresse die Petition unterzeichnen:

http://www.so-nicht-minister-lux.eu

Abschließend veröffentlichen wir hier einen offen (Dankes-) Brief  von Yvette Wirth.

Wir werden in Kürze über weitere Entwicklungen und Hintergründe berichten.

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Todbringende Glasflächen

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Ein Leitfaden der Schweizerischen Vogelwarte

Er gilt als eines der schwerwiegendsten Vogelschutzprobleme - der Vogelschlag. An den großen Glasflächen moderner Bürobauten, Lärmschutzwänden, Bushaltestellen und ähnlichem verenden täglich tausende von Vögeln durch Aufprall. Aber auch der gemütliche Wintergarten oder das Panoramafenster können zur Todesfalle für die Gefiederten werden.

Aufgrund ihrer besonderen Sehfähigkeiten können Vögel unter bestimmten Voraussetzungen eine Glasfront nicht als undurchdringbares Hindernis erkennen, sondern interpretieren die Spiegelung der Umwelt im Glas als zu durchfliegende Realität. Meist endet der Aufprall tödlich oder schwer verletzt. Aasesser, die sich schnell auf diese leicht zu erschließende “Futterquelle” einstellen, beseitigen die verendeten oder verletzten Tiere zügig. Das ist ein Grund dafür, dass der Vogelschlag bislang nicht als Problem in seinem wahren Ausmaß wahrgenommen wurde. Denn die relativ geringe Zahl von aufgefundenen Vogelleichen entspricht bei weitem nicht der tatsächlichen Anzahl verunglückter Vögel.

Schmid, H., P. Waldburger  und D . Heynen von der Schweizerischen Vogelschutzwarte werteten verschiedene Untersuchungen aus, die sich mit diesem Problem und dessen Lösung beschäftigen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in einem praktischen Leitfaden, der für Bauherren, Planer und Architekten nützliche Ratschläge bereithält, wie bereits in der Planungsphase eines Gebäudes Fehler vermieden werden können, ohne ästhetische und Helfen Sie Lebensräume rettendie notwendigen praktischen Aspekte zu vernachlässigen. Darüber hinaus finden Sie interessante Fakten über die Sehweise von Vögeln und warum Glasfronten so gefährlich für sie sind.

Auch Sie können dieser Broschüre, die wir ihnen hier zum Download anbieten (PDF: leitfaden-voegel-und-glas_dt.pdf 7MB!) , wichtige und interessante Fakten entnehmen, die helfen Vogelschlag zu vermeiden. Die Autoren haben diesem Thema eine eigene viersprachige Webseite gewidmet, die noch mehr Informationen zum Thema bereithält. >>www.vogelglas.info  Dort finden sie die Broschüre auch als Download.

Wichtiger HINWEIS zu GREIFVOGEL-AUFKLEBERN:
Diese immer noch von verschiedenen Tierschutzorganisationen propagierten und vertriebenen Aufkleber haben nicht den gewünschten Effekt. Sie haben sich als nahezu UNWIRKSAM erwiesen, weshalb wir (VsK) von deren Verwendung zu Vogelschutzzwecken dringend abraten. Denn sie können sogar noch zur Wirkung der tödlichen Falle beitragen.

Die wichtigsten Merkpunkte (zitiert aus der Broschüre):

>>Zu Vogelkollisionen an Glasflächen kommt es aufgrund der Transparenz, der Spiegelung oder der nächtlichen Beleuchtung.
>>Mit Kollisionen ist fast überall und an jedem Gebäudetyp zu rechnen. Sie lassen sich aber grösstenteils verhindern.
>>Es empfiehlt sich dringend, die Problematik bereits im Planungsstadium miteinzubeziehen.
>>Wo nachträgliche Massnahmen nötig werden:
- zuerst Phänomen analysieren
- adäquate, dauerhafte Lösung suchen
- Greifvogelsilhouetten sind passé!
- Im Zweifelsfall fachliche Beratung beiziehen.

>>Durchsichten vermeiden durch
- entsprechende Konstruktion
- Wahl transluzenter Materialien
- flächige, aussenseitige Markierung
- Einsatz innenarchitektonischer Mittel
- Fassadenbegrünungen
- keine Pflanzen hinter Scheiben

>>Spiegelungen vermeiden durch
- Wahl von Scheiben mit geringem Aussenrefl exionsgrad (max. 15 %)
aussenseitiges Anbringen z.B. von Punktrastern (mind. 25 % Deckungsgrad)
- Montieren von Insektenschutzgittern
- Verwendung heller Gardinen
- angepasste, baumfreie Umgebungsgestaltung
- Verzicht auf Spiegel im Aussenbereich

>>Lichtsmog einschränken durch
- Einsatz von künstlichem Licht nur dort, wo es notwendig ist
- Minimierung von Beleuchtungsdauer und Intensität
- abgeschirmte Leuchten mit geschlossenem Gehäuse
- Verhinderung der Abstrahlung über die Horizontale
- Oberfl ächentemperatur unter 60 °C
- Bei Anstrahlungen Begrenzung des Lichtkegels auf das zu beleuchtende Objekt;

>>vorzugsweise
- Beleuchtung von oben.
- Betriebskonzepte in Gebäuden
- Verwendung von Bewegungsmeldern
- Verbot von Lasern und Reklamescheinwerfern

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