Großer Schlag gegen illegalen Vogelhandel

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Mehrjährige Beobachtungen und Materialauswertungen durch das Vogelschutz-Komitee wurden vor einigen Wochen zusammen mit einer Strafanzeige an die zuständigen Behörden weitergegeben.

Am gestrigen Mittwoch durchsuchten Staatsanwaltschaft und Polizei das Anwesen der Tatverdächtigen. Dabei wurden rechtswidrig gehaltene Vögel zahlreicher geschützter Arten vorgefunden und beschlagnahmt. Mit diesem Erfolg sind zwei dem VsK längst als “große Fische” bekannte Vogelhändler endlich der Strafverfolgung zugeführt!

Dazu die Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei am 01. August 2007:


In einem Ermittlungsverfahren gegen zwei Männer aus Metelen, 55 und 58 Jahre alt, wegen des Verdachts des illegalen, gewerbsmäßigen Handels mit artgeschützten Vögeln wurden am Mittwoch (1. August) in einer abgestimmten Aktion die Wohnungen und Grundstücke der beiden Tatverdächtigen aufgesucht. Gegen 09.30 Uhr stellten Vertreter der Staatsanwaltschaft Münster, der Landeskriminalämter NRW und Brandenburg, der unteren Landschaftsbehörde, des Umweltamtes und Veterinäramtes, der Vogelschutzwarte und der Kreispolizeibehörde Steinfurt rund 200 Vögel der besonders geschützten und streng geschützen Art fest. Die Tiere waren teilweise in großen Volieren untergebracht und wurden beschlagnahmt. Es handelt sich überwiegend um Rotschenkel und Stelzenläufer (Watvögel).
Die Vögel wurden anschließend ins Artenschutzzentrum, einer Nebenstelle des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz gebracht. Dort sind entsprechend große Volieren für die Unterbringung der Tiere vorhanden. Zwei Biologen der Uni Bochum entnahmen Blutproben, um Anhand der DNA die Herkunft der Vögel bestimmen zu können.
Die Ermittlungen vor Ort dauern noch an und werden sicher den Rahmen des heutigen Tages überschreiten.

Zwischenzeitlich (03. August) ist von den Behörden bestätigt worden, dass die Vögel schnellstmöglich in geeigneten Habitaten freigelassen werden sollen. Das Vogelschutz-Komitee hat dazu seine Mitwirkung zugesagt und wird alsbald die Tiere in ihre Ursprungsgebiete zurückbringen und auswildern.