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EGMR Urteil

 

Unser Kommentar: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR): Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft verstößt gegen Menschenrechte (26.06.2012)

 

Nun ist der mit Spannung erwartete Richterspruch der Großen Kammer des EGMR (Straßburg) mit dem Urteil vom 26. Juni 2012 endlich ergangen. Berufung nicht möglich. Wie schon zuvor in entsprechenden Verfahren gegen Frankreich (Chassagnou et al. Vs. France, 1999, Wirth-Derneden beim VG vs. Luxembourg u.s.w.) hat nun die Große Kammer das zuvor von der Kleinen Kammer gesprochene Urteil kassiert.

Damit haben langwierigen Anstrengungen  - auch des Vogelschutz-Komitee, das bereits seit 1999, u.a. in seinem Tagungsband „Weidwerk in der Zukunft“, die Forderung nach Entscheidungsfreiheit der Grundeigentümer wegen der Zugehörigkeit zu einem Jagdbezirk oder der Jagdruhe auf seinem Eigentum erhoben hat - , ihren krönenden Erfolg erfahren. Die erzwungene Zugehörigkeit stellt einen Eingriff in das Eigentum dar, es nimmt dem Eigentümer die Entscheidungsfreiheit.

Nach dem Richterspruch muss nun die Bundesrepublik Deutschland endlich sein Jagdgesetz reformieren. Die dortige Vorschrift wegen der Zugehörigkeit von Grundflächen zu einem Jagdbezirk und zur Mitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft als Zwangsgenossenschaft muss nun eine Änderung erfahren. Diese erzwungene Zugehörigkeit stellt die Grundlage des von der deutschen Jägerlobby hoch gepriesenen „Reviersystems“ dar. Jagdbezirke im herkömmlichen Sinn, in denen sich allzu oft die „Jagdausübungsberechtigten wie absolutistische Herrscher gerieren, kann es nicht mehr geben. Das schöne Konstrukt des von Hermann Göring seinerzeit „gezimmerten“ Reichsjagdgesetzes ist in seinem Fundament erschüttert und zerbrochen. Die Allmacht unseliger „Revierinhaber“ ist gebrochen.

Nun ist der Gesetzgeber gefordert. Wozu anzumerken ist, dass ein vom Vogelschutz-Komitee unter Mitwirkung zahlreicher Fachleute ausgearbeiteter Vorschlag für die Neufassung des Bundesjagdgesetzes seinerzeit der damals zuständigen Ministerin Künast (GRÜNE) vorgelegt wurde. Leider hat es die „grüne Politik“ damals nicht geschafft, die Sache sinnvoll anzugehen. – Im Gegenteil!, man hat sich aus der Verantwortung gestohlen und manches im Jagdrecht sogar verschlimmert. Wenn damals der zuständige Staatssekretär Berninger dazu lapidar meinte: “…sollen die Leute doch klagen“…. , dann ist es nun geschehen.

– Ich meine: Das jetzt eingeklagte Urteil ist sehr peinlich für die damalige „Ökologie-Ministerin“. Sie hätte es in der Hand gehabt, ein wirklich ökologisch und am Vorrang von Tier- und Naturschutz orientiertes Jagdgesetz vorzulegen, das insbesondere auch die Rechte der Grundeigentümer wahrt und deren Gewissensentscheidung über die Lust am Töten stellt.

Der Straßburger Richterspruch (der ja womöglich auch auf die zahlreichen „Zwangsmitgliedschaften“ zu übertragen sein könnte???) eröffnet nun jedem Grundeigentümer die Möglichkeit, nach seinem eigenen Gewissen und in der Verantwortung gegenüber den Mitgeschöpfen Zuflucht und Schutz vor jagdlichen Nachstellungen zu gewähren. Dementsprechend wird das Vogelschutz-Komitee für in seinem Eigentum stehende Grundflächen in Deutschland nun das „Fin de Coto“ herbeiführen, so wie wir es auf unseren Fincas in der spanischen Provinz Katalonien bereits realisiert haben. Insgesamt wird dieses Urteil, auch wenn es aus dem Gerichtshof für Menschenrechte stammt, einen wichtigen Fortschritt und Gewinn für den Tierschutz und Naturschutz zeitigen. Die sehr weitreichende Macht der Jägerei über das Schicksal der betroffenen Tierwelt ist massiv eingeschränkt worden.

Urteil vom 26.06.2012 (PDF)


Dr. Eberhard Schneider




 

 


 

Schluss mit der (Katzen-)Jagd auf eigenem Grund und Boden.
http://anti-jagd.blog.de/2012/08/30/schluss-katzen-jagd-eigenem-grund-boden-14630632/
(30.08.2012)


Jagd Tierschutz Urteil

Schlechte Verlierer bauen „Potemkinsches Dorf“ auf

Unser Kommentar:
Nun, da der Jagdlobby die Felle (in d. Jägersprache: Bälge, Decken, Schwarten) davon schwimmen, baut man Schreckgespenster auf. Natürlich haftet ein Grundstückseigentümer nicht für Schäden durch freilebende Tiere an anderen Grundstücken und „getrennten aber noch nicht eingeernteten Erzeugnissen“.
Das ist jetzt auch so: Es haftet die Jagdgenossenschaft die das zumeist auf ihre heißgeliebten Jagdpächter abwälzt und dann nach jetziger Regelung des Bundesjagdgesetzes für Wildschäden durch Schalenwild (also die Paarhufer vom Wisent und Elch über Rot- und Damhirsch, bis zu Reh und Wildschwein oder Gämse), Wildkaninchen und Fasane. Ein Feldhase oder ein Rebhuhn z. B. „dürfen“ Schäden anrichten so wie Fuchs und Marder im Hühnerstall, ohne dass der Geschädigte einen Ersatz bekommt.
So wie auch für alle anderen freilebenden Tiere (außerhalb des Jagdrechts) kein Schadensersatz geleistet wird. Da können also die Grundeigentümer ganz ruhig bleiben in Ihrem Auszug aus der Zwangsgenossenschaft. So wie es natürlich auch keinen Rechtsanspruch einer solchen Zwangsgenossenschaft auf Ersatz für ihre entgangene Pacht geben kann. Perverser kann man ja wohl kaum noch argumentieren als das nun die Lodenträger tun.
Es ist ja gerade Kern des EGMR-Richterspruches: Dass man niemanden zwingen darf, sein Eigentum gegen seinen Willen zur Verfügung zu stellen; und eine Jagdpacht richtet sich nach den Grundstücken, die zum Jagdbezirk zählen. Wenn dieses aber so wie derzeit der  Befriedete Bezirk oder andere Flächen, auf denen die Jagd ruht (z. B. Friedhöfe, Gleisanlagen oder Autobahnen) nicht der jagdlichen Nutzung unterliegt, muss niemand dafür eine Entschädigung zahlen.
Das hätten die geldgierigen Jagdgenossenschaften wohl gern ... ? Aber, bange machen ist nicht. So wie es aber auch kein Thema ist, dass verletzte oder kranke Tiere auch auf einem Grundstück zur Vermeidung von Schmerzen oder Leiden praktizierten Tierschutz erfahren auch bei einer jagdlichen „Nachsuche“ auf angeschossenes Wild. Nur darf sich auch wie bisher und heute der Jäger dieses Tier nicht aneignen.
Das alles behandelt übrigens schon längst der unter Federführung des VsK bereits 1999 ausgearbeitete Entwurf „Weidwerk in der Zukunft – Reform des Bundesjagdgesetzes“, den wir seinerzeit der damaligen Fachministerin Künast an die Hand gegeben haben (deren Staatssekretär M. Berninger übrigens damals zur Frage der Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft äußerte: „... dann sollen es doch die Leute einklagen“. Das ist nun geschehen, nachdem die politisch Verantwortlichen sich als wohl wenig kompetent / fähig (??) erwiesen haben – spätestens jetzt und im Bezug auf die Zwangsbejagung.

Dr. Eberhard Schneider


Verlierer in Grün - wie die Jagdlobby versucht, das EGMR-Urteil zu missachten

Es war ja nicht anders zu erwarten, als dass die schon seit der Zeit des Reichsjägermeisters Hermann Göring bestehenden unheiligen Allianzen aus Jägerschaft und Bürokratie keinen Versuch scheuen würden, an dem Urteil des EGMR vorbei zu kommen und weiterhin ihr Unwesen mit dem Reviersystem zu treiben – zu Lasten aller anständigen Menschen, deren Eigentum im Verstoß gegen Menschenrecht willkürlich für die Jagdausübung benutzt wird. Dass die „lodengrün“ geprägten Verbände sich da in falsche Interpretation des EGMR-Urteils versteigen, war zu erwarten. Dass allerdings nun ein Länderministerium (sicherlich nicht ohne die vorherige Absprache mit den „Weidgenossen“ in den anderen Ländern) sich nicht entblödet so vordergründig und eklatant das Urteil des höchsten europäischen Gerichts mit Füßen zu treten, das zeigt in welch´ verrottetem Zustand sich diese Republik befindet.Wir als Demokraten wenden uns in tiefem Respekt vor dem Urteil, das der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Bundesrepublik Deutschland gesprochen hat, und im Respekt vor den Menschenrechten gegen den nun offen zutage tretenden Terror der Lobby der „Lusttöter“.

Wir erlauben uns nachfolgend die wörtliche Wiedergabe der Ausführungen von RA Dominik Storr und der Gruppierung „Abschaffung der Jagd“ und ermutigen zugleich alle Grundeigentümer, sich gegen diesen sich zusammenballenden Terror der „Revierbesitzer“ zu wenden und den Austritt aus der Jagdgenossenschaft zu beantragen (wie: dazu s.u., im Originalwortlaut).

Dr. Eberhard Schneider


Rundbrief an Ministerien zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zur entfallenen Duldungspflicht der Jagdausübung

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich des aus rechtsstaatlicher Sicht höchst bedenklichen elektronischen Rundbriefes des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, das seinen untergeordneten Behörden darin dringend empfiehlt, an sie gerichtete Anträge auf Austritt aus der Jagdgenossenschaft abzulehnen bzw. zurückzustellen, bis die konventionsgerechte Ausgestaltung des Jagdrechts erfolgt ist (siehe http://www.zwangsbejagung-ade.de/downloads/infoschreibenzumurteildesegmr.pdf), sehe ich mich veranlasst, den zuständigen Ministerien gegenüber Folgendes klarzustellen:

I.

Wie Ihnen in der Zwischenzeit bekannt sein dürfte, stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in seinem am 26.06.2012 verkündeten Urteil der Großen Kammer im Verfahren Herrmann gegen Bundesrepublik Deutschland (Gesuch 9300/07), das rechtskräftig ist, eine Verletzung von Artikel 1 Protokoll Nr. 1 (Schutz des Eigentums) zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) fest. Der Gerichtshof befand somit, dass die Duldungspflicht der Jagdausübung den Grundstückseigentümern in Deutschland, welche die Jagd ablehnen, eine unverhältnismäßige Belastung auferlegt. Damit folgte der Gerichtshof seinen Schlussfolgerungen in zwei früheren Urteilen, die das Jagdrecht in Frankreich und Luxemburg betrafen (EGMR-Urteil vom 29. April 1999 - Gesuche 25088/94, 28331/95, 28443/95 - Chassagnou u.a. ./. Frankreich; EGMR-Urteil vom 10.07.2007 Gesuch 2113/04  -  Schneider ./. Luxemburg).

Das entsprechende Urteil ist auf der Internetseite des Gerichtshofs abrufbar unter:

http://hudoc.echr.coe.int/sites/eng/pages/search.aspx?i=001-111690

Die Pressemeldung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in deutscher Sprache fasst das Urteil zusammen.

 

http://www.zwangsbejagung-ade.de/downloads/grandchamberjudgmentherrman.pdf

II.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat in seinen Beschlüssen vom 09.09.2009 (Aktenzeichen 19 BV 09.2 u. 19 BV 09.3) zwei vergleichbare Berufungsverfahren nach § 94 VwGO analog ausgesetzt, bis das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vorliegt. Unter Hinweis auf die höchstrichterliche Rechtsprechung (vgl. BVerfGE 111, 307 Görgülü) stellte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof fest:

"Gründe, die zu einer Entscheidung des Rechtsstreites führen könnten, die nicht dem Ergebnis im Beschwerdeverfahren Az. 9300/07 entspricht, sind nicht ersichtlich."

III.

Daraus folgt, dass die von mir beratenen Grundstückseigentümer den Klageweg beschreiten werden, sofern die Jagdbehörden deren Anträgen auf jagdrechtliche Befriedung der Flächen nicht umgehend stattgeben.

1.

Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) als Vertragsvölkerrecht und ihre von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichneten Zusatzprotokolle entfalten nämlich wegen Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG innerstaatliche Wirksamkeit. Durch die Übernahme nach Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG erhalten die EMRK und ihre Zusatzprotokolle den Rang eines Bundesgesetzes. Dadurch stehen sie direkt unter dem Grundgesetz. Daraus folgt, dass die EMRK und ihre Zusatzprotokolle von den Jagdbehörden wie ein Bundesgesetz anzuwenden und zu beachten sind (vgl. BVerfGE 74, 358 ; 82, 106 ).

2.

In seiner Rechtsprechung geht das Bundesverfassungsgericht wegen der sich aus Art. 23 bis 59 GG ergebenden Völkerrechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes sogar noch einen Schritt weiter und spricht der EMRK wegen ihrer Bedeutung einen quasi-Verfassungsrang zu, so dass die EMRK als Auslegungshilfe bei der Auslegung deutscher Grundrechte und rechtsstaatlicher Grundsätze heranzuziehen ist (vgl. BVerfGE 111, 307 Görgülü). Unterbleibt diese Auslegung, wird das Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG) seitens deutscher Organe verletzt. Danach ist eine Verfassungsbeschwerde zulässig und begründet, wenn ein deutsches staatliches Organ eine Konventionsbestimmung oder eine Entscheidung des EGMR missachtet oder nicht berücksichtigt (vgl. BVerfGE 111, 307 ).

3.

Diese Rangzuweisung führt dazu, dass die Jagdbehörden die Konvention wie anderes Gesetzesrecht des Bundes im Rahmen methodisch vertretbarer Auslegung zu beachten und anzuwenden haben (vgl. BVerfG, Beschluss vom 13.12.2006, 1 BvR 2084/05). Dabei haben die Behörden die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zwingend zu berücksichtigen, weil sich in ihr der aktuelle Entwicklungsstand der Konvention und ihrer Protokolle niederschlägt.

Hierzu stellte das Bundesverfassungsgericht Folgendes fest (vgl. BVerfG, Beschluss vom 14. Oktober 2004 - 2 BvR 1481/04):

Zur Bindung an Gesetz und Recht (Art. 20 Abs. 3 GG) gehört die Berücksichtigung der Gewährleistungen der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten und der Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Rahmen methodisch vertretbarer Gesetzesauslegung. Sowohl die fehlende Auseinandersetzung mit einer Entscheidung des Gerichtshofs als auch deren gegen vorrangiges Recht verstoßende schematische "Vollstreckung" können gegen Grundrechte in Verbindung mit dem Rechtsstaatsprinzip verstoßen.

Diese Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts war übrigens Grundlage dafür, dass von einer Staatsanwaltschaft die Anklage gegen drei Richter an einem Oberlandesgericht wegen Rechtsbeugung gefordert wurde, weil diese die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht beachtet haben (vgl. http://rechtsanwalt-andreas-fischer.de/2010/03/14/zur-verpflichtung-der-behorden-und-gerichte-zur-umsetzung-von-entscheidungen-des-europaischen-gerichtshofs-fur-menschenrechte-egmr/).

IV.

Für den vorliegenden Fall bedeutet dies:

1.

Das Bundesjagdgesetz schreibt zwar die Bildung von gemeinschaftlichen Jagdbezirken (§ 8 Abs. 1 BJagdG), von Jagdgenossenschaften (§ 9 Abs. 1 BJagdG) und die Übertragung des Jagdausübungsrechts auf die Jagdgenossenschaften (§ 8 Abs. 5 BJagdG) eindeutig und ohne jeden Auslegungsspielraum vor. Es eröffnet sich jedoch durch die Erwähnung bundesgesetzlich nicht näher definierter befriedeter Bezirke in § 6 Satz 1 2. HS BJagdG, deren Eigentümer gemäß § 9 Abs. 1 S. 2 BJagdG nicht der Jagdgenossenschaft angehören, durchaus die Möglichkeit, dass sich einzelne Eigentümer der Jagdduldungspflicht entziehen können.

2.

Sofern die Jagdausübung nicht schon von der Natur des Grundstückes nach ausscheidet, wie etwa bei Autobahnen oder Bahntrassen, verlangt das Landesjagdgesetz als Voraussetzung für die Befriedung eine vollständige und dauernde Abschirmung gegen das Ein- und Auswechseln von Wild, was im Außenbereich aus baurechtlichen Gründen in der Regel nicht möglich oder jedenfalls für den Eigentümer wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Es sind somit nicht die bundesgesetzlichen, sondern die landesgesetzlichen Regelungen, die es durch ihre enge Definition der befriedeten Bezirke den Grundstückseigentümern praktisch unmöglich machen, die Jagd auf ihren Grundstücken zu verbieten und sie deshalb mit Blick auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in ihren subjektiven Rechten aus Art. 14 Abs. 1, Art. 9 Abs. 1 (bzw. Art. 2 Abs. 1), Art. 4 Abs. 1 GG verletzen.

3.

Die landesrechtlichen Bestimmungen sind aus Sicht der deutschen Rechtsordnung voll an der Europäischen Menschenrechtskonvention zu messen. Prüft ein deutsches Fachgericht ihre Gültigkeit, muss es die Konvention nicht nur wie gegenüber dem Bundesjagdgesetz als Hilfe zur Auslegung des Grundgesetzes heranziehen, sondern als eigenen, unmittelbaren Prüfungsmaßstab benutzen. Im Falle von gerichtlichen Schritten, sofern die Behörden den Anträgen der Grundstückseigentümer nicht stattgeben, würde sich daher für die deutschen Gerichte nicht die Frage stellen, ob das Landesgesetz gegen das Grundgesetz in einer konventionsbeeinflussten Auslegung verstößt, sondern, ob es gegen die Konvention selbst verstößt und damit nach Art. 31 GG nichtig ist (vgl. auch Maierhöfer, NVwZ 2007, Heft 10, S. 1155 f.). Wegen der vorgegebenen Normhierarchie ist bei dieser Prüfung die EMRK nicht nur ein Auslegungskriterium unter vielen, sondern das herausragende und zuvörderst maßgebliche (vgl. Maierhöfer, a.a.O.).

4.

Die für den Vollzug des Jagdrechts zuständige Behörde, welche die EMRK und ihre Zusatzprotokolle wie Bundesrecht anzuwenden hat (siehe oben), muss und kann daher innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches eine Möglichkeit schaffen, den Konflikt zwischen dem öffentlichen Interesse an der Hege mit der Büchse und dem Eigentümerwunsch nach jagdrechtlicher Befriedung des Grundstückes angemessen zu lösen, indem sie - nach einem diesbezüglichen Antrag - gemäß einer entsprechenden Anwendung der landesrechtlichen Vorschriften über die jagdrechtliche Befriedung von Grundstücken die entsprechenden Flächen zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken erklärt. Dies gilt vor allem auch deshalb, weil es sich bei den einschlägigen Vorschriften des Landesjagdgesetzes um ein ausbalanciertes Teilsystem des innerstaatlichen Rechts handelt, das verschiedene Grundrechtspositionen miteinander zum Ausgleich bringen will. Es ist daher vorliegend Aufgabe der Behörden, die Entscheidung des EGMR in den betroffenen Teilrechtsbereich schonend einzupassen.

5.

Die Befriedung von einer dauerhaft wilddichten Umzäunung abhängig zu machen und damit dem öffentlichen Interesse unbedingten Vorrang einzuräumen, wird der vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte geforderten Konfliktbewältigung, bei welcher der Gewissensentscheidung des Grundstückseigentümers zwingend Vorrang einzuräumen ist, unter keinen Umständen gerecht.

Vielmehr haben die für den Vollzug des Jagdrechts zuständigen Behörden die betroffenen Grundstücke gemäß einer entsprechenden Anwendung der landesrechtlichen Vorschriften über die jagdrechtliche Befriedung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken zu erklären und dort eine beschränkte Ausübung der Jagd nicht zu gestatten.

V.

Ich fordere Sie nach all dem auf, die in Ihrem Zuständigkeitsbereich befindlichen Jagdbehörden entsprechend den obigen Ausführungen zu unterrichten und, sofern geschehen, anderslautende Empfehlungen unverzüglich zu widerrufen bzw. zurückzunehmen. Andernfalls werden die von mir vertretenen Grundstückseigentümer nach Ablauf der gesetzlichen Frist Untätigkeitsklage erheben.

Ferner behalten sich meine Mandanten vor, Strafanzeige wegen Rechtsbeugung gegen die verantwortlichen Leiter der Jagdbehörden und Ministerien zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt 
Dominik Storr


 

Liebe Freundinnen und Freunde einer Natur ohne Jagd,

wie Sie vielleicht schon erfahren haben, empfehlen die Ministerien ihren untergeordneten Jagdbehörden, Anträge auf Austritt aus der Jagdgenossenschaft abzulehnen bzw. zurückzustellen, bis die konventionsgerechte Ausgestaltung des Jagdrechts erfolgt ist, was noch Jahre dauern kann. Lesen Sie die Empfehlungen im elektronischen Rundbrief des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz: ttp://www.zwangsbejagung-ade.de/downloads/infoschreibenzumurteildesegmr.pdf

Nach Auffassung unseres Rechtsanwaltes Dominik Storr kommt diese Empfehlung einer Anstiftung zur Rechtsbeugung gleich, wie dem unten angefügten Rundbrief unseres Rechtsanwaltes an die Ministerien zu entnehmen ist. Wir denken, dass anhand dieses Rundschreibens auch die meisten Fragen von verunsicherten Grundstückseigentümern beantwortet werden.

Damit Sie bei Ihrer Jagdbehörde den richtigen Antrag stellen können, hat unser Rechtsanwalt einen Musterantrag formuliert, den Sie [hier] kostenlos herunterladen können. Bitte vergessen Sie nicht, in den Antrag Ihre Flurnummern und die Gemarkung, in der die Flächen liegen, einzufügen.

Um Ihrem Antrag mehr Nachdruck zu verleihen, gilt auch nach wie vor das Angebot, Herrn Rechtsanwalt Dominik Storr mit der Durchsetzung Ihrer Rechte zu beauftragen (Tel.: 09393 993203 / Fax: 09393 993209 / Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), was auch ratsam ist, damit Ihr Begehren ernst genommen wird.

Ferner haben wir auch eine Musterabmahnung vorbereitet, die Sie an den Jagdpächter, der Ihr Grundstück bejagt, adressieren können. Diese können Sie [hier] herunterladen. Bitte vergessen Sie nicht, in die Unterlassungsverpflichtungserklärung Ihre Flurnummern und die Gemarkung, in der die Flächen liegen, einzufügen.

Weitere Informationen: http://www.zwangsbejagung-ade.de/keinejagdaufmeinemgrundstueck/index.html

Und bitte denken Sie auch daran, möglichst viele Grundstückseigentümer bzw. Jagdgenossen von der EGMR-Entscheidung zu unterrichten, damit möglichst viele Grundeigentümer von dieser Rechtsprechung Gebrauch machen. Nur auf diese Art und Weise können für die Wildtiere genügend Rückzugsflächen geschaffen werden.

Mit besten Grüßen

Ihr Team von Zwangsbejagung ade

www.zwangsbejagung-ade.de


Wir informieren und geben hiermit die uns zugegangene Nachricht weiter:

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat Landbesitzer, Jäger und Tierschützer aufgeschreckt. Er gab dem Antrag von Günter Herrmann statt: Er muss in Zukunft nicht mehr dulden, dass auf seiner Wiese gejagt wird. Bislang waren Eigentümer mit weniger als 75 Hektar Land automatisch Mitglied der örtlichen Jagdgenossenschaft
http://swrmediathek.de/player.htm?show=f4c581d0-f114-11e1-96d3-0026b975f2e6

Straßburg gibt Jagdgegnern Recht. von Manuela Mayr
Augsburger Allgemeine vom 28.08. 2012
http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Strassburg-gibt-Jagdgegnern-Recht-Auf-Grundstuecken-darf-nicht-mehr-getoetet-werden-id21658191.html



Satire



Satire unserer luxemburgischen Freunde
(11.07.2012)

Nahezu unschlagbar und aktuell sind unsere luxemburgischen Freunde in ihrer Rubrik Satire.

-> weiterlesen

Da freut sich das Wildschwein:

Treffsicheres Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Mit dem Reviersystem wollten die Luxemburger Knallköpfe eine so genannte bewährte Praxis beibehalten, die in fast allen modernen EU-Ländern schon längst abgeschafft ist: die Zwangsmitgliedschaft in einem Jagdsyndikat. Unsere Freunde, die Tierschützer, haben sich zu Recht seit Jahren darüber aufgeregt, dass man uns, die nettesten und schönsten Tiere der ganzen Natur, die Wildschweine, auf ihrem Grund und Boden einfach jagen, meucheln und zerstückeln kann, auch gegen ihren erklärten Willen. Der Luxemburger Verein der von allen guten Geistern verlassenen und sich selbst vor Dummheit in den Arsch schießenden Knallköpfe hatte sogar eine Demonstration in der Hauptstadt organisiert und berief sich in von Blutgier und Dummheit triefenden Artikeln auf Rheinland-Pfalz und ganz Teutonien, wo man angeblich auch nicht die Möglichkeit hat, seine Grundstücke aus dem Jagdrevier herauszunehmen.

Der Fall Herrmann gegen die Bundesrepublik


Der engagierte Tierschützer und Anwalt Günther Herrmann aus Stutensee in Baden-Württemberg hatte sich zwei Wiesengrundstücke in Rheinland-Pfalz gekauft und wollte aus der Jagdgenossenschaft austreten. Er konnte sich nicht mit dem Gedanken abfinden, dass auf seinem Grund und Boden unschuldige Kreaturen gehetzt, gejagt, gequält, gemeuchelt, zerschnitten und dann irgend einem Toni Stinkinger in den fetten Hals befördert werden. Ein Glück, dass unsere kleinen Frischlinge kein Fernsehen haben, denn es ist der wahre Horror, was in den als Kochsendung getarnten Alpträumen passiert. Doch jetzt hat der EU-Gerichtshof mit überwältigender Mehrheit festgehalten, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, jemanden dazu zu zwingen, seine Ländereien in ein Jagdsyndikat zu geben. Ein großer moralischer und juristischer Sieg der Luxemburger Tierschützer gegen eine immer frecher und arroganter auftretende Jagdlobby.

Die Jäger sind traurig (Gott sei Dank!)

Ich als Luxemburger Wildschwein freue mich deshalb besonders über die Reaktion von Georges Knallkopf Jakobs, der über diese Entscheidung „traurig“ ist. Wir Wildschweine lieben das. Unsere Jäger sollen nicht nur traurig, sondern echt deprimiert sein. Sie sollen stundenlang im Regen auf irgendeinem Hochsitz sitzen und sich die Grippe, die Pest und die Cholera holen. Ihre Ärsche sollen mit Blei gefüllt werden, die Vordersitze ihrer sauteuren Jeeps sollen von lieblich duftender Schweinekacke nur so triefen, und wenn sie weinend nach Hause schlurfen, quieken wir ihnen, von unseren jagdsicheren Waldgrundstücken aus ein frohes „Géi fëschen, domm Louder!“ nach.

Knallkopf-Jakobs versuchte zwar konsequente Tierschützer per Pressemitteilung zu isolieren, als er von nur fünf Hektar schrieb, die bisher hierzulande aus den Jagdrevieren genommen wurden. Das kann sich aber mit dem neuen EU-Urteil schlagartig ändern. Denn dann wissen die Tierschützer, unsere Freunde, dass es Sinn macht, sich gegen die Jagdlobby zu wehren, und dass das EU-Recht europaweit diesen blöden Praktiken ein Ende gesetzt hat. Und dann wird, was wir Wildscheine inständig hoffen, die Jagd immer mehr erschwert, bis zu diesem wunderbaren Tage, an dem sie unmöglich ist.

So, Babies, und jetzt gehen wir erstmal dem Blödmann die Kirrung wegfressen, und dann werden in aller Herrgottsruhe ein paar Frischlinge gemacht. Das Leben ist schön!

Ihr Grunzobald von Eber-Wildsau







Archiv

 
Regierung der Kanarischen Inseln verbietet endlich die Jagd auf Europäische Turteltaube und Wachtel! (25.07.2014)
 http://www.seo.org/2014/07/09/el-gobierno-canario-prohibe-la-caza-de-la-tortola-europea-y-la-codorniz/


Abschaffung der Hobbyjagd JETZT!

Bekannte Radrennfahrerin von Jäger angeschossen

Die bekannte Tiroler Radrennfahrerin Christiane Koschier-Bitante (österreichische Meisterin im Straßenrennen 1993) wurde beim Training vor einem Radrennen nahe der norditalienischen Stadt Vicenza von einem Jäger angeschossen und an einem Bein, am Arm und an der linken Hüfte verletzt. Dies berichtet oe24 am 14.10.2014. Der Jäger hatte neben der Straße Jagd auf Hasen gemacht.

Der Tierschutzverband LAV fordert einen sofortigen Jagd-Stopp in Italien: In den drei Wochen Jagdzeit seien bereits drei Menschen getötet und fünf verletzt worden.

Sehen Sie hier ein Foto von dem Jagdunfall

Frankreich: Zwei Tote bei Wildschweinjagd

Während der Wildschweinjagd wurden zwei Jäger in Frankreich von Jagdkollegen (74 und 84) bei Jagdunfällen erschossen. Dies berichtet Midi Libre am 13.10.2014.

Demanch habe sich der erste tödliche Jagdunfall um 6 Uhr morgens in der Nähe von Vézénobres Ales ereignet: Ein 84-jähriger Jäger erschoss versehentlich seinen 60-jährigen Kollegen, der sofort starb. Der zweite Tragödie tödliche Jagdunfall ereignete sich am frühen Nachmittag im Bereich der Montfrin: Ein 65- Jähriger wurde von einer Kugel in die Brust getroffen. Der Todesschütze war in diesem Fall ein 74 Jahre alter Jäger.

Lesen Sie dazu den aktuellen Aufsatz von Rechtsanwalt Dominik Storr:

Die Hobbyjagd muss umgehend abgeschafft werden!

Es ist wieder die Zeit gekommen, in der vermehrt paramilitärisch gekleidete und schwerbewaffnete Jäger ihre Aggressionen und ihre anderen niederen Beweggründe an den (unbewaffneten) Tieren auslassen. Dabei sind unabhängige Wissenschaftler, d.h. diejenigen, die nicht selbst jagen, längst zu dem Ergebnis gekommen, dass die Jagd nicht nur überflüssig, sondern auch in höchstem Maße schädlich ist. weiterlesen

Lesen Sie auch unsere Dokumentation Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014

Initiative zur Abschaffung der Jagd

www.abschaffung-der-jagd.de

Bürgerbewegung „Zwangsbejagung ade“

www.zwangsbejagung-ade.de


 

Jahresrückblick der Initiative zur Abschaffung der Jagd: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014 (31.12.214)

Verfassungsbeschwerden gegen neues Bundesjagdgesetz eingereicht (31.12.2014)


Schließen Sie sich der Petition an: Keine Hobby-Jagd in Baden-Württemberg

In Baden-Württembergsoll zum 1. April 2015 eine neue Durchführungsverordnung zum neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz in Kraft treten. Nach dem Willen der grün-roten Landesregierung können Jäger Fuchswelpen künftig ohne weiteres bereits am Bau mit der Falle fangen und töten.

Außerdem enthält der Entwurf zur Jagdverordnung zahlreiche Tierarten, die ausschließlich aus einem Freizeitinteresse getötet werden. Sie werden nicht gegessen, sie verursachen keinen volkswirtschaftlichen Schaden und sie stellen keinen nennenswerten ökologischen Schaden an.

Fordern auch Sie eine Kürzung der Jagdzeiten, eine Reduzierung der jagdbaren Arten, eine Abschaffung der Fallenjagd.

Petition unterschreiben:
 https://www.openpetition.de/petition/online/keine-hobby-jagd-in-baden-wuerttemberg?utm_source=extern&utm_medium=widget&utm_campaign=keine-hobby-jagd-in-baden-wuerttemberg

Viele freundliche und tierfreundliche Grüße
von der Initiative zur Abschaffung der Jagd
www.abschaffung-der-jagd.de
und der Bürgerbewegung „Zwangsbejagung ade“
www.zwangsbejagung-ade.de

 



Offene Briefe an Minister Remmel und den Euskirchner Landrat Rosenke:

Fuchsjagd im Kreis Euskirchen - NRW zeigt sich beim Thema Fuchsjagd als Vertreter der Steinzeit

Liebe Freundinnen und Freunde einer Natur ohne Jagd,

das Engagement gegen die angekündigte Mega-Fuchsjagd im Kreis Euskirchen geht weiter:

Nach den Protesten zahlreicher Tierschutzorganisationen, der Ankündigung einer Strafanzeige durch die Tierrechtsorganisation PETA, der online-Petition sowie der angekündigten Demo bei der Kreisjägerschaft Euskirchen hat nun Rechtsanwalt Dominik Storr einen offnenen Brief an den zuständigen Minister Remmel sowie den Euskirchner Landrat Rosenke geschrieben.

Lesen Sie den Offenen Brief von Rechtanwalt Storr an Minister Remmel:
 http://www.dominik-storr.de/wp-content/uploads/Schreiben-an-Minister-NRW-v.-3.02.2015-wg.-Euskirchen.pdf

Lesen Sie den Offenen Brief von Rechtanwalt Storr an den zuständigen Landrat:
 http://www.dominik-storr.de/wp-content/uploads/Schreiben-an-Landrat-v.-3.02.2015-wg.Fuchsjagd-Euskirchen.-205.pdf

Beide Offenen Briefe wurden heute an die lokale Presse geschickt und dürfen gerne weiterverbreitet werden.

Lesen Sie unten das Schreiben von Rechtsanwalt Storr.

Viele freundliche und tierfreundliche Grüße

von der Initiative zur Abschaffung der Jagd
www.abschaffung-der-jagd.de

 



NDR: Ist die Fuchsjagd noch sinnvoll?

NDR Nordmagazin, 29.1.2015

„Der gesellschaftliche Druck wird immer größer, welche Tierarten heute noch bejagt werden dürfen und welche nicht. Gerade die Fuchsjagd steht im Kreuzfeuer der Kritik. Denn Füchse werden das ganze Jahr erlegt, selbst die kleinsten. Vor einiger Zeit berichteten wir in unserer Reihe NaturNah über die Aufzucht junger verwaister Füchse, die wieder ausgewildert wurden. Als sie nach nur wenigen Tagen in der Freiheit von Jägern erschossen wurden, bekamen wir eine Flut von Zuschriften, noch einmal darüber zu berichten. Wir sind dem Thema Fuchsjagd auf den Grund gegangen.“ (NDR-Senderinformation)

Hier ansehen:
Link

 


Luxemburg: Fuchsjagd wird verboten

Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel teilte mit, dass die Fuchsjagd komplett verboten wird. Man gehe davon aus, dass sich die Fuchspopulation am besten selbst reguliere, so ein Sprecher des luxemburgischen Umweltministeriums (Volksfreund, 20.1.2015).
 http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/luxemburg/aktuell/Luxemburg-aktuell-In-Luxemburg-duerfen-keine-Fuechse-mehr-gejagt-werden;art1715,4110029

»Wenn es zu wenig Nahrung gibt, gebe es weniger Nachwuchs. Werden die Bestände zu klein, würden die Füchse mehr Nachwuchs bekommen«, so ein Bericht in der Zeitung Luxemburger Wort am 16.1.2015. 
 http://www.wort.lu/de/lokales/waffenruhe-im-wald-fuchsjagd-wird-verboten-54b92e600c88b46a8ce51914

Der Jagdverband ist empört und malt das Gespenst einer Fuchsplage an die Wand: Ein Verbot der Fuchsjagd würde die Verbreitung von Tollwut und Fuchsbandwurm nach sich ziehen.

»Das ist ein Schauermärchen, das die Jäger gerne erzählen«, so Camille Gira, Staatssekretär im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur. »Die Chance, sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken, ist so minimal wie die, das einem ein Ziegelstein auf den Kopf fällt.« (l'essentiel online, 16.1.2015) 
 http://www.lessentiel.lu/de/news/luxemburg/story/13855394

Es gebe aktuell »keinen objektiven Grund«, Füchse zu jagen, so Gira auf einer Pressekonferenz am 22.1.2015. Die geschossenen Füchse hätten »keine nützliche Verwendung« mehr, sei es als Nahrung oder als Pelz. Jedes Jahr würden »rund 3.000 dieser sympathischen Lebewesen« abgeschossen und dann in die Mülltonne geschmissen. Zudem sei die Tollwut bereits seit über zehn Jahren »ausgemerzt«.

Die Leitlinie der Regierung sei, eine »andere Umgangsweise mit Tieren« zu fördern, die einer »aufgeklärten Gesellschaft im 21. Jahrhundert gerecht werde, so Staatssekretär Gira. »Wir Menschen sind nicht die einzigen Lebewesen, die Gefühle haben und Schmerz empfinden«. (Luxemburger Wort, 22.1.2015)
 http://www.wort.lu/de/politik/befristetes-jagdverbot-auch-fuechse-haben-gefuehle-54c0fc8b0c88b46a8ce51f62

Seit Jahren weisen Forscher darauf hin, dass Infektion beim Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm ins Reich der Legenden gehört. Und: Sowohl Luxemburg als auch Deutschland sind seit Jahren offiziell tollwutfrei. Studien belegen, dass Fuchsbestände, die nicht bejagt würden, weniger Nachwuchs haben.
 http://www.abschaffung-der-jagd.de/fakten/faktengegendiejagd/index.html#5349889d700d2670f

Die wahren Gründe für die Jagd auf Füchse

Wenn nun aber »Tollwut« und »Fuchsbandwurm« als Jägermär entlarvt sind - was sind dann die wahren Gründe für die Fuchsjagd? Hier geben die einschlägigen Jagdzeitschriften und Jäger-Foren im Internet schnell Aufschluss: Von »Lust am Nachstellen und Erbeuten« ist dort die Rede, von der »Waidmannsfreude, einen Fuchs im Schrotschuss rollieren (sich überschlagen) zu lassen«, vom »Reiz der winterlichen Fuchsjagd«, vom »Jagdtrieb«, vom »Jagdfieber« und vom »Kick«, den der Jäger beim tödlichen Schuss erlebt.

Anders, als von Jägern oft behauptet, nehmen unbejagte Fuchsbestände keinesfalls überhand. Komplexe Sozialstrukturen, in denen bei hoher Populationsdichte und geringem Jagddruck deutlich weniger Welpen zur Welt kommen, beschränken die Vermehrungsrate. Der renommierte Biologe und Fuchsforscher Erik Zimen kommentierte dieses Phänomen plakativ mit den Worten »Geburtenbeschränkung statt Massenelend«. Im Normalfall bringt eine Füchsin drei bis fünf Junge zur Welt; in Gebieten, in denen Füchse stark verfolgt werden oder die Mortalitätsrate durch Seuchen stark angestiegen ist, können es jedoch doppelt so viele sein. Auf diese Weise können Verluste schnell wieder ausgeglichen werden.

Füchse erfüllen eine wichtige Rolle als »Gesundheitspolizei«: Sie fangen hauptsächlich Mäuse - zum Nutzen der Landwirtschaft -, vertilgen Aas und erbeuten meist kranke oder verletzte Tiere und tragen somit zur Gesunderhaltung der Tierpopulationen bei. Doch der Fuchs ist nicht nur »Gesundheitspolizei« in der Natur, sondern trägt auch zum Schutz des Waldes, da er Waldwühlmäuse vertilgt.

Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher, Biologe Studiendirektor
Derfflingerstr. 2

74080 Heilbronn

www.abschaffung-der-jagd.de



Unterstützen Sie unsere Forderung für ein ökologisches Jagdgesetz!

Seit 2001 ist der Tierschutz in der nordrhein-westfälischen Landesverfassung verankert. Trotzdem wird die Ausübung der Jagd bis heute weder dem Tier- noch dem Naturschutz gerecht.
Der BUND und weitere Tier- und Naturschutzverbände Nordrhein-Westfalens, darunter der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Deutsche Tierschutzbund, das Komitee gegen Vogelmord und PETA setzen sich deshalb gemeinsam für ein ökologisches Jagdgesetz in NRW ein. Die Verbände haben in einer Resolution 10 zentrale Eckpunkte definiert, die sich in der geplanten Novellierung des Landesjagdgesetzes wiederfinden müssen, damit dem Tier- und Naturschutz sowie den Ankündigungen des Koalitionsvertrags entsprochen werden kann.

Schließen auch Sie sich mit ihrer Stimme an und fordern Sie eine grundlegende Reform des Jagdrechts! Jetzt Resolution unterschreiben!

JAGDREFORM JETZT!

Resolution für ein ökologisches Jagdgesetz in NRW


Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien (2012-2017) wird ein „Paradigmenwechsel zur Nachhaltigkeit“ bei der Jagd angekündigt. Zukünftig soll das Jagdrecht an ökologischen Prinzipien und dem Tierschutz ausgerichtet werden (Ökologisches Jagdgesetz). Dieses Vorhaben wird von den unterzeichnenden Tier- und Naturschutzverbänden ausdrücklich unterstützt. Um diese Ziele zu erreichen, ist es unabdingbar, ein in seinen Grundzügen seit 1934 kaum geändertes Jagdrecht endlich an die Erfordernisse des Tier- und Naturschutzes anzupassen. Diese Notwendigkeit ergibt sich bereits aus der Verpflichtung des Landes durch die Aufnahme des Tierschutzes in die Landesverfassung 2001. Seit Juli 2002 ist der Tierschutz zusätzlich als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Damit soll dem Gebot eines sittlich verantwortbaren Umgangs des Menschen mit dem Tier Rechnung getragen werden. Diese rechtlichen Änderungen sind auch Ausdruck dafür, dass Tiere von der Bevölkerung als Mitgeschöpfe geachtet werden. Damit hat sich gleichzeitig die Rechtfertigungsschwelle für die Tötung von Wirbeltieren im Rahmen der Jagdausübung erhöht. Diese gesellschaftliche und rechtliche Entwicklung zu Gunsten des Tierschutzes hat sich bisher völlig unzureichend im Bereich des Jagdwesens niedergeschlagen. Jagdliche Eingriffe in Natur und Landschaft sind nur noch zu rechtfertigen, wenn unnötiges Leiden ausgeschlossen, eine sinnvolle Verwertung der getöteten Tiere nachgewiesen und eine Beeinträchtigung geschützter Arten und Lebensräume ausgeschlossen werden kann.
Die rechtlichen Spielräume des Landes, das Jagdrecht umfassend zu modernisieren, sind hinreichend vorhanden, nachdem im Rahmen der Föderalismusreform das Grundgesetz zum 01.09.2006 geändert wurde und das Jagdwesen nun unter die konkurrierende Gesetzgebung gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 28 GG fällt.
Wir begrüßen daher die Absicht der Regierungsparteien, das Jagdrecht in NRW zu novellieren und fordern sie auf, den angekündigten Paradigmenwechsel auch tatsächlich, nämlich anhand der nachfolgenden Kriterien der Tier- und Naturschutzverbände Nordrhein-Westfalens zu vollziehen.
 

1. Fallenjagd beenden!

Immer noch ist der Fang von Tieren mit Fallen in NRW erlaubt. Dabei gibt es keine mittels Fallen verfolgte Tierart, die aus vernünftigen Gründen gemäß § 1 Tierschutzgesetz getötet oder sinnvoll verwertet wird! Vielfach sind die Tiere, die in Totschlagfallen geraten nicht sofort tot und leiden über Stunden. Auch bei Lebendfallen geraten die gefangenen Wildtiere häufig in Todesangst, verletzen sich selbst oder sterben am Stress.
Daher fordern wir ein Verbot von Lebend- und Totschlagsfallen im Rahmen der Jagd!
 
2. Fütterungsverbot für jagdbare Arten!

Wilde Tierarten bedürfen keiner Fütterung. Vermeintliche Notzeiten sind Teil natürlicher Prozesse und insofern hinzunehmen. Die nutztierähnliche Behandlung von Wildtieren („Hege“) durch Jäger hat in der Vergangenheit zu negativen Auswirkungen in Ökosystemen  und finanziellen Schäden in der Landwirtschaft geführt.
Insbesondere Kirrungen (Lockfütterungen) werden immer wieder missbraucht, um unnatürlich hohe Paarhuferdichten und damit mehr Jagdvergnügen zu erzielen. Luderplätze mit Fleischabfällen zum Anlocken von Wildschweinen oder Füchsen sind gefährliche Tierseuchenherde.
Daher fordern wir ein Verbot von Fütterungen aller Art im Rahmen der Jagd!

3. Haustierabschuss beenden!

Offiziell werden durchschnittlich etwa 10 000 Katzen pro Jahr in NRW durch Jäger getötet, weil sie angeblich wildern! Die höchsten Hauskatzendichten aber gibt es im Siedlungsbereich, wo keine Jagd stattfindet und gleichzeitig keine negativen Bestandstrends bei betroffenen Vogelarten bestehen. Die aus Tierschutzsicht problematischen „Streunerkatzenpopulationen“ lassen sie sich nur durch Kastrationsprogramme reduzieren. Zahlreiche Gemeinden in NRW und die Landesregierung haben hierzu bereits geeignete Maßnahmen in die Wege geleitet. Zudem ist eine sichere Unterscheidung von Haus- und der streng geschützten Europäischen Wildkatze im Gelände genauso wenig möglich, wie die zwischen Hund und Wolf.
Daher fordern wir ein Verbot des Haustierabschusses!

4. Keine Ausbildung am lebenden Tier!

Die Jagdhundeausbildung am lebenden Tier, zum Beispiel im Schwarzwildgatter, in Schliefanlagen oder an flugunfähig gemachten Enten, ist mit dem Tierschutzgesetz (TierSchG), welches das Hetzen von Tieren auf andere Tiere verbietet, unvereinbar. Zur Ausbildung von Jagdhunden beispielsweise für die Entenjagd werden unzählige Tiere, bislang völlig legal, regelrecht „verbraucht“. Zuchtenten werden Schwungfedern ausgerissen oder auf andere Weise flugunfähig gemacht und versteckt; der Jagdhund wird darauf trainiert, diese Enten möglichst unversehrt zu apportieren. Eine tierquälerische Praxis, die mit einer langen Todesangst- und Leidensphase verbunden sein kann.
Daher fordern wir, die Jagdausbildung am lebenden Tier zu verbieten!

5. Baujagd beenden!

Die Baujagd stellt eine besonders problematische Form der Nachstellung dar, weil Tiere in ihrem Rückzugsort, nahezu ohne Fluchtchance und bei vorheriger, oft langer Stress- und Todesangstsituation mit Verletzungen, getötet werden. Hierbei werden Haustiere auf wilde Tiere gehetzt und in die Gefahr gebracht, verletzt oder getötet zu werden. Es gibt keine mittels Baujagd verfolgte Tierart, für die ein gemäß § 1 TierSchutzG vernünftiger Tötungsgrund besteht.
Daher fordern wir, das Baujagdverbot gesetzlich zu verankern!
 
6. Jagdzwang beenden!

Das Jagdgesetz ermöglicht bisher nur Privatpersonen unter strengen Auflagen und ausschließlich unter Bezug auf ethische Motive, sich vom Jagdzwang auf ihrem Eigentum befreien lassen zu können. Juristischen Personen wie bspw. Vereinen ist dies nicht möglich! Dieser Jagdzwang bzw. die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft bedeutet einen Eingriff in das nach Art. 14 GG geschützte Eigentumsrecht.
Jagd reguliert nicht! Wie bspw. die ungefähre Vervierfachung von Paarhuferbeständen in Deutschland seit den 1950ern aufzeigt, ist die Jagd als Mittel zur Verhinderung von sog. Wildschäden nicht geeignet. Dasselbe gilt für Tierseuchen: die Tollwut wurde erst durch Impfung ausgerottet, die Jagd auf den Fuchs hatte sich zuvor jahrzehntelang als wirkungslos erwiesen.
Daher fordern wir, dass jeder Eigentümer sein Grundstück aus ethischen oder fachlichen Gründen von der Jagd befreien lassen darf, ohne Anhörung und ohne Haftbarmachen für Zustände auf Nachbargrundstücken!

7. Keine Jagd mehr auf Schnepfe, Schwan, Dachs und Co!

Etwa 1,3 Mio. Tiere werden jährlich in NRW durch Jäger getötet, über 90 % davon ohne vernünftigen Grund gemäß § 1 Tierschutzgesetz, artenschutzwidrig bzw. ohne sinnvolle Verwertung! Hierzu zählen bspw. über 2000 Exemplare der in NRW gefährdeten Waldschnepfe und etwa 500 000 Ringeltauben, die zwecks Verscheuchung - sogar während der Brutzeit - geschossen werden! Tiere sollen zukünftig nur noch getötet werden dürfen, wenn diese tatsächlich sinnvoll verwertet werden können (Verzehr), nicht selten und nicht geschützt sind. So sind alle Arten der Roten Listen, des FFH-Anhangs IV sowie Vogelarten, deren Bejagung nach der Vogelschutzrichtlinie in Deutschland nicht zulässig ist, nicht in die Liste jagdbarer Arten aufzunehmen.
Wir fordern eine drastische Reduzierung der Liste der Jagdbaren Arten, u.a. um alle Rabenvögel und Marderarten, Ringeltaube, Waldschnepfe, Höckerschwan und Wildkatze!

8. Jagdzeiten verkürzen und harmonisieren!

Nach geltendem Recht kann die Jagd bisher insgesamt, aber auch auf einzelne Arten, ganzjährig ausgeübt werden, z.B. auf junge Füchse und Kaninchen. Diese Dauerjagdzeit führt zu erheblichen Beeinträchtigungen von geschützten Arten und Lebensräumen, v.a. während der Fortpflanzungs- und winterlichen Ruhezeiten. Lange Jagdzeiten erhöhen zudem vor allem im Wald die Wildschäden.
Wir fordern, die Jagdzeiten für alle jagdbaren Arten auf die Monate September bis Dezember zu konzentrieren!

9. Kein Aussetzen jagdbarer Tierarten!

Jedes Jahr werden unzählige gezüchtete Fasane und Enten von Jägern ausgesetzt, nur um sie nach einigen Wochen zu schießen. Die Tiere stammen häufig aus Massenzuchten und sind an ein Leben in der freien Natur nicht angepasst. Vielfach werden die nahezu zahmen Tiere bis zum Tag der Jagd gefüttert und dann von Boden hochgetrieben und erschossen. Diese Jagdpraxis ist mit dem Tierschutzgesetz nicht vereinbar.
Wir fordern ein Ende des Aussetzens von jagdbaren Tierarten!

10. Beizjagd verbieten!

Die Jagd mit Beizvögeln entspricht einer Hetzjagd, bei der Tiere selbstständig das Wild jagen, ohne dass der Jäger Einfluss auf den Jagdverlauf nehmen kann. Infolge der natürlichen Grausamkeit des Tötungsgeschehens dürfen solche Jagdmethoden bereits aufgrund tierschutzethischer Überlegungen nicht durch den Menschen initiiert werden. Auch die Anbindehaltung über lange Zeiträume sowie die notwendige „Konditionierung“ (Hungern lassen) der Vögel sind aus Tierschutzsicht weder begründbar noch verantwortbar.  Nicht zuletzt aufgrund der ohnehin geringen praktischen Bedeutung im Rahmen der Jagdausübung ist die Beizjagd somit uneingeschränkt abzulehnen.
Wir fordern ein Verbot der Beizjagd!

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Zwangsbejagung ade Österreich (www.abschaffung-der-jagd.at www.zwangsbejagung-ade.at)

Jäger versetzt Dorf in Angst
Über Aufruhr im Ort Mitterschlag berichtet eine besorgte Mutter, die sich an die NÖN gewandt hat. Der Grund: Ein „Gastjäger“, der dem Vernehmen nach auch einen Wohnsitz im Bezirk Gmünd hat, schießt in Siedlungsgebieten auf Rehe! „Der Jäger schießt von der öffentlichen Straße aus seinem Geländewagen auf einen Rehbock, der sich nur wenige Meter vor einem Wohngebäude befindet“, erzählt die Mutter. Angeblich wäre beim Schuss in Richtung Haus sogar ein Bewohner vor Schreck aus dem Bett gefallen. Dies wäre nicht der erste Vorfall gewesen. Einige Wochen zuvor dürfte derselbe Mann zirca 15 Meter von zwei nebeneinander stehenden Häusern direkt an einer Pferdeweide vorbei auf ein anderes Reh geschossen haben. ... (mehr)
(Quelle: www.noen.at)

Zum Originalartikel

Bärenfamilie im Lesachtal gesichtet
Zwischen dem Weißensee und dem Lesachtal ist eine Bärin mit zwei Jungen gesichtet worden. Laut dem Bärenanwalt sind Bärenmütter keine größere Gefahr. Sie sind eher noch scheuer als Bären, die allein unterwegs sind.
... (mehr)
(Quelle: www.orf.at)

Zum Originalartikel

24 gefrorene Greifvögel sichergestellt
Vor rund vier Monaten wurde Anzeige gegen zwei Jäger aus Deutschkreutz (Bezirk Oberpullendorf) erstattet, die geschützte Eulen schossen. Nun sind die von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen Hausdurchsuchungen abgeschlossen. Laut der Staatsanwaltschafts-Sprecherin Magdalena Wehofer haben die Ermittler 24 Greifvögel sowie elf Greifvogel-Präparate in einem Tiefkühlschrank sichergestellt. ... (mehr)
(Quelle: www.orf.at)

Zum Originalartikel

Weitere Jagdunfälle

28.07.2014  Hochstand stürzte ein: Jäger tödlich verletzt
Ein Hochstand im Gemeindegebiet von Wildalpen stürzte um, der Revierpächter aus Niederösterreich wurde dabei tödlich verletzt. Morsche Holzpfosten hatten der Belastung nicht mehr länger standgehalten ... (mehr)

04.08.2014 Jäger brach sich auf Pirsch linken Unterschenkel
Ein 53-jähriger Tierarzt und Jäger aus Oberkärnten ging am Montag in Großkirchheim allein auf die Pirsch. Gegen 13.30 Uhr stürzte er mit dem erlegten Wild auf einem Steig und brach sich den linken Unterschenkel ... (mehr)


 

TV-Tipp für So., 19.1., 14:40 Uhr: Jäger in der Falle

ZDF, Sonntag, 19.01.2014, 14:40 - 15:10 Uhr
Dokumentationsreihe planet e.: Jäger in der Falle
Ein Film von Berndt Welz
Aus der ZDF-Senderinformation:
"Es war ein Warnschuss für die Jägergilde und könnte der Anfang vom Ende der traditionellen Jägerei in Deutschland sein. Seitdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vor eineinhalb Jahren den deutschen Grundstückseigentümern das Recht zugesprochen hat, die Jagd aus Gewissensgründen auf eigenem Grund und Boden zu verbieten, ist nichts mehr wie es war. Jagdkritiker wollen den Abschuss von Wildtieren in Deutschlands Wäldern deutlich einschränken. Manche gehen sogar noch weiter und fordern ein Ende der Jagd.
Peter Wohlleben ist Jäger und stellt sich gegen seine eigene Zunft. Als Gemeindeförster will er am liebsten die Jagd auf Wild in "seinem" Wald in der Eifel und in der ganzen Republik verbieten lassen. "Fast alle Waidmänner jagen doch nur aus der Lust am Töten und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, Wildschäden zu verhindern und die Bestände zu regulieren, überhaupt nicht nach", meint er. (...) Doch es geht auch ganz ohne Jagd, wie das Beispiel Genf zeigt. Dort haben die Behörden vor 40 Jahren die Jagd abgeschafft. Viele Tierarten, die schon fast ausgerottet waren, sind seitdem zurückgekehrt. (...)"
  http://planete.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/829179a5-9db7-4d93-8ff4-d3ef17a70c30/20258364?doDispatch=1

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TV-Tipp für Mi., 22.1., 20:45 Uhr: Gejagte Jäger - Zwischen Naturliebe und Blutsport

MDR-Fernsehen, Mi., 22.01., 20:45 Uhr - 21:15:
Gejagte Jäger - Zwischen Naturliebe und Blutsport
Aus der MDR-Senderinformation:
“Jagd ist angewandter Naturschutz, sagen die einen. Jagd ist nichts als Spaß am Töten, sagen die anderen. Die Fronten sind verhärtet, Kompromisse scheint es kaum zu geben. Seit Jahren herrscht Krieg zwischen Jägern und Jagdgegner. Zu sehr rührt die Thematik an ethische Grundsatzfragen. Denn von einer Notwendigkeit, sich Nahrung auf dem Wege der Jagd zu beschaffen, kann zumindest in Deutschland keine Rede mehr sein. Ist die Jagd tatsächlich noch zeitgemäß oder gehört sie ganz und gar abgeschafft? (...)“
  http://www.mdr.de/tv/programm/sendung351002.html 


 

Archiv Linum

Ankündigung

In der Zeit von Mitte April bis Ende Mai bieten wir an:

Exkursion zur Beobachtung der Großtrappen in das havelländische Trappenschutzgebiet bei Nennhausen/Buckow.

Die ganztägige Exkursion findet statt unter fach- und ortskundiger Führung eines erfahrenen Vogelkundlers. Teilnahme nur  unter Benutzung des gemeinsamen Fahrzeuges mit Kostenbeteiligung an den jeweiligen Gesamtkosten möglich.
Die Maximale Teilnehmerzahl pro Tagesausflug ab Linum und zurück beträgt 7 Personen.

Anfragen/Anmeldung  dazu nur über unser Kontaktformular hier







 

  Damit wir das Jahr mit Erfreulichem beenden, hier ein aktueller Bildergruß aus dem Linumer Teichgebiet – unserem Mitarbeiter Ingo Warmt sei dafür gedankt!

Es gibt derzeit noch mancherlei zu beobachten – Singschwäne, Eisvogel, Gänsesäger, viele Gänse  u.a.m.

Am Montag 28.12. etwas nach 10 uhr kamen ca. 60 – 70 Kraniche in großer Höhe aus <Richtung Süden und fielen, nahezu im „Sturzflug“ auf dem Feld (Wintersaat) direkt am Ortsrand ein. Die hatten wohl mächtig “Schmacht“ nach längerer Reise?

Alles Gute, auf beste Gesundheit und viel Erfolg im neuen Jahr!