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Massenansturm der Kraniche und Wildgänse


Linum 15.10.12
Einen wahren Massenansturm erlebt das Obere Rhinluch und das Wiesen- und Teichgebiet bei Linum derzeit. Massenansturm einmal durch Besucher, aus nah und fern: Bürgerinnen und Bürger, ob jung ob alt, aus der nahe gelegenen Hauptstadt oder aus allen Teilen der Republik, Fotografen, Filmemacher usw. erleben in diesen Tagen die wunderbaren Bilder des Vogelzugs.

Die routinemäßige "Zählung" am 09.10. ergab ca. 25 tausend Kraniche (Vorwoche ca. 26 tsd), da war wohl zunächst eine Stagnation im Zug eingetreten. Aber seit dem 11./12.10.findet ein deutlich sichtbarer Zuzug statt. Man kann beim morgendlichen Ausflug aus den Schlafplätzen im Teichland - den vom VsK "kranichgerecht" eingestellten Teichen und den benachbarten Wiesen, die eigens für die Kraniche übernachtungsgerecht mit Wasser aus dem Teichgebiet geflutet wurden - die zahlenmäßige Entwicklung des Rastbestandes ebenso gut nachvollziehen wie beim Abendeinflug. Die Schwärme, die schon vor sieben Uhr morgens in geringer Flughöhe ihren Nahrungsplätzen zustreben, sind um ein Vielfaches größer als vor etwa zwei Wochen als Kleingruppen dominierten.

Nun sind es zehntausende der großen grauen Vögel, deren Rufe die Gegend erfüllen und die in teilweise sehr großen Verbänden in meist geordneter Keil-Formation ihrem Ziel zustreben. Der morgendlich Ausflug zieht sich über mehr als zwei Stunden hin - es bleiben aber auch zahlreiche Vögel tagsüber auf den Schlaf- und Ruheplätzen. Aber die besonders hungrigen drängt es, Energiereserven aufzubauen. Für viele Altvögel gilt es auch noch, dringend die Gefiedermauser zu absolvieren. Die Lücken im Flügelgefieder sind oftmals sichtbar. Die Hauptnahrungsflächen finden sich auf den nun zumeist abgeernteten Maisfeldern der näheren oder weiteren Umgebung; manche Schwärme ziehen wohl bis in´s südlich gelegene Havelluch (bei Rathenow usw)..

Etwa 50.000 bis 60.000 Kraniche dürften es wohl sein, die derzeit den internationalen "Trittstein" im Vogelzug bevölkern; etwa 30% verlassen diesen jeweils morgens zur Nahrungssuche in Richtung Nord bis Ost, die großen Scharen aber ziehen in die südliche Umgebung - und kehren mit Sonnenuntergang zurück.

Aber nicht nur die "Vögel des Glücks" sind im "Massenansturm" - auch die wilden Gänse haben deutlich zugelegt. Leider geht ihre Präsenz sehr unter der Dominanz des "Kranichtums" unter. Aber vor allem die Blessgänse, die aus dem Bereich der Barentssee mit dem Butgebiet auf der großen Insel Koguljev (s. auch www.blessgans.de), haben in den letzten Tagen mächtigen Zuflug zu verzeichnen. So dass wohl der Gesamtbestand der Großvögel im Rhinluch derzeit gut die Hunderttausend oder mehr erreicht haben dürfte.

Der Tagesrhythmus beider Gruppen ist verschieden voneinander. Die Gänse, die zum Ruhen und Schlafen unsere Wasserfächen aufsuchen, fliegen morgens überwiegend etwas später aus als die Kraniche; dann kommen viele Gänse gegen die Mittagszeit zurück und verbringen die Nachmittagsstunden auf dem Wasser. Kurz vor oder mit Beginn des Kranicheinflugs (also derzeit gegen 17 Uhr) streben die Gänse noch einmal den Nahrungsplätzen zu, um dann mit Einbruch der Dunkelheit (od. später) zurück zu kehren.

Der vogelfreundliche Beobachter kann somit von früh bis spät dieses Ereignis des internationalen Vogelzugs erleben. Im Rhinluch kommen diese Vögel aus Regionen am Eismeer und der arktischen Tundra (Gänse) zusammen; die Kraniche kommen (wie beringte Tiere ausweisen) sowohl aus Finnland als auch aus dem Baltikum und Polen zu uns - bevor sie bei Wintereinbruch weiter nach Südwesten ziehen werden.

Dr. E. Schneider

Rastbestand der Kraniche erreicht die 60.000 Stück Marke


KRANICHE_u.a._03.10.12

Linum, 17.10.2012
Der Eindruck des Beobachters erfuhr durch die „Zählung“
der Kraniche am 16. Oktober seine Bestätigung:
Beim morgendlichen Ausflug wurde von den um den
Schlafplatzbereich postierten Beobachtern der AG Kranichschutz
ein aktueller Rastbestand von ca. 60.000 Vögeln ermittelt
(Quelle: Aushang der Naturschutzstation Oberes Rhinluch, Linum vom 17.10.).
Dieser Bestand dürfte noch eine Steigerung erfahren, denn es treffen
ständig weitere Trupps von Neuankömmlingen ein.

Gleichermaßen ist der Rastbestand an Wildgänsen immens angestiegen:
In großer Anzahl sind jetzt die Blessgänse vertreten, die aus den arktischen
Gebiete um die Barentssee (vgl. www.blessgans.de) sich zu Gast melden.
Bei einer Inspektionsfahrt mit dem Solarboot des „Amtmann Schiffer“ auf
dem Amtmann-Kanal und Alten Rhin zum Abendeinfalls im Teichgebiet ergab
(16.10), dass große Gänsescharen zur Übernachtungdort einfallen – so wie
man es aus den Tagesbeobachtungen schon schlussfolgern kann.

Leider finden bei der Dominanz der Kraniche in der Publikumsgunst die
Wilden Gänse wenig Beachtung, keiner „zählt“ sie  (was man auch gar nicht
könnte, nur schätzen!). Aber, es sind geschätzt sicher noch mehr Wildgänse
in und um Linum als die ja ebenfalls „geschätzten“ 60.000 Kraniche.
Man kann sicher davon ausgehen, dass derzeit weit über 120.000 Großvögel
im Oberen Rhinluch zu Gast sind und einmal mehr die „Trittstein“ – Funktion
dieses Gebiets im internationalen Vogelzug herausstreichen  

Dr. E. Schneider

Biodiversität

 

Glyphosat wird weitere fünf Jahre zugelassen Glyphosat ist umstritten, weil es möglicherweise Krebs erregt. Auf EU-Ebene ist der Dauerstreit um die Lizenz nun beigelegt – allerdings nicht in der Bundesregierung.


 

  • Von der Energiewende zum Biodiversitäts-Desaster – zur Lage des Vogelschutzes in Deutschland (von Martin Flade 04.05.2014)
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  • Niedersächsische Verbände plädieren für mehr Biodiversität Quelle: KÖN-Presseinformation Vielfalt fördern- Vielfalt fordern!"- so lautet der Titel der Uelzener Erklärung. Dieses Positionspapier wurde kürzlich von einem breiten Bündnis aus Umwelt-, Naturschutz- und Imkerverbänden dem Umweltminister Stefan Wenzel überreicht. (07.09.2013)
  • Biodiversität: Arten leiden nicht nur am Klima Ökologen weisen darauf hin, dass es dringlichere Bedrohungen gibt als die befürchtete globale Erwärmung. Im März veröffentlichten die USA ihre neue Strategie zum Artenschutz: Ziel sei es, „Habitate zu schützen, um gesunde Fisch-, Wild- und Pflanzenpopulationen und Ökosystemfunktionen in einem sich wandelnden Klima zu sichern“. Dagegen regt sich nun Widerspruch: „Die Effekte des Klimawandels sind schwer vorherzusagen“, erklärt Ökologe David Wilcove (Princeton): „Es gibt zahllose Bedrohungen, die besser verstanden sind – insbesondere die direkte Zerstörung von Habitaten – und viele aktuellen Arten an den Rand der Ausrottung treiben“ (Nature, 500, S.271). (JÜRGEN LANGENBACH (Die Presse) 15.08.2013)
  • Biodiversität ist ökonomisch sinnvoll! Das Verschwinden der Vögel ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass unser Planet in Gefahr ist. Denn es bedeutet, dass sich die Umweltbedingungen weltweit weiterhin verschlechtern. Das hat Auswirkungen auf alle Lebewesen auf der Welt – auch auf uns Menschen, schreibt BirdLife international. Andererseits kann anhand der Vögel auch gezeigt werden....(23.07.2013)
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  • Von der Energiewende zum Biodiversitäts-Desaster – zur Lage des Vogelschutzes in Deutschland (Martin Flade 02.05.2013)
  • Bundesamt für Naturschutz fordert stärkere Nachhaltigkeit in der Landnutzung Angesichts des fortschreitenden Verlustes der biologischen Vielfalt fordert das Bundesamt für Naturschutz (BfN) eine stärkere Anwendung eines modern und breit verstandenen Nachhaltigkeitsprinzips in der Landnutzung in Deutschland. (20.03.2013)
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  • Campus: “Europa braucht eine neue Vision für den Artenschutz” Trierer Wissenschaftler der Biogeographie, Umwelttoxikologie und Rechtswissenschaft veröffentlichen multidisziplinäre Studie in einem renommierten Fachblatt. (05.02.2013)
  • Erstes Treffen des Weltbiodiversitätsrates IPBES Regierungsvertreter und führende Biodiversitäts-Experten treffen sich vom 21. bis 26. Januar 2013 zur ersten offiziellen Plenarsitzung des im April 2012 in Panama City gegründeten Weltbiodiversitätsrats IPBES. Achim Steiner, Exekutiv Direktor der UNEP, Ursula Heinen-Esser, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU und Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, eröffneten gemeinsam die internationale Konferenz im Alten Plenarsaal des WCCB in Bonn. (21.01.2013)
  • FSC-Schweden kann den Erhalt der biologischen Vielfalt nicht sicherstellen (17.01.2013)
  • Newsletter Biologische Vielfalt 3/2012 Liebe Freundinnen und Freunde der grünen Biodiversitätspolitik, allenfalls mit Teilerfolgen lassen sich die vergangenen Monate für den Schutz der biologischen Vielfalt bilanzieren. Der Bundestag hat sich für eine Stärkung des europäischen Umweltprogramms LIFE ausgesprochen, insbesondere um das Schutzgebietssystem Natura 2000 zu sichern. Die Weltnaturschutzkonferenz ist im indischen Hyderabad mit einem Beschluss zur Aufstockung der Mittel für den weltweiten Biodiversitätsschutz zu Ende gegangen. Doch auf allen Ebenen hapert es an der Umsetzung. Die Bundesregierung gesteht auf Anfrage, dass sie weder einen Kosten- noch einen Finanzierungsplan für die Umsetzung der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt hat und blockiert auf europäischer Ebene nach wie vor den dringend notwendigen Beschluss einer Bodenschutzrichtlinie. Ein Lichtblick dagegen ist das zum Schutz der Haie verhängte europäische Finning-Verbot. Lesen Sie mehr dazu in unserem Newsletter. (18.12.2012)
  • Naturschutz, Agrarpolitik Flächendeckende Ökologisierung der europäischen Agrarpolitik zur Erreichung der Biodiversitätsziele erforderlich. (11.12.2012)
  • Der Klimawandel hat Europa bereits spürbar verändert. Besonders gravierend wirkt er sich auf die Artenvielfalt aus. Mittlerweile ist ein Fünftel der Lebensräume und jede zehnte Art bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Europäischen Umweltagentur (EEA), die das Ausmaß des Klimawandels in Europa untersucht hat.(25.11.2012)
  • Die Jagd nach Land: Das globale Geschäft mit fruchtbarem Boden Boden ist ein traditionsreiches Gut und seit Menschengedenken Quelle unserer Ernährung. Doch vor allem seit der Wirtschaftskrise 2008 entwickelt sich eine neue, globale Tendenz der Ausbeutung. (29.11.2012)
  • Erstmals werden Lebensräume in der deutschen Nord- und Ostsee kartiert Kartierung dient zum Schutz der marinen Lebenswelten und ermöglicht eine schonende Nutzung der Ressourcen der Meere (23.11.2012)
  • Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bundesamtes für Naturschutz Naturschutzgroßprojekt „Allgäuer Moorallianz“ verbindet Naturschutz mit Klimaschutz (22.11.2012)
  • Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz
    Schutz von Auenwäldern von herausragender Bedeutung für die biologische Vielfalt (20.11.2012)
  • Naturschutz, Artenschutz, Auenschutz Experten fordern weitere Maßnahmen zum Auenschutz Flüsse sollen mehr Überflutungsraum erhalten (21.11.2012)
  • Seit 1980 ging ein Fünftel der Mangrovenwälder verloren. UN-Institutionen warnen vor weiter voranschreitendem Verlust - Wälder in Gezeitenzonen schützen auch den Menschen (17.11.2012)
  • Befehlsausgabe: Umweltschutz in China Chinas Führung versprach Wohlstand und Nachhaltigkeit, produzierte am Parteitag aber weitgehend bloß ideologische Worthülsen. Der 18. Parteitag der chinesischen KP sollte im Zeichen großer Reformen stehen - doch es wurde nur wenig eingelöst, abgesehen von einem Bekenntnis zu Ökologiebewusstsein (Johnny Erling aus Peking 14.11.2012)
  • Schon 45 Hektar Klimawald in Mecklenburg-Vorpommern Wie wäre wohl ein CO2-neutraler Urlaub? Oder eine Geschäftsreise, bezahlt über den Kauf von Waldaktien? Vor fünf Jahren fiel der Startschuss für die "Waldaktie" in Mecklenburg-Vorpommern. Der Erfolg ist so groß, dass mittlerweile 39.500 Waldaktien verkauft worden sind und sieben der insgesamt vierzehn Klimawälder in dem Bundesland komplett "ausverkauft" sind. Damit wurden mehr als 39 Hektar Wald aufgeforstet.(Von Silvana Steiniger 11.11.2012)
  • Afrikas größtes Küstenschutzgebiet Afrikas größtes Küstenschutzgebiet mit einer Fläche von mehr als einer Million Hektar liegt künftig im Primeiras-e-Segundas-Archipel vor Mosambik. (08.11.2012)
  • Alte Buchenwälder in Gefahr? Greenpeace beschuldigt die bayerischen Staatsforsten (BaySF) im Spessart alte Buchenwälder abzuholzen - trotz eines Einschlagstopps für Buchen, die mehr als 180 Jahre alt sind. (08.11..2012)
  • Neues Projekt soll Bayerisches Löffelkraut und andere bedrohte Arten sichern Gemeinsame Pressemitteilung von BfN und BN „Bayerisches Löffelkraut ist einzigartig und sehr selten“(08.11.2012)
  • Ein neuer Deich für die Elbe Zwei Jahre nach Baubeginn ist der erste 2,4 Kilometer lange Abschnitt des neuen Elb-Deiches im Lödderitzer Forst nahe Dessau fertiggestellt. (07.11.2012)
  • Staudamm-Bau in Laos beginnt trotz Bedenken "Naturschutzorganisationen wie International Rivers und der WWF befürchten deshalb einen "Dominoeffekt". Der WWF Deutschland fordert von der Bundesregierung ein starkes Signal gegen den Bau der Anlage. "Laos droht zum Totengräber für den Mekong zu werden", warnte Stefan Ziegler, WWF-Referent für Südostasien und die Mekong-Region. Xayaburi drohe zu einer grenzüberschreitenden Bedrohung sowohl für die Ernährungssicherheit der Bevölkerung als auch für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Region zu werden." (05.11.2012)
  • Mega-Naturschutzgebiet geplant Neues Leben für das Tote Moor Der Torfabbau hat der Landschaft zwischen Neustadt und Steinhude zugesetzt – jetzt soll die Fläche nach und nach renaturisiert werden. So könnte das größte Naturschutzgebiet der Region entstehen. (Von Bernd Haase 29.10.2012)
  • Deichbau: „Naturschutz bremst nicht“ SANIERUNG Umweltverband Gnor sieht Lobbyinteressen und Planungsmängel als Ursache (31.10.2012)
  • Europäische Lärche, Baum des Jahres 2012 Im Rahmen einer Pflanzung der Europäischen Lärche, Baum des Jahres 2012, würdigte Bundesministerin Ilse Aigner den Deutschen Wald als Lebensraum für tausende Tier- und Pflanzenarten, Arbeitsplatz für 1,2 Millionen Menschen und Erholungsort. (02.11.2012)
  • Schutzstatus für Meeresschutzgebiete auf Eis Bitte warten: Naturschutz in der Antarktis (02.11.2012)
  • Naturschutz vs. Tourismus : Experten kritisieren Wegedichte in der Sächsischen Schweiz (02.11.2012)
  • Hafen versus Umwelt Unternehmer wollen Aktivisten Gelder wegen Elbvertiefungsklage streichen (Von Martin Kopp und Jens Meyer-Wellmann 01.11.2012)
  • Landwirtschaft und Naturschutz Der Erde geht der Boden aus Zubetoniert, vergiftet, ausgelaugt: Der Mensch behandelt die Erde wie Dreck und ruiniert eine seiner wichtigsten Ressourcen. Das Schlimmste: Der Mensch ignoriert das Problem weitgehen. Auch Deutschland ist kein Vorbild. (Von Steven Geyer 30.10.2012)
    Neues Label „Für Mehr Tierschutz“ Tierfreundliches Fleisch soll Supermärkte revolutionieren (23.10.2012)
  • Vorwitziges Leberblümchen ist "Blume des Jahres" Nach der Heidenelke im vergangenen Jahr hat die Stiftung Naturschutz Hamburg nun die in der Homöopathie verwendete Blume ins Rampenlicht gerückt. Die Aktion war 1980 von Loki Schmidt initiiert worden. (16.10.2012)
  • Wenn Umweltschützer den Umweltschutz sabotieren Brasilianische NGOs stehen in der Kritik Viel Lärm, doch wenig Resultate: In Brasilien werfen Experten nichtstaatlichen Umwelt-Organisationen wie dem WWF vor, den echten Naturschutz immer mehr zu vernachlässigen. Stattdessen würden Gelder für Events, Publikationen und teure Technik verschwendet. (Von Klaus Hart 21.10.2012)
  • Das Kranichmoor von Petriroda Europaweit wichtiges Areal im Arten- und Biotopschutz. Erste Erwähnung im 12. Jahrhundert. (von Heiko Stasjulevics 16.10.2012)
  • Artenschutz und seine Probleme - am Beispiel Waldrapp Waldrapp Goja in Italien abgeschossen! Dieses traurige Beispiel demonstriert wieder einmal den mühevollen Weg des Artenschutzes vor Ort. (von Adele Sansone 14.10.2012)
  • Pestizide dezimieren Bienen und Hummeln Die schädlichen Effekte von zwei gängigen Pflanzengiften summieren sich in Hummeln und lassen sie sterben. Ohne Bienen und Hummeln müssten Menschen auf fast alles Obst und Gemüse verzichten. (Von Thilo Resenhoeft und Sophia Weimer 23.10.2012)
  • "UN-Umweltorganisation ist nötig" In Deutschland machen sich immer mehr Menschen für den Artenschutz stark. Der Erhalt von Flora und Fauna ist aber längst eine globale Herausforderung, sagt Bundesumweltminister Peter Altmaier im DW-Interview. (Elke Opielka 22.10.2012)
  • Uno-Konferenz Industriestaaten investieren stärker in Artenschutz Die Weltgemeinschaft will das Artensterben stoppen, doch die Finanzierung des Projekts war bisher nicht gesichert. Auf einer Uno-Artenschutzkonferenz in Indien haben 193 Staaten jetzt beschlossen, die Mittel aufzustocken. Umweltschützer begrüßen den Beschluss.(20.10.2012)
  • Artenschutz: Hilfen sollen verdoppelt werden Die UN-Biodiversitätskonferenz im indischen Hyderabad endet nach zwei Wochen und sehr schwierigen Verhandlungen doch noch mit einem Kompromiss – allerdings auf niedrigem Niveau und mit schwammigen Formulierungen. Umweltverbände begrüßen die Einigung nach dem Motto: Besser als nichts. (Von Verena Kern 20.10.2012)
  • Teller oder Tank: Gibt es überschüssige Flächen für Bioenergie? (Autor: Johann Heinrich von Thünen-Institut 20.10.2012)
  • EU-Peanuts für den Artenschutz Auf der UN-Konferenz zum Schutz der Artenvielfalt (COP 11) im indischen Hyderabad ist keine Einigung über die Finanzierung des vor zwei Jahren beschlossenen Zehn-Jahres-Plans in Sicht. Nach Schätzungen des UN-Umweltprogramms Unep sind jährlich 40 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 30 Milliarden Euro) notwendig, um den Verlust an Wäldern und anderen Lebensräumen bis zum Jahr 2020 zumindest zu halbieren. Die EU-Kommission hat bislang lediglich zugesagt, dem Critical Ecosystem Partnership Fund (CEPF) in den nächsten fünf Jahren 18 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. (16.10.2012)
  • "Es geht um Milliardenmärkte und um Macht" Von der Energiewende profitieren viele, das Festhalten an alten Strukturen bringt nur wenigen Großkonzernen Profit. Davon ist Hubert Weiger überzeugt, der Vorsitzende des Bund Naturschutz in Bayern. (von Elfriede Schneider, Bad Alexandersbad 15.10.2012)
  • 80 Millarden für bedrohte Arten nötig Artenschutz statt Softdrinks 80 Milliarden Dollar sind laut Forschern nötig, um Tiere und Pflanzen vor dem Aussterben zu schützen. Doch die Staaten verhaken sich in alten Streitpunkten. (von Svenja Bednarczyk 12.10.2012)
  • Wert der Natur Artenschutz für eine Handvoll Cola Profitgier, Umweltverschmutzung, Klimawandel: Der Mensch hat ein rasantes Artensterben ausgelöst. Jetzt haben Forscher berechnet, wie viel der Erhalt bedrohter Arten kosten würde. Das Ergebnis ist geradezu lächerlich gering. (12.10.2012)
  • Artenschutz-Konferenz Zwei Jahre nach dem Durchbruch auf der Artenschutzkonferenz in Japan herrscht Ernüchterung vor: Nach UN-Angaben war es um die Artenvielfalt noch nie so schlecht bestellt wie heute. Vertreter aus 160 Ländern beraten derzeit über weitere Maßnahmen. tagesschau.de mit einer Auswahl bedrohter Tiere und Pflanzen. (11.10.2012)
  • Fyler und Programm zu Mensch und Tier - eine paradoxe Beziehung als PDF (25.10.2012)
  • Gefährten – Konkurrenten – Verwandte: Das Verhältnis von Mensch und Tier in der Geschichte (25.10.2012)
    In den verwobenen ökologischen Beziehungsgefügen der irdischen Lebensgemeinschaften ist wohl keine Beziehung so wechselhaft und in sich widersprüchlicher als die des Menschen zum Tier. Hyper-romantische Vorstellungen sehen ja den archaischen Menschen als „im Einklang mit der Natur“ stehend, also als ökologisch und biozönotisch neutral in der „nachhaltigen“ Wirkung seiner Existenzentfaltung in Raum und Zeit. Der frühe Mensch wird, als Ausfluss seiner „äffischen“ Abstammung, in gelegentlicher wechselseitiger Beziehung zu ihn umgebenden Mitgliedern der Biozönose gestanden haben. – Im natürlichen System aus Jägern und Gejagten, in dem die Nahrungskonkurrenz mit Tieren um die vegetabilischen Nahrungsressourcen von dominierender Bedeutung gewesen sein wird.
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  • Mensch und Tier Eine paradoxe Beziehung Vorträge und Gespräche in Porta Westfalica-Süd – Evangelische Erwachsenenbildung 2012(25.10.2012)
  • Feuchtwiesen bedroht Dramatischer Vogelarten-Rückgang in den Auen/ Leistungen der Landwirte sollten mehr honoriert werden (10.10.2012)
  • Grüne verlangen mehr Geld für den Artenschutz Anlässlich der 11. Vertragsstaatenkonferenz (COP 11) über das „Übereinkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt“ (CBD) in Indien haben die Grünen ihre Forderungen nach einer ausreichenden Finanzierung des Artenschutzes bekräftigt. (09.10,2012)
  • 30 Milliarden Euro für den Artenschutz Neu Delhi (art) Im indischen Hyderabad hat gestern die elfte Artenschutzkonferenz begonnen. Vertreter aus 170 Ländern beraten dort über die Rettung der vom Aussterben bedrohten Arten. Unter Führung der Vereinten Nationen wollen die Vertragsstaaten bei der zwölftägigen Konferenz die hochgesteckten Ziele angehen, die sie sich vor zwei Jahren im japanischen Nagoya gesetzt hatten. Damals waren sie übereingekommen, bis zum Jahr 2020 den fortschreitenden Verlust der Tier- und Pflanzenarten zu stoppen. Doch bislang ist die Finanzierung nicht geklärt. (09.10.2012)
  • Tack betont Fortschritte beim Naturschutz entlang der Elbe (04.10.2012)
  • Grenze als Naturmonument München - Das 'Grüne Band' entlang der früheren innerdeutschen Grenze soll als nationales Naturmonument ausgewiesen und geschützt werden. Das fordert die Umweltorganisation BUND. Das fast 1400 Kilometer lange 'Grüne Band' ging aus den ungenutzten Flächen an der ehemaligen Grenze hervor. Es handele sich um 'einen zusammenhängenden Streifen wertvollster Biotope mit einzigartigen Rückzugsräumen für bedrohte Tiere und Pflanzen', betont der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Zwar stehe der 50 bis 200 Meter breite Streifen schon heute teilweise unter Naturschutz, aber zur Absicherung als Ganzes sei die Ausweisung als nationales Naturmonument notwendig. dpa... (04.10.2012) Weiter zum vollständigen Artikel ...
  • Bewahrung der Biodiversität (2010)

Rhinluch-Kraniche im Rekordversuch

Linum 21.10.12 Waren es zur letzten Bestandsermittlung "nur" knapp 60.000 Kraniche (offiziell: "57.925"), so ist in dieser Woche der Rastbestand im Oberen Rhinluch zwischen Kremmen und Linum zweifelsfrei weiter angewachsen. Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Auch tags- über verweilen zahlreiche Vögel in den engeren Schlafplatzbereichen - wie man am Lärmpegel erkennen kann, der sich wahrlich aus den fortwährenden Kontaktrufen der geselligen Vögel ergibt: Ein weit über zwei Kilometer bis zum Ort Linum hin gut vernehmbarer "Dauerlärm". Der heutige "vorgeschobene Posten" zur Kranichbeobachtung kam gegen 13 Uhr nahezu "gehörgeschädigt" aus dem Gelände zurück.

Es war heute interessant zu beobachten, dass im erstmals in der Saison herrschenden dichten Nebel frühmorgens kaum Flugbewegungen stattfanden; nur ganz Hungrige strebten den Nahrungsplätzen zu. Ab 10 Uhr setzte der Morgenausflug ein. Große Verbände zogen in unaufhaltsamer Folge in zumeist Keilformation in Richtung Süden. Die Hauptnahrungsplätze liegen derzeit wohl bei Kuhhorst, Sandhorst und weiter nach Süden Richtung Havelland, aber auch östlich von Kremmen. Bis nach 13 Uhr dauerte der Vorbeiflug der Formationen an. Rückkehr war dann ab etwa 17:30 Uhr (gestern kamen zahlreiche Trupps schon sehr viel früher zurück). Über den Nachmittag waren mehrmals auch Neuankömmlinge zu registrieren, die in großer Höhe ankamen und sich dann eilends den rufenden Artgenossen auf den Feldern und Wiesen hinzugesellten.

Der Kranichzug geht seinem Höhepunkt entgegen; nach Erfahrung der letzten Jahre würde in den nächsten ca. 10 - 14 Tagen das Maximum erreicht sein und der anstehende Weiterflug Richtung Süden mehr Abziehende als Neuankömmlinge ausmachen. Gegenüber der letzten Bestandserfassung (16.10.) sind zweifelsfrei erheblich mehr Kraniche zur Rast eingetroffen. Unsere heutige Schätzung liegt bei 75.000 Exemplaren der Vögel des Glücks. Ob der bisherige lokale (und wohl mitteleuropäische) "Rekord" von 80 - 85tsd. in deisem Jahr "geknackt" wird? Die kommende "Zählung" am 23.10. wird eine neue offizielle Zahl erbringen.

Das VsK lädt ein, einen Tipp abzugeben!

Wieviele Kraniche werden sich im Herbst 2012 maximal  (Tagesspitze) zur Rast im Oberen Rhinluch / Linum einfinden?


Bitte geben Sie Ihren Tipp mit Name und Anschrift über Kontaktfomular ein.

Auslobung:
Die drei der dann der offiziellen Zahl (der Naturschutzstation Oberes Rhinluch) am nächsten liegenden Tipps erhalten je einen großformatigen Bildband

WARMIA Ptasi Raj des polnischen Fotografen Andrzej Waszczuk

mit Fotos aus der Vogelwelt des vom Vogelschutz-Komitee geförderten Projektes unseres polnischen Partners PTOP in Queetz (Kwiecewo) unweit von Allenstein (Olsztyn), Masuren.

Tipps können abgegeben werden (je einmal pro TeilnehmerIn!) bis 29. Oktober 2012, 24:00 Uhr.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendungen ohne vollständige Anschrift nehmen nicht an der Preisvergabe/zusendung teil.
"Angabe der postalischen Anschrift in der Mitteilung ist erforderlich, da sonst im Falle des Gewinns keine Zusendung erfolgen kann."

Den Neie Feierkrop

Neues von unseren luxemburgischen Kollegen (27.09.2012):
Heute in der Lux. Satirezeitung "Den Neie Feierkrop" zur Jägerdomonstration in Düsseldorf meldet sich Grunzobald von Eber-Wildsau zu Wort
Halali und Tralala

Teutonische Jäger blamieren sich bis auf die Knochen

Letzten Samstag fand in Düsseldorf eine Großveranstaltung der teutonischen Jäger statt, um gegen die Reform des Jagdrechts und die Jurisprudenz in Sachen Zwangsmitgliedschaft in einem Jagdsyndikat zu protestieren. Der teutonische Jägerführer, ein gewisser Herr Gummersbach, fand, meiner schweinischen Meinung nach, die richtigen Worte, und winselte vom „Ende der Jagd“. Trotz dieser hoffnungsvollen Perspektive grunze ich mich froh, dass die Veranstaltung „10.000 Hörner“ vor dem Düsseldorfer Landtag, gerademal 300 teutonische Knallköpfe hinter dem Ofen hervorlockte, wobei 150 dieser Tuter imstande waren, in ein Horn zu blasen.

Luxemburger Jägerführer Knallgeorg Jacobs meldete sich zu Wort

Lustig war, dass laut Rheinische Post (24.09.12) ebenfalls 300 Tierschützer, teilweise als Füchse und Rehe verkleidet, mit munterem Rasseln, herrlichen Lautsprechern, und anklagenden Bildern von sterbenden Kitzen und Waschbären, die Knallköpfe übertönten. „Wer ein Tier tötet, sollte genauso bestraft werden wie jemand, der einen Menschen tötet“, meinten sie, was ich als Vegetarier natürlich nur unterstützen kann. Auch fand ich es lustig, dass diese teutonischen Knallköpfe unseren politisch erfolglosen „Chefjäger“ Knallgeorg Jacobs als Redner engagiert hatten. „Das Gesetz ist eine Vergewaltigung des gesunden Menschenverstandes“, grunzte er, richtig rebellisch, vor seinem kleinen Häuflein von Unverbesserlichen.

Wir Wildschweine finden jedenfalls, dass unsere armen Jäger viel mehr an solchen sinnlosen Tutereien teilnehmen sollten. Denn dann haben wir Wildschweine unsere Ruhe und werden nicht mehr von diesen gemeingefährlichen Hochsitzfurzern belästigt.

Ihr Grunzobald von Eber-Wildsau