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Stoppt den Hundefleischverzehr in Südkorea

Stoppt den Hundefleischverzehr in Südkorea

Projekt: Stoppt den Hundefleischverzehr in Südkorea
Die erste Petition direkt aus Südkorea
Jetzt beginnt der offizielle Kampf
Please sign petition against dog meat consumption

Wir hatten in mehreren Berichten die Vorinformationen geliefert und auf unsere bevorstehende Kampagne hingewiesen. Mit dem heutigen Tag beginnt RTN sie mit einer Petition, die in Südkorea gestartet wurde. Dadurch sind wir nicht die europäischen Besserwisser, die Schweine essen aber Hunde verbieten. Es geht darum, dass Hunde und Katzen auf schrecklichste Art und Weise zu Tode gequält werden. Die Südkoreaner haben RTN und andere Organisationen um Unterstützung gebeten, damit wir den Horror gemeinsam beenden.

Jährlich werden in Südkorea zweieinhalb Millionen Hunde aufgehängt, mit Elektroschocks oder Holzprügeln möglichst grausam und möglichst langsam zu Tode gequält. Das passiert aus zwei Gründen. Viele Südkoreaner sind dem Mythos verfallen, dass das Fleisch eines Tieres umso schmackhafter ist je mehr es leidet. Denselben Effekt sehen sie bei medizinischen Präparaten, die z.B. aus Katzen hergestellt werden. Jedes Jahr werden Hunderttausende von Katzen in Jutesäcke geschnürt und lebendig in kochendes Wasser geworfen.

Trotz der hoch erscheinenden Zahl von Hunden und Katzen ist der Verzehr der Tiere bei weitem nicht als repräsentativ zu betrachten. Man kann es fast schon als Lifestyle bezeichnen, der sich nach dem Koreakrieg immer stärker etablierte. Die Gerichte sind relativ hochpreisig und eine kriminelle Gemeinschaft von Züchtern, Händlern, Metzgern und Restaurants macht den Reibach.

2018 finden die Olympischen Winterspiele in Südkorea statt. Die vorläufigen Sponsoren stehen fest. Coca Cola, Acer, Atos, Dow, GE, McDonalds, Omega, Panasonic, P&G und Visa. Die Vorverträge sind unterzeichnet, aber es sind noch keine Gelder geflossen. Mit der aktuellen Petition fordern wir die Firmen auf ihr Sponsorship zurückzuziehen. Das ist unser Warnschuss und läuft in ca. 30 Ländern gleichzeitig an. Anschließend nehmen wir uns die einzelnen Firmen vor und erhöhen ständig den Druck. So lange, bis in Südkorea die Hunderestaurants und Hundemetzgereien geschlossen sind.


Hier geht’s zur Petition (einfach ausfüllen und mit einem Klick auf „Sign“ unterschreiben):

https://www.change.org/petitions/coca-cola-acer-atos-dow-ge-mcdonalds-omega-panasonic-p-g-visa-withdraw-your-sponsorship-of-pyeongchang-2018-winter-olympics-in-s-korea?utm_campaign=autopublish&utm_medium=facebook&utm_source=share_petition

Nachruf Dr. Inge Jaffke


Dr. Inge Jaffke Nachruf

In stillem Gedenken verneigen wir uns und nehmen Abschied

Dr. Ingeborg Jaffke

13.11.1925 – 31.10.2012

Gründungsmitglied und Ehrenpräsidentin des Vogelschutz-Komitee e.V.

hat in gesegnetem Alter nach kurzer Krankheit diese Welt verlassen.

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Die gebürtige Berlinerin hat nach ihrem Studium der Zahnmedizin in Göttingen sich der Kieferorthopädie gewidmet und dann in Hamburg die dortige Praxis Ihres Vaters weitergeführt. Ihr Leben hatte sie aber dem Tier- und Naturschutz verschrieben und sich ganz besonders um den Vogelschutz bemüht und verdient gemacht. Aus der von ihrem Vater begründeten Gesellschaft für Tier- und Lebensschutz hat sie 1975 zusammen mit ihr verbundenen Vogelschützern in Hamburg das Komitee gegen den Vogelmord gegründet.

Schon zuvor hatte sie mit ihren Verbündeten Helmut Schlitte und Dr. Dr. Klaus Sojka in einem erfolgreichen Rechtsstreit das Verbot der damals praktizierten Begasung der Fuchs- und Dachsbaue in den heimischen Wäldern erwirkt. Forthin richtete sich die Zielsetzung ihrer Tätigkeit vorrangig auf den Schutz freilebender Vögel vor jeglicher Verfolgung, ob durch Jäger, Wilderer oder Tierfänger und Vogelhändler. Die Tätigkeitsspanne reichte vom individuellen Schutz für einen im Käfig gehaltenen Vogel bis hin zum Artenschutz und Biotopschutz für alle Vogelarten. Dr. Inge Jaffke machte da keinen Unterschied, vor ihr waren alle Geschöpfe gleich.

Auch als das Fangen von Vögeln für die Haltung in Gefangenschaft noch zulässig war, zog sie dagegen zu Felde. „Ein Käfig ist kein Lebensraum“ war ihre innerste Auffassung; weshalb sie maßgeblich initiativ war an den sich einstellenden Änderungen der Rechtsvorschriften. Es gelang ihr, in der ihr ganz eigenen Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit, immer wieder Fachleute aus den einschlägigen wissenschaftlichen Disziplinen zu gewinnen und ihnen hoch qualifizierte Fachbeiträge und Expertisen abzugewinnen, mit denen sie den immer wieder ihr entgegen gestellten Behauptungen Paroli bot und die von Vogelhaltern geltend gemachten „Nachzuchten“ als vielfach unwahr entlarvte. In langwierigen Recherchen deckte sie Unwahrheiten aus den Kreisen sogenannter Vogelzüchter auf und sie selbst hat so manchen Vogelhändler entlarvt, der illegal gefangene Wildvögel feilbot. – Sie hat den Kampf gegen die Vogelhändlermafia nicht gescheut; auch wenn es wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel erschien – dessen Ausgang sie nun leider nicht mehr mit erleben kann.

Mit einer von ihr initiierten Fachtagung „Illusion der Arche Noah – Gefahren für den Artenschutz durch Zucht in Gefangenschaft“, zu der sie eine Reihe renommierter Fachleute als Referenten und Autoren der späteren Kongress-Publikation gewonnen hatte, bewirkte sie helle Aufregung in der Welt der Zoos und sonstigen Tierhaltungen. Die Diskussion dazu ist heute noch im Gange, viele der damals aufgezeigten Gefahren haben sich (leider) so bewahrheitet.

Einen Schwerpunkt der von Dr. Inge Jaffke geleisteten Vogelschutzarbeit bildeten, nachdem die EG-Vogelschutz-Richtlinie 1979 die Handhabe bot, die von ihr initiierten Kampagnen gegen die Vogelwilderei in Italien. Der Slogan „Kein Urlaubsort wo Vogelmord“ wurde weithin bekannt. – Und hat seiner Urheberin nicht nur Bekanntheit verschafft sondern auch Respekt bei der wachsenden Zahl ihrer Kontrahenten. Er hat viel bewirkt; zwar weniger in der eigenen Heimat oder in der avisierten Tourismusbranche. Aber sie erreichte Italiens Vogelfreunde, die sich dann in den Folgejahren mehr und mehr formierten und mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung der unnachgiebigen Vogelschützerin zunehmend erfolgreich gegen die Vogelstellerei der italienischen Wilderer vorgehen konnten.

Darüber hat Dr. Inge Jaffke aber nicht die heimische Vogelwelt vergessen: Der seinerzeit noch legale Abschuss von alljährlich zehntausenden Wildgänsen, Wildenten und anderen Wasservögeln (sowie Seehunden) bei der Jagd im Watt der Nordsee (die sie so sehr liebte, dass sie jedes Jahr mehrere Wochen auf Sylt zubrachte) war ihr total zuwider und ließ sie nicht ruhen. Was wundert es, dass ihre „Handschrift“ im 1985 realisierten Jagdverbot für das Gebiet des deutschen Wattenmeer zu finden ist!

Auch die Bedeutung des Bioptopschutzes als wesentlich tragende Säule des Vogel- und Naturschutzes hat die rastlose Vogelschützerin nicht verkannt; sie hat den Erwerb eines gut 70 ha großen Teichgebiets bei Raisdorf (Schleswig-Holstein) realisiert, das bis heute ein wichtiges Vogelschutzgebiet darstellt. Aber Dr. Inge Jaffke war für mehr große Taten geschaffen! Sie hat, dank der hervorragenden und qualifizierten Ausstattung mit Fachwissen durch die ihr stets kompetent zur Seite stehende Fachleute, in erheblichem Maße die europäischen Rechtsvorschriften der Vogelschutz-Directive (1979) mit beeinflusst, auf der bis heute der EU-Naturschutz aufbaut. Auch in die Gestaltung der Regelungen zum internationalen Handel mit geschützten (Vogel-) Arten hat sie sich eingebracht. Unter Ihrer Führung wurden allein in Deutschland über 450.000 Unterschriften gesammelt, die sich gegen den Import von Wildvögeln aussprachen. Diese wurden im Herbst 1996 dem damaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments MdEP Hänsch in Straßburg übergeben, wohin Dr. Inge Jaffke mit einer kleinen Delegation gereist war.

Die fand dann aber statt, aus ihrem neuen Wirkungsfeld heraus. Denn nach erheblichen Differenzen in der Führung des von ihr mit-begründeten KgV wurde sie (zusammen mit dem langjährigen Schatzmeister und ebenfalls Gründungsmitglied Helmut Schlitte) in einer sehr merkwürdig verlaufenden Mitgliederversammlung nicht nur „abgewählt“ und ihrer Geschäftsführung verlustig. Wenige Tage später rückte dann bereits ein Umzugskommando aus Bonn bei ihr an und räumte die von ihr so lange geführte Geschäftstelle in Hamburg. Sie, Schlitte und andere Mitglieder des Vereins wurden danach sogar von der Mitgliedschaft ausgeschlossen – was Dr. Inge Jaffke sich in der ihr eigenen Hartnäckigkeit natürlich nicht bieten ließ sondern durch Anrufung des Gerichts die vormalige Mitgliedschaft im von ihr über mehr als zwei Jahrzehnte geführten und geprägten Verein wiederhergestellt hat. – „Der Ordnung halber“, wie sie meinte!, wobei manch anderer wohl ob der ihm zugefügten Schmach eher die Flinte in´s Korn geworfen hätte, um sich nur noch privaten Dingen zu widmen. – Immerhin liebte sie Musik, ging öfters in´s Konzert und wusste sich auch sonst schöngeistig und anspruchsvoll zu beschäftigen.

Doch, Dr. Inge Jaffke wäre nicht Inge Jaffke gewesen, hätte sie sich auf´s Altenteil verweisen lassen: Schon eine Woche nach dem Vorstandsdebakel war sie (zusammen mit anderen Getreuen wie Helmut Schlitte usw.) Mitbegründerin des heutigen VsK Vogelschutz-Komitee e. V., mit Sitz in Hamburg. Rüstig und unverzagt wie sie war, nahm sie neue Aufgaben auf sich und lenkte die Geschicke ihres neuen „Sprösslings“. Mit einer maßgeblichen Hilfe aus ihrer Privatschatulle verhalf sie dem Vogelschutz-Komitee zu einem guten Start in eine neue Zukunft ihrer eigenen Vogelschutz-Arbeit, in die sie sich auch mit all ihrem Wissen, Kenntnissen und so mancherlei Detail um „Personalia“ in den Verbänden, Behörden und Organisationsebenen einbrachte. Ihr wichtigstes „Kapital“ trug sie im Kopfe. Sie kannte fast jeden … und jeder kannte Sie. Wenngleich sie im Lager der Vogelfänger,- halter und –händler, bei Jägern und Anglern und alle jenen, denen Sie „auf die Finger klopfte“ nicht unbedingt Freunde hatte, so fand sie doch überall Respekt. Die von ihr präsentierten Expertisen, Forderungskataloge usw. hatten immer Hand und Fuß – und sie war niemals zu irgendwelchen faulen Kompromissen bereit; sie war nicht käuflich dafür aber unerschrocken und zäh! Das alles, ohne selbst viel öffentliche Reden zu halten. – „Eine bemerkenswerte Frau“ äußerte sich einmal ein Sitzungsteilnehmer.

Dabei war Dr. Inge Jaffke, sonst ja „nicht auf den Mund gefallen“,. Es war ihr aus ihrem Wesen heraus nicht daran gelegen, in der Öffentlichkeit sich durch besondere Auftritte zu präsentieren. Sie scheute sich, was vielleicht ab und an hätte sein müssen…. , Reden zu halten. Das überließ sie lieber anderen, lauschte dafür umso aufmerksamer! Aber sie war stets an vorderster Front dabei; so auch als es im Europäischen Parlament zur Abstimmung kam über die Neuregelung der Vorschriften zum Import geschützter Vogelarten. Ihre langjährige Freundin und Verbündete MdEP Undine von Blottnitz stritt damals heftig mit ihren Parlamentskontrahenten; sie war von Inge Jaffke fachlich gut präpariert worden. Dass es nicht ganz so ausging wie erhofft, lag an der zu knappen Zeit, in der Parlamentarier für den Schutz der Vögel gewonnen werden konnten. Dennoch ließ sich eine Dr. Inge Jaffke nicht verdrießen – es ging für sie immer nur vorwärts!

So hat sie 1997 die Kontakte nach Spanien geknüpft, woraus sich dann die Aktivitäten des Vogelschutz-Komitee gegen die Vogelwilderei in Katalonien entwickelt haben. Zweimal war sie selbst mit vor Ort, um in den großen Fanganlagen (“Barracas“) eingefangene Vögel zu retten. Sie war Befürworter des Landerwerbs, um auf den dann Eigentumsflächen des Vogelschutz-Komitee die Vogelfängerei, heute der gesamten Jagdausübung („Fin de Coto“), zu unterbinden. Was sie gleichermaßen erfreut hat wie der nach jahrelangen Mühen ziemlich rasch sich einstellende Erfolg der Kampagnen: Das weitestgehende Ende der Vogelfängerei in Katalonien.

Nicht mehr selbst teilnehmen konnte sie an den Aktionen gegen die Vogelwilderei auf Zypern. Doch auch dazu hat sie ihre volle Unterstützung gegeben. Jeder gerettet Vogel war für sie ein Erfolg und ein Schritt auf dem mühevollen Weg zu ihrem Ziel. So wie sie auch im Kleinen für jeden Vogel das Beste suchte, wie z. B. bei den Unternehmungen gegen die „Finkenmanöver“, die „Buchfinken-Gesangswettbewerbe“ im Harz. Auch da war sie anfänglich in der vorderen Reihe mit dabei, als wir vom Vogelschutz-Komitee mit anderen Verbündeten vor Ort demonstrierten und die tierquälerischen Veranstaltungen Stück für Stück zum Erliegen brachten. Als wir seinerzeit in Benneckenstein von gedungenen Schlägern attackiert wurden, erlitt Inge Jaffke einen Handgelenksbruch. Den nachfolgenden Verband hat sie mit Stolz getragen und als ihr persönliches Opfer für die gequälten Vögel betrachtet, die ihr ganzes Leben in den engen Käfigen leiden müssten… .

Dass sie oft ungeduldig war, wenn sich Dinge in Verhandlungen zäh hinzogen oder gar die Widersacher aus oftmals vordergründigen Entscheidungen heraus triumphierten, lag in ihrer Natur. Aber Dr. Inge Jaffke gab nie auf. – Außer in den letzten Jahren, als es mühevoller für sie wurde und, einer nach dem anderen, ihre alten Weggefährten nicht mehr da waren. Früher war sie selbst sehr viel gereist, hat so viele Gebiete mit ihrer vielfältigen Vogelwelt besucht; „dabei kenne ich die meisten Vögel gar nicht, aber sie sind alle so wunderbar und schön ….“, hat sie mir mal während einer Schilderung einer solchen Reise gestanden. Zumeist hat sie sich dazu fachkundig geführten Exkursionen angeschlossen, die sie überall im Lande miterlebt hat, die sie an die geliebte Nordsee geführt haben und rund um die halbe Erdkugel … bis hin in die Antarktis. Dass aber zunehmend ihre alten Exkursionsbekanntschaften sich auflösten, das hat ihr wohl sehr zugesetzt: „… ist ja kaum noch einer da“, klagte sie in einem unserer letzten Telefonate. Es lockte sie irgendwann nicht mehr, große Reisen zu unternehmen. Und sie zog sich immer mehr zurück. Der Alltagstrubel war ohnehin nicht ihre Sache, sie liebte es mehr, für sich zu sein und zog dem den telefonischen Kontakt im weitreichenden Bekanntenkreis vor. Aber sie zog sich auch zunehmend aus dem Geschehen um den Vogelschutz in Deutschland und Europa, dem sie ihren Stempel eingeprägt hat.

Dr. Inge Jaffke war eine geradlinige, zielstrebige Frau, unnachsichtig gegenüber allem, was den Vögeln abträglich war, großzügig wenn es darum ging, den geliebten Vögeln zu helfen, ganz gleich ob seltener Wanderfalke oder „ihre“ Tauben auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Sie hatte sich ein reiches, fachlich fundiertes Wissen zugelegt, auf das nicht mehr zurückgreifen zu können sehr bedauerlich ist. Aber, sie hat auch ihr Gedankengut weitergegeben, sie hat viele Menschen für den Vogelschutz begeistert und gezeigt, dass man viel erreichen kann.

Das Vsk Vogelschutz-Komitee e.V. hat sie deshalb schon längst zur Ehrenpräsidenten ernannt und in ihrem Sinne ihr Werk weitergeführt unter der obersten Prämisse: fachlich fundiert, geradlinig und ohne faule Kompromisse für die Vögel eintreten.

Dr. Inge Jaffke hat auch uns ihren „Stempel aufgedrückt“; darauf sind wir stolz und werden nicht nur ihr Andenken in Ehren halten sondern in ihrem Sinne weiter für die Vögel, ihre Lebensräume und alle zugehörigen Organismen eintreten.

Die letzte Ruhe hat ihre Urne außerhalb von Hörnum am 19. November 2012  im Wattenmeer vor Sylt gefunden.

Göttingen, den 06. Januar
Dr. Eberhard Schneider, Präsident





 

OFFENER BRIEF zur 2. und 3. Lesung der Änderungen des Bundesjagdgesetzes im Deutschen Bundestag

OFFENER BRIEF zur 2. und 3. Lesung der Änderungen des Bundesjagdgesetzes im Deutschen Bundestag

 

Sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete,

in vorgenannter Angelegenheit zeige ich Ihnen die Vertretung von zahlreichen Grundstückseigentümern an, welche die Jagd auf ihren Grundflächen aus ethischen Gründen ablehnen.

Ende Februar 2013 sollen Änderungen des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) in Zweiter und Dritter Lesung vom Deutschen Bundestag beschlossen werden.

Der Grund für diese Gesetzesänderung ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.06.2012. Danach verstoßen Regelungen des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK). Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer gegen ihren Willen zwangsweise Mitglied in Jagdgenossenschaften sind und damit die Jagd auf ihrem Eigentum dulden müssen.

BMVL-Gesetzesentwurf torpediert Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ganz massiv

Zwar sieht der Kabinettsentwurf, der unter massiver Einflussnahme der Jagdverbände zustande gekommen ist, vor, dass Grundeigentümer von Flächen, die einem gemeinschaftlichen Jagdrevier angehören, einen Antrag stellen können, damit ihr Eigentum jagdrechtlich befriedet wird. Allerdings sollen hohe finanzielle Hürden und ein aufwändiges Antragsverfahren, in dem auch die Jagdgenossenschaft, Jagdpächter und angrenzende Grundeigentümer mitreden dürfen, den Jagdgenossen in der Praxis davon abhalten, das in der Europäischen Menschenrechtskonvention garantierte Menschenrecht auf Eigentum auch wahrnehmen zu können. Und falls die Behörde dem Antrag des Grundeigentümers tatsächlich stattgibt, heißt das immer noch nicht, dass auf dem Grundstück tatsächlich nicht mehr gejagt werden darf.

Gesetzesentwurf knüpft die Geltendmachung von Menschenrechten an große finanzielle Nachteile

Hohe finanzielle Hürden sollen den Jagdgenossen offenbar davon abhalten, sein in der Europäischen Menschenrechtskonvention garantiertes Menschenrecht auf Eigentum auch wahrnehmen zu können.

So soll der Eigentümer der befriedeten Fläche eine Entschädigung an den Jäger zahlen, wenn der Jagdpachtvertrag noch nicht abgelaufen ist. Man muss somit in Deutschland Geld an nichtstaatliche Personen bezahlen, um sein Menschenrecht aus der Europäischen Menschenrechtskonvention (EGMR) wahrnehmen zu können. Dies ist wirklich skandalös!

 

Auch für Wildschäden auf benachbarten Grundstücken soll der Eigentümer der befriedeten Fläche mithaften. Dabei weist die Wissenschaft darauf hin, dass Wildtiere ihr Futter vor allem den Ruhezonen entnehmen. Dies wird den Bundestagsabgeordneten jedoch verschwiegen. Stattdessen wird in der Begründung zu den Änderungen des Bundesjagdgesetzes ausschließlich Jägerlatein aufgeführt, damit der Ersatz von Wildschäden gerechtfertigt werden kann, um austrittswillige Jagdgenossen von der Geltendmachung ihres Menschenrechtes abzuschrecken.

 

Gesetzesentwurf sieht Wartezeit bis zu neun (!) Jahren vor, damit Menschenrechte wahrgenommen werden können

 

Einen erneuten Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention stellt der beabsichtigte § 6a Abs. 2 BJagdG dar. Hierin wird geregelt, dass die jagdrechtliche Befriedung grundsätzlich erst mit Wirkung zum Ende des Jagdpachtvertrages erfolgen soll. Hierbei soll den Grundstückseigentümern zugemutet werden, eine Zeitspanne bis zu neun (!) Jahren in Kauf zu nehmen, in der sie die Jagd auf ihrem Eigentum gegen ihren Willen und entgegen ihrer ethischen Gewissensentscheidung weiter dulden müssen. Diese Regelung wird, sofern sie tatsächlich verabschiedet wird, eine Flut von neuen Hauptsacheklagen und gerichtlichen Eilverfahren mit sich bringen.

 

Gesetzesentwurf enthält eine Reihe von Regelungen, welche die Jagd auf dem Grundstück gegen den Willen des Eigentümers de facto weiter ermöglichen

 

Ein Grundstückseigentümer, der die Jagd ablehnt, kann das Ruhen der Jagd aus Gewissensgründen zwar beantragen - aber das heißt noch lange nicht, dass seinem Antrag auch tatsächlich stattgeben wird.

 

Der vorliegende Gesetzesentwurf räumt den Behörden nämlich ein Ermessen ein, ob sie dem Antrag stattgeben oder nicht. Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gibt es aber kein solches Ermessen. Denn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat bereits sämtliche öffentlichen Interessen mit dem Eigentumsrecht des Grundeigentümers abgewogen hat und ist dabei eindeutig zu dem Ergebnis gekommen, dass die Verpflichtung des Grundstückseigentümers zur Duldung der Jagd gegen das Eigentumsrecht der Konvention verstößt - ohne Wenn und Aber.


Der gegenwärtige Gesetzesentwurf ist daher ein Wenn-und-Aber-Gesetzesentwurf, der nicht ansatzweise das umsetzt, was der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dem deutschen Gesetzgeber aufgegeben hat.

Aber es geht noch weiter:

So heißt es in den Erläuterungen zum Gesetzesentwurf, dass das Grundstück eines ethischen Jagdgegners nicht befriedet wird, "wenn die Befriedung die Durchführung einer Bewegungsjagd im betroffenen Jagdbezirk unzumutbar erschweren würde." Dies würde ohne Wenn und Aber erneut eine Verletzung von Artikel 1 Protokoll Nr. 1 (Schutz des Eigentums) zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) darstellen.

Gleiches gilt für die im beabsichtigten § 6a Abs. 8 BJagdG geregelte Wildfolge, die den Jägern in der Praxis einen Freibrief erteilt, um auf den Grundflächen der ethischen Jagdgegner auch nach der Gesetzesänderung zu jagen.

Gleiches gilt für das im beabsichtigten § 6a Abs. 9 BJagdG geregelte Aneignungsrecht des Jägers, das einen enteignungsgleichen Eingriff darstellen dürfte, da sowohl das Jagdausübungsrecht als auch das Jagdrecht nach den Erläuterungen zum Gesetzesentwurf dem Eigentümer der befriedeten Fläche zusteht.

Kein Antragsrecht für Stiftungen und Verbände

Nach dem gegenwärtigen Gesetzesentwurf haben juristische Personen kein Antragsrecht, selbst wenn deren satzungsgemäßer Zweck die Erhaltung des natürlichen Lebensraumes und/oder von Wildtieren ist. Sämtliche Stiftungen und Vereine werden somit von dem Antragsrecht ausgeschlossen, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ausdrücklich auf das Eigentumsrecht der Konvention abgestellt hat. Dies wird etliche Folgeverfahren bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit sich bringen. Entsprechende Gerichtsverfahren sind in Deutschland bereits anhängig.

 

Geplante Änderung des Straftatbestandes der Jagdwilderei ist ein besonderes Geschenk an die Jagdlobby

 

Ein ganz besonderer Ausdruck des Kniefalls des BMVL vor der Jagdlobby ist aber vor allem die Neuregelung des strafrechtlichen Tatbestandes der Jagdwilderei gemäß § 292 StGB. Im beabsichtigten § 292 Abs. 3 StGB wird geregelt, dass eine Strafbarkeit wegen Jagdwilderei auf Flächen von ethischen Jagdgegnern entfällt. Ein Jäger, der "aus Versehen" oder sogar vorsätzlich auf der Fläche eines ethischen Jagdgegners die Jagd ausübt, macht sich somit nicht wegen Jagdwilderei strafbar.

 

Wenn es jedoch keine Straftat nach § 292 StGB darstellt, wenn ein Jäger das befriedete Grundstück eines ethischen Jagdgegners betritt und dort Tiere tot schießt, was soll den Jäger dann davon abhalten, dies zu tun?

 

Änderung des Bundesjagdgesetzes würde erneut eine Flut von Klagen bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte provozieren

 

Der Gesetzesentwurf der Jagdlobby wirft somit ein Sammelsurium von noch ungeklärten Rechtsfragen auf. Zusammengefasst wären diese:

  • Antragsrecht für Stiftungen und Vereine, deren satzungsgemäßer Zweck die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Wildtiere ist,
  • Antragsrecht für Eigentümer von Eigenjagdrevieren,
  • Zeitpunkt der jagdrechtlichen Befriedung,
  • Wildschadensregelungen,
  • Wildfolgeregelungen,
  • Aneignungsrecht,
  • Verfassungskonformität des neuen § 292 StGB,
  • Anforderungen an den Gefahrenbegriff bei Anordnung der Jagd auf befriedeten Flächen,
  • sachliche Zuständigkeit der Jagdbehörden bei vorgeblich drohenden Wildseuchen,
  • sachliche Zuständigkeit der Jagdbehörden bei vorgeblicher Schädlingsbekämpfung.

 

Sollte dieses Gesetz so verabschiedet werden, müssten jagdkritische Grundeigentümer erneut vor die Gerichte ziehen - bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

 

Postulierte Notwendigkeit der Jagd widerspricht den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft

 

In der Begründung des vorliegenden Gesetzesentwurfs wird zudem ausschließlich Jägerlatein angeführt, das jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Es wird die angebliche Notwendigkeit der Jagd postuliert, ohne hierfür auch nur ansatzweise wissenschaftliche Belege anzuführen. Die wissenschaftlichen Langzeitstudien und Untersuchungen, die es hierzu gibt und die genau zur gegenteiligen Auffassung gelangen, werden hingegen in den Erläuterungen zum Gesetzesentwurf arglistig verschwiegen. Andernfalls könnte ja der Fall eintreten, dass der eine oder andere Bundestagsabgeordnete den Gesetzesentwurf kritisch hinterfragt. Ein derartiger parlamentarischer Prozess des Für und Widers soll damit wohl bereits im Keim erstickt werden.

 

Darf in Deutschland jede Lobby tun, was sie will?

 

Der vorliegende Gesetzesentwurf ist eine schallende Ohrfeige für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und für alle aufrechten Bürger, die in Deutschland noch an ethische und demokratische Werte glauben.

 

Ich bitte Sie daher, den geplanten Änderungen des Bundesjagdgesetzes nicht zuzustimmen. Es kann nicht sein, dass die Jägerlobby über die Grenzen der Europäischen Menschenrechtskonvention bestimmt und die Gewissensentscheidung von Grundstückseigentümer ohne jegliche wissenschaftliche Rechtfertigung mit Füßen treten darf.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Rechtsanwalt

Dominik Storr

Erlacherstraße 9

97845 Neustadt am Main OT Erlach

Telefon: +49 (0) 9393-99320-3

Telefax: +49 (0) 9393-99320-9

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Internetauftritt: www.buergeranwalt.com

Protokoll und Stellungnahme zu den Vorfällen vom 5.+ 6.1.2013 im Natur/EU-Vogelschutzgebiet Hatzumer

Protokoll der Gänsewachtgruppe Rheiderland zu den Ereignissen vom 5.+ 6.1.2013 im Natur/EU-Vogelschutzgebiet Hatzumersand

Gänsewachtbericht vom Samstag 05.01.2013
Ankunft in Rorichum gegen 8.00 Uhr. Mit dabei: erst 4 dann 5 Personen der Gänsewacht

 

Nachdem uns nach und nach 4 Autos Binnen- und Außendeichs auffielen und wir zudem um die 10 Jäger im Schilf sahen ist einer der Gänsewächter zu 2 auf dem Teekabfuhrweg stehende Jägern gelaufen. Da die Autos der Jäger allesamt auswärtige Kennzeichen hatten machte der GW sie darauf aufmerksam dass Bless- und Nonnengänse NICHT geschossen werden dürfen und die GW im Falle einer Zuwiderhandlung diese zu einer Anzeige bringen würden. Bei diesen beiden Jägern handelte es sich wohl um Jagdtouristen aus dem Münsterland.
Der vorher angesprochene Jäger der sich scheinbar durch die Gänsewacht, die mittlerweile zu zweit dort auf dem Deich stand, beobachtet fühlte wiederholte wohl aufgrund mangelnder Eloquenz mantramäßig den Satz: Das ist ne Seuchewobei nicht klar war ob er die Gänsewacht oder die Gänse meinte.
Ein anderer Mitarbeiter der Gänsewacht ging indes zu einem anderen Teilnehmer der Jagdgesellschaft da dieser sich auch gerade auf den Weg aus dem Schilfgürtel zurück zum Deich machte. Auf die Frage ob sie denn den für die Wasservogeljagd vorgeschriebenen Jagdhund dabei hätten wurde diese Frage bejaht und zum Beweis ein Hund über den Zaun gehoben, der zu der Überquerung aus eigenen Stücken wohl aufgrund seines betagten Alters nicht in der Lage gewesen wäre. Die Frage ob ein Hund in dieser Konstitution für die enorme Jagdstrecke von mehr als 1 Kilometer und 10 Jägern ausreichen würde, konnte nicht abschließend geklärt werden. Außerdem gäbe es am anderen Ende noch einen Jagdhund. *
Inzwischen war auch ein zweiter GW bei den Jägern angekommen. Der GW fragte, ob es möglich sei, bei so einer Finsternis den Unterschied zwischen Nonnengänsen und andere Arten zu erkennen. Darauf kam der Jäger bedrohlich nahe auf den GW zu, laut sein Unfug über die seuchenhafte Ausbreitung der Gänse äußernd. Der GW bat den Jäger ruhig zurückzutreten, weil er dass unangenehm fand. Der Jäger weigerte sich. Nach einem vagen vergleichenden Gefasel über Angler ging der Jäger zum Wagen, bei dem seine Kollegin bereits wartete. Der 1. GW wünschte dem Jäger Noch ein schönen Tagder Jäger reagierte mit Den wünsch ich dir nicht!

 

Die Jäger hatten ihre Jagd beendet und sammelten sich mit ihrem Fuhrpark an einer Stelle, wo auch die Gänsewächter mit ihrem Equipment standen. Einer der Gänsewächter machte nachdrücklich darauf aufmerksam, wie schädigend die Jagd im Naturschutzgebiet sei, nach weiteren 5 minütigem Gespräch ohne Inhalt fuhren die Jäger dann davon, nicht ohne den Versuch, den Gänsewächtern die Ausfahrt durch die mit Gittern versperrten Wege zu vereiteln.
Gegen 16 Uhr am selben Tag waren die Gänsewächter wieder am Deich in Rorichum. Kurz darauf erschien die komplette Jagdgesellschaft, die auch schon am Vormittag vor Ort war. Sie fingen jedoch nicht an zu jagen, da sie sich offensichtlich bei ihrem Tun beobachtet fühlten. Nach ca. 45 Minuten fuhr der Jagdorganisator zu dem Tor, vor dem auch der Wagen der GW geparkt war. Dort verharrte er ca. 30 Minuten, bis die von ihm informierte Polizei kam. Die zwei Polizisten- von denen die Kollegin XXXuns klar machte, das eine vernünftige Kommunikation nicht in ihrem Interesse lag und sie mit ihrem Verhalten daher eher provozierend anstatt deeskalierend auftrat, war es in unserem bürgerlichen Interesse, sicherzustellen, ob sie auch die Person war, die sie vorgab zu sein und forderten Frau XXX (?) auf, ihren Dienstausweis zu zeigen, damit wir - bei nicht vorhersehbaren Vorkommnissen - sicher gehen konnten, dass wir auch wirklich gegen die richtige Person eine eventuelle Beschwerde einreichen würden.
Auch nach mehrmaligem Fordern einer der GW weigerte Frau XXX(?) sich, ihren Dienstausweis zu zeigen, was in dieser Situation nicht gerade hilfreich war.
Das die Situation dank Frau XXX(?) Verhalten nicht außer Kontrolle geriet, war auf die Besonnenheit der Gänsewächter und das freundliche deeskalierende Verhalten ihres Kollegen Herrn XXXXXX zurück zu führen.
Die Polizisten Frau XXX (?) und Herr XXXXXXkamen zu uns und sagten, wir wären wegen Beleidigung angezeigt worden. Auf unsere Nachfrage, wann das gewesen sein solle (da wir uns seit 15 Stunden keinen Zentimeter bewegt und wir auch mit niemanden gesprochen hatten) wurde uns mitgeteilt, dass das nun gerade und auch am Vormittag gewesen sei. Beispielsweise sei eine 18jährige, und damit volljährige Jagdteilnehmerin, als Kind betitelt worden. Auch sei das Wort Mensch gefallen und als Beleidigung aufgefasst worden.
Nachdem unsere Personalien festgestellt wurden, fragte eine GW ob wir einen Platzverweis bekommen würden oder ob wir wieder zurück auf den Deich dürften. Einstimmig erklärten uns beide Polizeibeamte, dass wir keinen Platzverweis bekommen hätten und natürlich wieder zurück auf den Deich könnten.
Nachdem die offizielle Jagdzeit zu Ende war und die Jäger abgefahren waren, wurde die Gänsewacht gegen 18.30 Uhr beendet.

 

Gänsewachtbericht vom Sonntag06.01.2013


Ankunft in Rorichum gegen 8.00 Uhr. Mit dabei: 4 Personen der Gänsewacht.


Als wir über die Deichzuwegung zum Deich fahren wollten, wurde uns der Zugang von dem Jagdpächter XXXXX versperrt. Er wollte uns weder mit dem Wagen noch zu Fuß durchlassen.
Er sei seit gestern abend der Jagdpächter, da er das Gelände vom zuständigen Schäfer gepachtet hätte.
Nach einer fruchtlosen Diskussion (er sei derjenige, der von Naturschutz Ahnung habe, das ist ne Seuche) und einigen oskareifen Scheinanrufen bei der Polizei, rief die GW letztendlich selber die Polizei, weil ihr der Zugang zum Deich, und somit die Möglichkeit, eventuelle Jagdvergehen zu protokollieren und zu dokumentieren, verwehrt wurde. Zudem wurde von der GW beobachtet, dass Schüsse abgegeben wurden, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt ausschließlich Blessgänseschwärme in der Luft befanden und dennoch ungehemmt geschossen wurde.
Zwei Polizisten aus Leer kamen dann auch nach einiger Zeit. Sie informierten sich über den Sachstand und unsere Befürchtungen, dass bei der Jagdausübung geschützte und nicht jagdbare Gänse, sei es aus Nichtwissenheit oder auch nicht, geschossen werden. Während des Gesprächs fielen fast pausenlos Schrotschüsse.
Die Polizisten fuhren dann mit dem Jagdpächter aber leider OHNE vogelkundliche Begleitung zum Deich und zum Jagdgeschehen. Wegen des Verbots, den öffentlichen staatlichen Deich zu betreten, entzieht es sich der Kenntnis der GWwas sich hinter dem Deich abspielte.


Während sich die Polizisten mit dem Jagdpächter und einigen Jägern längere Zeit hinter dem Deich aufhieltenkonnten die Gänsewächter mithilfe von Ferngläsern und einem Spektiv feststellendas ca. 400 Meter deichabwärts mindestens 3 Gänse in die wartenden Autos transportiert wurden. Nachdem die Polizisten wiederkamen, erzählten sie uns allerdings, dass nur eine einzige Gans, selbstverständlich eine Graugans, geschossen worden sei. Das Beweisfoto der toten Gans fehlte natürlich auch nicht. Und sogar die Hülse einer zugelassenen Patrone war ordentlich fototechnisch festgehalten.

Auf die Frage, die erlaubt sein müsse, ob sie, die Polizisten, ernsthaft glauben würden, dass bei 13 Jägern, über 55 Schrotschüsse in über 90 Minuten nur eine Gans geschossen worden sei, lautete die Antwort: Das sei ihnen so gesagt und gezeigt worden, und das müsste man dann auch wohl so hinnehmen.


Die ganze Aktion mutierte dann aber endgültig zum Akt der Augsburger Puppenkisteals ein - vermutlich vom Jagdpächter beorderter - Anwohner, mit seinem Golf dazukam und die Gänsewächter wegen Belästigung anzeigen wollte. Sie würden Fahrrad- und Autofahrend, gar mit Inlineskates und mit Bollerwagen durch den Hammrich marodierend, seine (!) Gänse von den Ländereien vertreiben.
Der Anwohner war nach eigener Aussage KEIN Schäfer aber angeblich Besitzer/Pächter des besagten Landes.

Obwohl uns vom Jagdpächter einige Zeit vorher mitgeteilt wurde, das dieser den Deich am Vorabend vom zuständigen Schäfer gepachtet hätte - siehe oben.
Darauf angesprochen, dass wir diese seltsame Begebenheit nicht verstehen, meinte der Jagdpächter nur, dass wir vieles nicht verstehen. Trotz dieser Ungereimtheiten wurde dieser angebliche und sehr schleierhafte Pachtvertrag nicht von der Polizei zur Überprüfung gefordert, und so konnte nicht geklärt werden, ob dieser existierte, und somit überhaupt eine Erlaubnis der Jagd auf diesem Land vorlag, aufgrund dessen uns ja, angeblich legal, der Zugang zum Deich verwehrt wurde. 
Da die Gänsewächter wie auch die Polizisten schnell merkten, dass von dieser Person sachliche Argumente abprallten wie Wasser von einer gut geölten Büchse, wurde dieser von dem einen Polizisten, der auch nach wiederholter Nachfrage seinen Namen NICHT nennen wollte, zum Verlassen des Geschehens bewegt.

Jener Polizist übrigens schien ein äußerst gutes Verhältnis zu dem Jagdpächter zu haben.

Während er im Auto saß, konnte von den GW beobachtet werden, dass der Jagdpächter seinen Kopf in den Polizeiwagen hielt und dem Polizisten, der schon darin saß, etwas zuflüsterte.

Nach diesem sonderbaren Gemauschel ging der Jagdpächter zu seinem Auto zurück. Dabei drehte dieser sich nochmals um und machte eindeutig-zustimmende Handzeichen zu dem Polizisten im Auto, die nach unserer Meinung nach als "machen wir so, alles klar" gedeutet werden konnte. Lediglich der Polizist Herr XXXXXX stand bei uns draußen und hatte Interesse daran, uns über den Status unserer Anzeige zu informieren.
Abschließende Frage: kann man mit einem neutralen und wirklich objektiven Handeln der Polizei rechnen, wenn einzelne Polizisten durch Jagdkumpanei völlig befangen sind?
Um noch kurz zum Grund des Polizeieinsatzes zurückzukommen: der Jagdpächter darf uns angeblich den Zutritt zum öffentlichen Deich verweigern, wenn dort eine Jagd stattfindet.

 

Ende der Gänsewacht: 10.30 Uhr

 

 

Ausführliches Protokoll dieses Skandals von der Gänsewacht Petkum/Emden zu den Ereignissen vom 5.+ 6.1.2013 im Natur/EU-Vogelschutzgebiet Hatzumersand

Sa. 05.01.2013  Petkum- Siel und Ems-NSG  Rorichum- Hatzumersand

 

Wetterdaten: Temperatur +7,0 Grad CNieselregenWind: West 1-2Hochwasser: 4:51 Uhr Sonnenaufgang: 8:42 Uhr.

 

7:50  Uhr: Beginn der Gänsewacht und Geräteaufbau für Dokumentation vom Gänseschlafplatz im Sommerpolder.
7:59  Uhr: Erstes Belegfoto schlafender Nonnengänse im ersten Morgenlicht.
8:05  Uhr: Anruf per Handy und Mitteilung eines Anwohners, dass 3 Jägerfahrzeuge in

.................Höhe des Hatzumersandes in Rorichum die Deichwege befahren und von

.................Auswärts angereiste Hobbyjäger offensichtlich am sogenannten Tafelsilber

.................der Ems mit dem Beschuss von Gänseschwärmen beginnen wollen.
8:20  Uhr: 24.000 Nonnengänse im Petkumer Sommerpolderbzw. auf den umliegenden

..................Salzwiesen und am Emsufer.
8:22  Uhr: Letztes Belegfoto vom GänseschlafplatzGeräteabbau und Standortwechsel

.................Richtung Rorichum- Terborg.
.................
8:30  Uhr: Ankunft in Rorichum/ Deichstrasse. Ein Zugangstor zum Deichverteidigungsweg
.................ist nicht verschlossen und keine Beschilderung weist darauf hin, dass die

.................Benutzung des Verteidigungsweges derzeit untersagt ist. Es befinden sich keine

.................Schafe am Deich, doch sind zwei Jägerfahrzeuge am Deichverteidigungsweg mit

.................den Kennzeichen LER- XX XX und ST- XX XXX geparkt. Hinter den Fahrzeugen

.................der Jäger wird das Gänsewachtfahrzeug abgestellt und nach einem Belegfoto wird

.................unterhalb der Deichkuppe eine Kamera mit Teleobjektiv aufgebaut. (Nur mit guten

.................optischen Geräten sind brauchbare Bilder des Jagdbetriebes, seiner immensen

.................Störungen und Bilder etwaiger Abschüsse geschützter Vogelarten zu erstellen.
.................Nur so gelingt esJäger bei häufig beobachteten Straftaten zu ertappen und der

.................Öffentlichkeit vor Augen zu führen, was Grüne AbiturientenInnen in den

.................Morgenstunden in den Ems-Naturgebieten anrichten). Belegfotos von 6 Jägern, die

..................sich in sogen. Schützenkette in der Riedzone versteckt halten und

..................augenscheinlich auf ziehende Gänse warten. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen findet

..................keine Flugbewegung und keine Beschießung statt.
..................Bis 8:45 Uhr Fotos von Jägern im Ried des Rorichumer EmsvorlandesTeil des

..................EU-Schutzgebietes Ledamündung bis Oldersum. Die Beschilderung weist

..................darauf hin, dass der Schutz von Natur und Landschaft Vorrang vor allen

..................anderen Interessen hat.! Bis 8:42 Uhr wird von 6 Jägern kein einziger Schuss

..................abgegeben, doch trügt die Idylle an der Ems.
8:42  Uhr: Riedzone am Emsufer unweit der Emsinsel Hatzumersand 2 Schrotschüsse.
..................Auf welche Vogelart geschossen wurde, kann nicht eindeutig beurteilt werden.
..................500 Meter von der Schallquelle entfernt fliegt ein Trupp Graugänse und etwa 50

..................Pfeifenten vom Ufer der Ems auf und weichen auf die linke Flussseite der Ems

..................aus. Anscheinend ist die Gänsejagd zumindest im südlichen Bereich des Vorlandes

..................beendet. Drei Jäger .tragen tote Gänse unbekannter Art über den Emsdeich. Leider

..................ist die Entfernung für eine Artbestimmung zu groß.
8:46  Uhr: Drei Gänsewächter betreten den Deich etwa auf der Höhe des Kölnweges und

.................benutzen den unbefestigten, öffentlichen Weg über die Deichkuppe. 3 Jäger

.................verstauen Jagdbeute und Jagdgerät in einem VW-Bus mit dem Kennzeichen
.................LER- XX XXXder auf dem Deichverteidigungsweg geparkt ist.
8:50  Uhr: Ein roter Pkw mit dem Kennzeichen ST-XX XXX befährt den für die

..................Öffentlichkeit gesperrten Teekabfuhrweg Richtung Deichübergang Deichstrasse.

..................Das ist der erste Hinweis, dass wieder einmal eine auswärtige Gänsejäger-Gruppe .

.................im NSG auf ziehende Gänse zielt. (Nebenbei: das Emsgebiet um den Hatzumer .

.................Sand mit seinem Emsnebenarm ist ein bekanntes Schlafgebiet von Gänsen, Enten

..................und Limikolen. Hier auf die Jagd zu gehen und Vogel zu vertreiben ist ein

..................unentschuldbarer Jagdfrevel, der seitens zuständiger Behörden längst hätte

..................untersagt werden müssen). Ein weiteres Fahrzeug der Gänsewacht trifft ein.
8:52  Uhr: Der grüne VW-Transporter mit Leeraner Kennzeichen stoppt am Fahrzeug der

.................Gänsewacht und der geparkten Jägerfahrzeuge. Ein mittlerweile namentlich
..................bekannter Jäger fotografiert die Autokennzeichen der Fahrzeuge und ein Jungjäger

..................fotografiert mit dem Handy Aktivisten der Gänsewacht. Unversöhnlich stehen sich

..................zwei Fronten gegenüber: Naturnutzer und Naturschützer.
8:56  Uhr: Weitere 4 Gänsejäger (von insgesamt 7) verlassen die Riedzone. Die

.................Dämmerungsjagd am Hatzumersand ist beendet. Von Vögeln leergefegt ist das

.................Emsvorland und die vorgelagerten Wasserflächen. Auswirkung schwerer

.................Störungen in der Dunkelheit!
9:14  Uhr: Nach einer gemeinsamen Tasse Tee beschließen fünf Mitarbeiter der Gänsewacht
.................spontan die folgende Dämmerung am späten Nachmittag gleichermaßen zu

.................dokumentieren, denn offensichtlich betreibt ein einheimischer Jäger ein

.................einträgliches Jagdtourismus-Geschäft in letzten Emsrefugien. Grund genug, mal

.................genau hinzuschauen, was unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit

.................seitens der Jägerschaft am Deich getrieben und von Behördenvertretern geduldet

.................wird.
.................
15:52 Uhr: Boßlergruppe befindet sich auf dem Außendeich liegenden Teekabfuhrweg und

..................begeht den Weg in Richtung Buschplatz- Terborg. (Belegfoto).Noch immer ist das

..................Emsvorland nach dem morgendlichen Gänsebeschuss weitgehend vogelleer. Doch
..................zu vermuten von Boßlern gingen etwa keine Störungen aus, ist falsch. (Die

..................Teekabfuhrwege im NSG Petkumer Deichvorland wurden bekanntlich nach einem

..................Beschluss in zweiter Gerichtsinstanz beim OVG-Lüneburg für den Zeitraum vom .

.................1.Oktober bis 15. Juli eines jeden Jahres für die Öffentlichkeit gesperrt. Das ist

..................eine gute Entscheidung und vermindert das Störpotenzial ungemein).
16:05 Uhr: Mercedes-Busmit mind. 4 Jägernbefährt in schnellem Tempo den .

................Deichverteidigungsweg unmittelbar in Höhe der Emsinsel Hatzumersand.
16:12 Uhr: Boßler und 2 Jägerfahrzeuge befinden sich auf dem Teekabfuhrweg.

.................Offensichtlich planen Gänsejäger eine weitere Beschießung von Gänsendie das

.................Emsgebiet am Hatzumersand in einem schmalen Korridor überfliegen. Wegen

.................anwesender Boßler und fünf Mitarbeitern der Gänsewacht fühlen sich die

.................Jagdtouristen und der einheimische Jagdführer offensichtlich beobachtet. Niemand
.................aus der Riege der Männer in Fleckenanzug und Lodenkotze riskiert  Schüsse

.................auf Gänsedie vor die Füße der Beobachter fallen könnten sich als Blessgans

.................oder Nonnengans entpuppen und eindeutig nicht beschossen werden dürfen.
.................Man steigt sichtlich frustriert aus den Fahrzeugen aus und Gewehre werden vorerst

.................nicht geschultert.
16:25 Uhr: Mit Pkw und eingeschaltetem Abblendlicht befährt ein Jagdtourist aus Steinfurt

..................den Teekabfuhrweg von der Deichstrasse Richtung Buschplatz. Bereits diese Fahrt

..................ist wegen der damit verbundenen Störung als Verstoß gegen die Naturschutz

..................Verordnung zu werten. 6 Jäger und eine Jägerin stehen in einer Gruppe neben

..................ihren Fahrzeugen und diskutieren vermutlich darüber, ob ein Beschuss von Gänsen

..................unter den wachsamen Augen von Boßlern und der Gänsewacht sinnvoll ist.
..................Ebenfalls könnten die von weit her angereisten Gänseschießer den Jagdpächter

..................daran erinnern, dass man für den geplanten Jagdausflug an die Ems bezahlt

..................und er gefälligst dafür zu sorgen habe, dass die Erwartungen erfüllt werden.

..................Sichtlich gereizt entfernt sich der Jagdpächter mit einem VW-Bulli von
..................wartenden Jägern und notiert am Haupteingangstor zu den Deichanlagen das

..................Autokennzeichen der Gänsewachtaktivisten.
16:43 Uhr: 4.000 Nonnengänse überfliegen das Gebiet des Rorichumer Vorlandes und des

...................Hatzumersandes in einer Höhe von 60- 80 Meter. Deutliche Hinweise darauf, dass

..................Gänse das stark frequentierte Jagdgebiet auf ihrem Zug zu den Schlafplätzen im

..................Petkumer Deichvorland und dem Dollart nur ungern überfliegen
..................Aus dem Vorland dennoch 2 Schrotschüsse in einen Gänseschwarm unbekannter

..................Art. Sofort lösen sich die Flug-Formationen auf und wie ein wilder Haufen

..................versuchen Gänse Höhe zu gewinnen.
16:53 Uhr: Noch immer stehen 6 Jäger wartend am Emsdeich. Der Gänsezug vom Hammrich

..................zur Ems hat noch nicht in voller Intensität eingesetzt.
17:15 Uhr: Ein Einsatzwagen der Polizei Moormerland erscheint am Haupttor und fährt direkt
..................zur Gruppe der Gänsewächterdie immer noch auf der Deichkuppe stehen

..................und sich nicht vom Fleck rühren. Damit soll unmissverständlich zum Ausdruck

..................gebracht werdendass ausschließlich eine Beobachtung des abendlichen

..................Gänsezuges geplant ist. Selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung des

..................Einflusses von etwaigem Gänsebeschuss und damit verbundenen

..................Verhaltensänderungen nach Schussknall und ggf. die Dokumentation der

..................Jagdbeute. Dieses Rechtvon einem öffentlichen Weg aus Naturbeobachtungen an

..................der Ems durchzuführennimmt die Gänsewacht für sich uneingeschränkt in

..................Anspruch und wird das ggf. von Ordnungskräften einfordern.
..................Dies wird die Gänsewacht so lange tunbis keine Strassenverkehrsbehörde mit

..................einer ordnungsgemäßen Beschilderung Straßen und Wege für die Öffentlichkeit

..................sperrt. Solange dies nicht erfolgthat die Deichbetretung einen Rechtsstatus.

.................zumal das in Ostfriesland nie in Frage gestellt wurdeaußer es gibt zwingende

..................Gründe aus Naturschutzgründen Deichabschnittewie im Osten von Leyhörn oder

..................anderswo (Texel) zu sperren.
!7:20 Uhr: Ein Polizist mit Kollegin der Moormerländer Polizeistation teilen den Anwesenden

..................der Gänsewacht mit, dass gegen Alle hier anwesenden Gänsebeobachtern eine

..................Anzeige wegen angeblicher Beleidigung vorliege. Eine (unterstellte) Beleidigung

..................die sich auf die Jägergruppe bezieht die in der Morgendämmerung des heutigen

..................Tages auf Gänse schoss.
..................Der Vorwurf wird seitens der Beschuldigten als absurd zurückgewiesen und solle

..................wohl einzig das Ziel verfolgen, die anwesenden Gänsewächter zu kriminalisieren

..................mit Unterstützung der Polizei vom Deich entfernen zu lassen um den Jagdbetrieb

..................mit Jagdtouristen fortsetzen zu können. Nach einer fruchtlosen Debatte um die

..................Absurdität des Vorwurfs werden von fünf Gänsewächt- Aktivisten die Personalien

..................aufgenommen. Nach dieser Amtshandlung wird der Deich für die Gänsewacht

..................wieder freigegeben denn nach Aussage der Polizisten seien von der Gänsewacht

..................keine nachweislichen Störungen des Jagdbetriebes ausgegangen.
17:36 Uhr: Die Polizisten fahren mit ihrem Fahrzeug über den Emsdeich und parken ihren

..................Wagen auf dem Teekabfuhrweg neben wartenden Jägern. Es ist sehr dunkel

..................geworden und das Schreiben eines Protokolls ohne Taschenlampe ist nicht

..................möglich. Etwa 10 Minuten später verlassen die Polizisten das Schutzgebiet an der

..................Ems ohne darauf zu achten ob die Jagd bei völliger Dunkelheit und großer

..................Risiken auf eine Tötung geschützter Vogelarten fortgesetzt wird.
17:55 Uhr: Rorichum-Oldersum1 Schrotschuss.
18:00 Uhr: Die Gänsewächter diesseits und jenseits der Ems verlassen den Deich und

..................zweifeln an der Tatsache, ob Gänsejäger jemals freiwillig die Beschießungen .

.................aufgeben.

 

Gänsewacht in Rorichum von 15:40- 18:30 Uhr

 


So. 06.01.2012  Petkum- Siel

 

Wetterdaten: Temperatur +6,5 Grad CbedecktWind: West 2 Hochwasser: 5:41 Uhr

..................Sonnenaufgang: 8:42 Uhr

 

7:41  Uhr: 21.000 Nonnengänse direkt im Sommerpolderbzw. dem Nahbereich am Emsufer.
..................Belegfotos schlafender Nonnengänse(48 Einzeltage mit

..................Schlafplatzgesellschaften von Nonnengänsen im Polder seit Jagdbeginn am

..................01.November 2012)
..................
7:45  Uhr: Standortwechsel Richtung RorichumEmsgebiet am Hatzumersand.
..................
8:00  Uhr: Ankunft am Zugangstor zu den Deichanlagen am Hatzumersand- Buschplatz.
.................Derselbe Jagdpächter der in der gestrigen Abend-Dämmerung unter Mitwirkung .

................der Polizei die Personalien von Gänsewacht-Mitarbeitern feststellen ließ parkt

.................seinen VW-Transporter direkt hinter dem Tor und blockiert den Zugang zum

.................Deich. (Ein selbstgerechter Versuch eine weitere Jagdgesellschaft vor kritischen

.................Blicken ungeliebter Zaungäste abzuschirmen). Das Gänsewachtauto wird deshalb
.................nicht verlassen. An einer Eskalation der unhaltbaren Jagdzustände an der Ems ist

.................die Gänsewacht keineswegs interessiert da alle Appelle an die Vernunft und

.................jedes Argument Gänse nicht von den Schutzgebieten in Kulturflächen zu

.................vertreiben sowieso von Gänsejägern nicht verstanden werden und abprallen.
.................Kommentar:
..................Das Wissensdefizit in Umweltfragen ist in der Gänsejäger-Klientel erschreckend

..................hoch und Staatliche Jagdaufsicht  und Umweltämter sollten prüfen wieso Jäger

..................mit derart mangelhaftem Grundwissen Waffenträger sein können und selbstgerecht

..................darüber entscheiden dürfen auf was geschossen wird oder nicht. Anzuerkennen.

.................ob ein Schussknall Tiere vertreibt oder nicht ist für alle Wasservogeljäger

..................ebenfalls kein Thema. Dabei beweisen wissenschaftliche Studien längst, dass

..................abrupte Knallereignisse Leuchtraketen und dergleichen schlimmste

..................Vogelvertreibungen an Seen und Flüssen verursachen. - Das hat sich nur noch

..................nicht bis zur erzkonservativen Jägerschaft herumgesprochen.
8:10  Uhr: Ein weiteres Fahrzeug der Gänsewacht nähert sich dem gesperrten Zugang. Mit

..................beiden Autos fahren fünf Gänsewächter Richtung Rorichum um über die

..................Deichstrasse zum Emsdeich zu gelangen. Das erkennt der Torwächter und prescht
..................mit überhöhter Geschwindigkeit und eingeschaltetem Licht über den

..................Deichverteidungungsweg.
8:15  Uhr: Mit gleicher Taktik versperrt der ortsansässige Jäger aus Oldersum das Tor an der

..................Deichstrasse und beruft sich darauf, dass er dass Jagdgebiet gestern Abend noch

..................vom Deichschäfer gepachtet habe und das Recht dazu hat eine begonnene Jagd zu

..................schützen und allen Passanten den Zugang zum Deich zu untersagen. Der

..................Gänsewacht droht er damit, er habe die Polizei sowieso schon angerufen und die

..................werde die Sache vor Ort klären. In unregelmäßigen Abständen hören 5 Zeugen der

..................Gänsewacht Schrotschüsse aus dem nahen Emsvorland. Seit Zählung der

..................Einzelschüsse ab 8:15 Uhr wurde nicht eine einzige Graugans beim Überflug des

..................Vorlandes wahrgenommen. Sehr wohl jedoch Blessgansgruppen mit Flugrichtung

..................Ost in etwa 30-40 Meter Höhe direkt über das Jagdgebiet und die Zone der

..................Schrotschüsse. Da aus Gründen der Deeskalation auf den Zugang zum Deich ohne

..................Klärung durch die Polizei seitens der Gänsewacht verzichtet wird ist nicht

..................bekannt ob und wie viele geschützte Gänse von Jägern bereits erschossen wurden.

..................Wegen des zunehmenden Beschusses offensichtlicher Blessgansschwärme erfolgt .

.................ein Anruf bei der zuständigen Umweltpolizei in Leer. Da der zuständige Beamte .

.................nicht erreichbar ist, wird auf die Dienststelle Leer verwiesen. Man verspricht

..................umgehend einen Einsatzwagen nach Rorichum zu schicken.
.................(Dialoge zwischen dem Jäger und Einzelmitgliedern der Gänsewacht am Ende des

..................Tagesprotokolls)
8:47  Uhr: Seit 32 Minuten werden mindestens 25 Schrotschüsse auf ziehende Gänse

..................abgegeben.
8:58  Uhr: Einsatzwagen der Polizei Leer erscheint am blockierten Zugang der Deichstrasse .

.................mit zwei Polizeibeamten. Die Gänsewacht bittet die Polizei dafür zu sorgen, dass

..................alle beteiligten Jäger daraufhin überprüft werden, welche Vogelarten erschossen

..................wurden und welche Munition (Blei oder Eisen) verwendet wird. Den Polizisten

..................wird ebenfalls angeboten, bei der Bestimmung der Vogelarten behilflich zu sein

..................und der Vorschlag steht im Raum, die Polizei ins Jagdgebiet zu begleiten, da ein

..................Mitarbeiter der Gänsewacht für das Emsgebiet von Gandersum bis zum Emstunnel

..................ehrenamtlicher Vogelzähler der Staatlichen Vogelschutzwarte ist. Diese

..................Unterstützung wird abgelehnt. Daraufhin wird seitens der Gänsewacht .

.................angekündigt, sich mit der fünfköpfigen Gruppe wenigstens auf den frei

..................zugänglichen Emsdeich zu stellen und die polizeiliche Überprüfung der Jäger aus

..................der Ferne zu beobachten. (In der gestrigen Abenddämmerung wurde von

..................Polizeibeamten der Moormerländer Polizeistation die Deichbetretung ausdrücklich

..................gestattet!). Vehement wird der Gänsewacht daraufhin vom Polizisten

..................XXXXXX verboten den Deich zu betreten. Die Gänsewacht entgegnet darauf

..................dass man unter diesen Umständen das Gefühl habe, sich nicht mit eigenen Augen

..................überzeugen zu dürfen, welche Gänsearten von Jägern getötet wurden.
..................Der Beamte XXXXXX darauf: das müssen sie uns im Anschluss (der

..................Überprüfung) schon glauben! Deutlich wurde der Aussage entgegen gehalten

..................dass nach dieser Aussage ein wenig gutes Geschmäckle zurück bleibt. -
..................Die Polizisten steigen unter laut zu hörendem Schrothagel auf fliegende

..................Blessgansschwärme in ihr Fahrzeug, der Jagdpächter XXXXX fährt mit seinem

..................VW-Bus (Doppelkabine) hinterher. Direkt hinter einem Ford mit Kennzeichen
..................ST-XX XXX  wird auf dem Deichverteidigungsweg etwa 400 m von der

..................Deichstrasse entfernt geparkt. Eine verblüffte Gänsewacht bleibt zurück. Es wird

..................verabredet den Emsdeich nicht zu betreten solange das ausgesprochene

..................Betretungsverbot für den Emsdeich im Raum steht.
9:05  Uhr: Ein Jäger kontrolliert offensichtlich vom Deich aus ob die Gänsewacht das

..................Deichvertretungsverbot einhält und muss erkennen, dass sich die Gruppe nach wie

..................auf dem Parkplatz in Nähe ihrer Fahrzeuge befindet.
9:12  Uhr: Von einer unbekannten Anzahl Jäger wurden von 8:15 Uhr bis zu diesem

..................Zeitpunkt mindestens 55 Schrotschüsse abgegeben obwohl der begründete

..................Verdacht besteht, dass ausschließlich Blessgänse aus Richtung Dollart einfliegen.
9:14  Uhr: Ein roter Pkw mit Kennzeichen ST-XX XXX befährt den Deichverteidigungsweg

..................fährt in Höhe der Deichstrasse über den Emsdeich.
9:22  Uhr: Ein Mercedes-Bus mit Kennzeichen BK-XX XXX steht mit geöffneter

..................Heckklappe auf dem Deichverteidigungsweg, etwa 400 Meter von dem

..................Einsatzfahrzeug der Polizei entfernt.
..................Ein Gänsejäger trägt 2 tote Gänse Richtung Mercedes-Bus! Direkt hinter ihm

..................läuft ein weiterer Jäger mit einer (1) toten Gans die Innenberme des Deiches

..................hinunter.
..................(Belegfoto mit einer Nikon D300  und eingeschalteter Authentifikationsfunktion .

.................(digitale Signatur). Jedes Einzelbild trägt  ein Siegeld.h.die Bildbelege halten

..................einer gerichtlichen Prüfung stand).
..................Durch ein Spektiv mit 50 facher Vergrößerung beobachtet zeitgleich ein weiteres

..................Gänsewachtmitglied den Abtransport von Jagdbeute zum Mercedes-Bus aus dem .

.................Börde-Kreis(BK) Sachsen-Anhalt.
..................Zu diesem Zeitpunkt kann die Gänsewacht nicht beurteilen ob die Jagdbeute von

..................Polizisten begutachtet worden ist oder ob Gänse unter den Augen der Polizei aus

..................dem Jagdgebiet getragen werden. (Ein ungeheurer Verdacht beschleicht die

..................Gänsewacht). Das rote Fahrzeug mit dem Steinfurter Kennzeichen (ST) fährt in

..................Höhe des Hatzumersandes die Deichabfahrt hinunter und parkt in Nähe vom

..................Mercedes-Bus. Ein weiterer Pkw steht hinter einem Steinhaufen verborgen. (Foto).
9:23  Uhr: Offensichtlich wird Jagdbeute in drei bereitstehende Autos umgeladen. (Belegfoto)
9:24  Uhr: Das rote Auto mit Kennzeichen ST entfernt sich Richtung Buschplatz direkt zu

..................einem geparkten Auto hinter einem Steinhaufen
9:25  Uhr: Die Heckklappe des Autos hinter dem Steinhaufen wird geöffnet. Auf der

.................Deichkuppe stehen 3 Jäger mit einem angeleinten Hund. Hinter der immer noch

.................geöffneten Heckklappe des Mercedes-Bus steht ein einzelner Jäger
9:24  Uhr: 4 Jäger stehen in Nähe zwei geparkter Autos hinter einem Steinhaufen und

.................ebenfalls 4 Jäger im Bereich des Deichkörpers.
9:29  Uhr: Ein Mercedes Kombi (?) wendet offensichtlich auf dem Verteidigungsweg in Nähe

..................des Steinhaufens. (Rückfahrlampen brennen). Auf dem Emsdeich steht ein Jäger

..................und fotografiert.
9:30  Uhr: In Höhe des geparkten Polizeiautos, des VW-Bus und eines Pkw (Ford) vermutl.

..................mit Kennzeichen ST-XX XXXsteht der Jagdpächter XXXXX auf dem Emsdeich.
9:32  Uhr: Der Mercedes-Bus steht immer noch mit geöffneter Hecklappe zur Gänsewacht

..................hin sichtbar mit dem roten Pkw auf dem Verteidigungsweg. Der Mercedes Kombi.

.................mit dem amtl. Kennzeichen LER-XX XXhat sich über die Zuwegung in Höhe

.................des Hatzumersandes aus dem Jagdgebiet entfernt. Zwei Jäger gehen in Höhe des

..................Polizeifahrzeuges den Deich hinunter und ein weiterer Jäger folgt.
9:33  Uhr: Ein dunkler VW-Passat (?) nähert sich aus Richtung Buschplatz der

..................Polizeikontrollstelle und hält in Nähe des Polizeifahrzeuges. Die Heckklappe des

..................Ford wird geöffnet. Zugleich gehen zwei Polizisten mit dem Jagdpächter den

..................Deich hinunter.
9:35  Uhr: Der Mercedes-Bus nähert sich mit Abblendlicht ebenfalls aus Richtung .

................Buschplatz und hält an der Kontrollstelle. Heckklappen von Autos werden

.................geöffnet, Foto-Blitze leuchten auf.
9:38  Uhr: Polizist steht vor geöffneter Heckklappe des Ford und untersucht augenscheinlich

..................den Inhalt des Kofferraums. Kurz darauf sind alle Heckklappen geschlossen.

.................Lachende Gesichter bei 11 Gänsejägern! Die Aktion der Polizei ist beendet und

.................Jäger scheinen sich sicher zu sein: das war ein Schlag ins Wasser. Horrido!
9:45  Uhr: Mindestens 11 Jäger verlassen die Kontrollstelle in Richtung Buschplatz und

..................entfernen sich über den Deichverteidigungsweg von der Gänsewacht. Das

..................Polizeifahrzeug erscheint am Parkplatz und ein Beamter berichtet der wartenden

..................Gänsewachtgruppe das Ergebnis der Jagdkontrolle seitens der Leeraner Polizei.

..................Auf dem Display einer Kamera wird der Gänsewacht das Foto nur einer  einzigen

..................Schrotpatrone gezeigt. Das Foto erlaubt keinen Rückschluss auf die Schrotstärke

..................und auf das Material (Blei oder Eisen). Ein weiteres Foto zeigt offensichtlich eine

..................tote Graugans, denn nur eine einzige Graugans sei von einer 13 (!) köpfigen

..................Gänsejägergruppe geschossen worden. Die Frage der Gänsewacht ob das die

..................einzige Gans sei die kontrolliert worden sei beantwortet der Polizeibeamte

..................XXXXXXmit einem klaren JA! Daraufhin wird ihm von einem Zeugen

..................mitgeteilt, dass zweifelsfrei durch ein Spektiv beobachtet worden sei, dass etwa

..................400 Meter hinter dem geparkten Polizeiauto mindestens 3 tote Gänse über den

..................Deich getragen und anschließend mit einem Fahrzeug abtransportiert wurden. .

.................Daran schließt sich die Frage der Gänsewacht an ob denn die tote Graugans von

..................der Polizei angehoben worden sei und noch frisches, nicht geronnenes Blut aus

..................dem Kadaver herausgelaufen sei, denn daran erkenne man, ob ein Tier frischtot

..................sei und ob evtl. ein Vorzeigeexemplar einer jagdbaren Art mit geronnenem Blut

..................präsentiert wird.
..................(Immerhin sei von der Gänsewacht keine Grauganskette bemerkt worden)
..................Auch dieser Hinweis wird von dem Polizeibeamten, der im Zivilleben nach .

.................eigener Darstellung Vorsitzender eines Angelvereins ist, mit einem Achselzucken

..................begegnet. Die Gänsewacht bringt in diesem Zusammenhang zum Ausdruck, dass

..................der begründete Verdacht besteht, dass man es seitens der Polizei gewollt oder

..................ungewollt zugelassen habe, dass Jäger mit nicht kontrollierter Jagdbeute mit

..................einem Fahrzeug (Mercedes) den Tatort verlassen konnten. Da die Polizei von
..................13 Jägern spricht, die an der Gänsebeschießung teilnahmen und vermutlich nur
..................11 Jäger an der Kontrollstelle standen, haben 2 Jäger mit einem Pkw einen

..................Fluchtweg benutzt und sich mit der Jagdbeute der polizeilichen Kontrolle

..................entzogen.

9:47  Uhr: Auf dem Parkplatz hält ein Pkw mit Kennzeichen LER-XX XXX. Ein angeblicher .

................Schäfer beschuldigt die Gänsewacht am Morgen dieses Tages und an anderen

.................Tagen im Hammrich Gänse zu stören und auf seine Schafweiden zu treiben. Mit

.................diesem absurden Argument erntet der gute Mann Unverständnis und es

.................entwickelt sich ein kurzes Hin und Her im Versuch, den Mann zu verstehen, der

.................offensichtlich mit den Jägern gemeinsame Sache macht. Die Polisten sagen ihm

.................dass es nun wohl genug seiund steigen ins Auto.
..................Beiden Polizisten wird vor der Rückfahrt nach Leer noch klar zum Ausdruck

..................gebracht, dass ihr Einsatz kritikwürdig ist und man in der Rückschau prüfen

..................müsse ob man der polizeilichen Pflicht, weitere Straftaten in den Jagdgebieten der

..................Ems zu verhindern, gerecht geworden ist.
..................Fazit:
..................Die Gänsewacht kommt in der Bewertung des dilettantischen Einsatzes zu der

..................Überzeugung, dass man der Polizei in Jagdangelegenheiten nicht über Weg trauen

..................kann. Emder Beamte verweigerten Einsätze gegen Nebeljäger mit dem Argument.

.................man habe keine Gummistiefel. Der Polizeichef der Region Leer/ Emden

..................Johannes Lind entzog den Emdern nach einer Beschwerde des Wattenrates dafür

..................die Zuständigkeit und beauftragte einen speziell geschulten Umweltpolizisten aus

..................Leer. Dass dieser Polizist verhindert war, darf keine Entschuldigung für das

..................Ermittlungsdesaster sein. Dass Jäger mit Jagdbeute aus einem übersichtlichen

..................Gelände, unter den Augen der Polizei durch ein Tor entwischen was man nicht

..................versiegelte oder verschloss, macht deutlich, mit welcher Polizeimethode im

..................Emsschutzgebiet des Hatzumersandes operiert wurde und dass bei jedem

..................Fahrraddieb gründlicher ermittelt wird.

 

Ende der morgendlichen Gänsewacht 10:10 Uhr

 


15:00 Uhr: Bei der Suche nach angeschossenen und verletzten Gänsen kontrolliert die

..................Gänsewacht mit zwei Personen den Teekabfuhrweg im Deichgebiet der Ems

..................zwischen Rorichum und Buschplatz/ Terborg. Es werden keine Jagdopfer

..................gefunden, doch fällt auf, dass die Grasnabe des Schutzdeiches wasserseitig stark

..................unter Jägerfahrzeugen gelitten hat. Teilweise befinden sich tiefe Spurrillen in

..................zerstörter Grasnarbe. (Belegfotos). Ein Fall für die Leeraner Polizei und den

..................Deichgrafen. Nicht ohne Grund ist das Befahren der Teekwege verboten.
..................Offensichtlich verdrängen von auswärts angereiste Vogelschießer, welche Schäden

..................von ihren Fahrzeugen an einem Sicherungsbauwerk angerichtet werden. Es ist zu

..................hoffen, dass der Jagdpächter, der übrigens Mitglied des Ausschusses der

..................Moormerländer Deichacht ist, Stellung beziehen muss. Die Frage muss ebenfalls

..................erlaubt sein, weshalb man Gänsejägern das Befahren der Teekabfuhrwege in

..................Wassernähe erlaubt und man nicht sofort den Missbrauch der Wege für die Jagd

..................mithilfe neuer Vorhängeschlösser löst, deren Schlüssel unter der Hand in

..................Jägerkreisen verteilt werden.

 

Ende der Gänsewacht 17:00 Uhr

Ausführliches Protokoll als PDF hier

Schüsse auf Pferde, Autos, Menschen: Was Jäger verwechseln

Schüsse auf Pferde, Autos, Menschen: Was Jäger verwechseln

Stellen Sie sich vor, Sie sind daheim in Ihrem Wohnzimmer und decken die Kaffeetafel für Ihre Familie. Plötzlich hören Sie einen lauten Knall – eine Gewehrkugel zertrümmert die Fensterscheibe und schlägt neben Ihnen in die Wand ein. - Sie meinen etwas gibt es nicht? Genau dies geschah letzte Woche im thüringischen Bickenriede: Während sich ein Ehepaar in seinem Wohnzimmer aufhielt, schlug eine Kugel durch die Glasscheibe der Tür ein. Es soll sich um einen Querschläger aus einer Jagdwaffe handeln. (Thüringer Allgemeine, 1.2.2013). (02.02.2013)



Jäger-Geschosse durchschlagen nicht nur Wohnzimmerscheiben, sondern auch Autoscheiben:

So wurde ein französischer Autofahrer durch eine Jägerkugel getötet. Ein Jäger hatte eigentlich auf ein Wildschwein geschossen. Doch die Kugel prallte ab, schlug durch das Fahrerfenster und traf den Autofahrer in den Kopf. (thelocal.fr, 28.1.2013).

"Autofahrerin durch Schuss am Arm verletzt", titeln die Lübecker Nachrichten am 24.1.2013. Während der Fahrt im Kreis Rendsburg-Eckernförde habe ein Projektil die Scheibe der Fahrertür und anschließend den Oberarm der 45-Jährigen durchschlagen.

In letzter Zeit häufen sich Jagdunfälle, bei denen Jäger Pferde auf der Weide, Menschen, Häuser und Autos mit Wildtieren »verwechseln«:

Nachdem ein Jäger bei einer Treibjagd in Niederösterreich unter Alkoholeinfluss einen jungen Mann erschossen hat, fordert der Österreichische Tierschutzverein "angesichts des explosiven Gemisches aus Alkohol und mangelnder psychologischer Eignung" erneut eine Null-Promille-Grenze bei der Jagdausübung sowie eine verpflichtete psychologische Verlässlichkeitsprüfung. Dies berichtet die Wiener Zeitung am 22.1.2013.

"60-Jähriger bei Jagd auf Wildschweine erschossen", titelt welt.de am 20.1.2013. Demnach wurde ein 60-jähriger Jäger bei einer Treibjagd auf Wildschweine im Neckar-Odenwald-Kreis von einem Kollegen mit einem Wildschwein verwechselt und tödlich getroffen.

Ein Jäger hat bei einer Fasanenjagd statt eines Fasans einen Jagdkollegen getroffen. (Kleine Zeitung am 10.1.2013)

»Jäger schießt auf Fuchs und verletzt Mann« (Welt.de, 2.1.2013)

»Jäger nach Schuss auf Auto festgenommen« (Südkurier, 31.12.2012)

Jäger statt Hasen getroffen: »Jagdkollegen angeschossen - Unfall bei der Hasenjagd«, titelt die Main Post am 19.12.2012.

Treiber mit Wildschwein verwechselt und erschossen: Bei einer Treibjagd auf Wildschweine erschoss ein Jäger statt eines Wildschweins aus Versehen einen Treiber (Main Post online, 8.12.2012).

Statt Wildschwein Jäger getroffen: Bei einer Treibjagd wurde ein Jäger verletzt. (Kleine Zeitung, 4.12.2012)

»Jäger treffen Auto mit Querschläger« (Südwestpresse, 16.11.2012). Bei einer Drückjagd auf Wildschweine die Scheibe einer 54-jährigen Autofahrerin von einem Projektil zerschossen.

»Jäger erschießt Fohlen statt Wildschwein« (ORF, 15.11.2012)

«Schuss trifft Überlandbus: Jagdunfall« (Kieler Nachrichten am 14.11.2012). Vier Kugeln schlugen in die Frontscheibe ein.

»Spaziergänger bei Treibjagd angeschossen« (ORF, 11.11.2012)

»Jäger schoss durch Wohnungswand« (Kleine Zeitung, 6.11.2012). Ein Mann wurde durch Schüsse aus dem Schlaf geschreckt - eine Kugel schlug nur 10 Zentimeter neben dem Bett ein.

»Auf Wildschweine gezielt: Jäger erschoss Pferd«, titelt die Kleine Zeitung am 31.10.2012.

»Jäger zielen auf Wildschweine und beschießen Radfahrer« (Ostsee-Zeitung, 18.10.2012)

Jäger traf Schlafzimmer: Beim Schuss auf ein Reh traf ein Jäger das Haus eines Ehepaares.  (www.oe24.at, 8.10.2012)

»Jäger hält Mann mit Abfallsack für Wildschwein und schießt« (BLICK Schweiz, 6./7.10.2012). Einer der Jäger wird mit folgenden Worten zitiert: »Er klang wie ein nach Luft schnappendes Wildschwein! Es ist zu 80 Prozent seine Schuld, er versteckte sich.«

Lesen Sie die Dokumentation „Menschen als Jägeropfer – Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen:

http://www.abschaffung-der-jagd.de/opfer/menschenalsjaegeropfer/index.html



Schluss mit der Hobbyjagd!

Das Durchschnittsalter der deutschen Hobby-Jäger liegt bei weit über 50 Jahren, in vielen Gegenden gar bei 57 oder 58 Jahren. Bei Soldaten und Polizisten gibt es Altersgrenzen für den Umgang mit Waffen. Nur die Jäger dürfen bis ins Greisenalter hinein Waffen tragen und damit rumballern! Müsste nicht aus Sicherheitsgründen ein Höchstalter für Waffenträger festgesetzt werden?
„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, so Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. „Es wird Zeit, dass die Hobbyjagd in Deutschland verboten wird!“

Machen Sie mit bei der online-Aktion: Novellierung der Jagdgesetze JETZT!

http://www.abschaffung-der-jagd.de/action/novellierungderjagdgesetzejetzt.html