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Sandgrube Bornheim

Juni 2017 Der vom BUND Rhein-Sieg betreute Acker des Vogelschutz-Komitees in Bornheim am Neuweg beginnt mit seinem Blütenfeuerwerk. Die Kornblume und die Kornrade sind noch etwas zögerlich, die Färberhundskamille wartet noch, der Mohn jedoch startet schon durch.

(Achim Baumgartner)



 

Naturschutzprojekt in Bornheim Obstblütenwanderung mit Panorama

 http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/vorgebirge-voreifel/bornheim/Obstbl%C3%BCtenwanderung-mit-Panorama-article3539967.html



Sandgrube Bornheim

In dem Gemeinschaftsprojekt mit dem BUND liegen verschiedenste Flächen des Vogelschutz-Komitees. Die beiden ehemaligen Abgrabungen, die Quarzsandgrube Brenig sowie die Sandgrube an der Roisdorfer Hufebahn liegen eng beieinander, Waldflächen und ein Sandacker zum Schutz von Ackervögeln gehören ebenso dazu.

Der Ankauf startete im Jahr 2009. Im darauffolgenden Jahr konnten wir gemeinsam eine großflächige EU-Naturschutzmaßnahme umsetzen und für über 150.000 Euro Pflegemaßnahmen umsetzen.

Das Projekt ist außerordentlich erfolgreich. Wespenbussarde brüten im Umfeld, Ziegenmelker wurden bereits vernommen, der Baumpieper ruft inzwischen in der Quarzgrube, der Bestand der Turteltaube, einer zarten Taube, die recht niedrig im Gebüsch nistet, steigt. Durchziehende Kranichtrupps haben schon mehrfach Tiefflüge unternommen, um die neuen Naturschutzflächen kennenzulernen. Mauersegler und Mehrschwalben besuchen die weiten Flächen zur Jagd. Ein Uhu hat seinen Schlafplatz in der Grube gewählt. Für die Sandgrube konnte die Zauneidechse als neue Art belegt werden.

Neben der Pflege vor Ort sind die konkreten Spenden für solche Naturschutzprojkte die Voraussetzung. Deshalb sind wir für die großzügigen Spenden jeder einzelnen Spenderin und jedes Spenders dankbar, ohne die der Aufbau der Naturinseln misslänge.

 


Die ersten Bilder der Obstbäume aus dem Projektgebiet in Bornheim.




 

Obstblütenlandschaft Botzdorf-Hennesenberg

 

Rund um zwei ehemalige Sandgruben entwickelt und pflegt der BUND Rhein-Sieg in Zusammenarbeit mit dem Vogelschutz-Komitee eine rund 120 ha große Streuobstwiesen-Landschaft. Die Wiesen werden extensiv u.a. mit einer eigenen Schafherde beweidet.

Projektziel: Entwicklung eines zusammenhängenden Landschaftsschutzprojektes mit verschiedenen Schutzschwerpunkten:
1.) Schutz und Entwicklung der Biologischen Vielfal (ehemalige Sandgruben, Hudelandschaft, Streuobstwiesen, Obstsortenschutz, Artenschutz),
2.) Vermittlung der biologischen Vielfalt (Presse, Ausstellungen, Exkursionen, Homepage) und
3.) vielfältiges Bürgerengagement (Netzwerk Nutzer und Vereine, Firmenkooperation)
Ort: Bornheim in Nordrhein-Westfalen

Biotoptypen: offene Sandflächen, Grünland, Trockenrasen, Rohboden, Teich, Tümpel, Obstwiesen, Eichenhainbuchenwälder, Hudebäume

Zielart: Kreuzkröte, Wechselkröte, Gelbbauchunke, Springfrosch, Baumfalke, Wespenbussard, Ziegenmelker, Baumpieper, Feldschwirl, Neuntöter, Schwarzkehlchen, Turteltaube, Steinkauz, Kirschprachtkäfer, Sandlaufkäfer u.a.m.

Träger: BUND NRW Naturschutzstiftung / BUND Kreisgruppe Rhein-Sieg-Kreis und Vogelschutz-Komitee (VsK) jeweils als Eigentümer; mit Hilfe örtlicher Vereine (Landschafts-Schutzverein Vorgebirge, Heimat- u. Eifelverein Bornheim, Heimatverein Roisdorf).
Das Projekt wird mit dem Vogelschutz-Komitee e.V. aufgebaut und betrieben. Lokale Nutzer (insbesondere Ponyhalter, Landwirte) werden mit eingebunden.
Die Heimatvereine stehen hier seit vielen Jahren mit den klassischen Naturschützern Seit an Seit, da die Grubenflächen gegen überzogenen Quarzkiesabbau und eine Mülldeponiefolgenutzung gemeinsam verteidigt werden mussten und erfolgreich verteidigt wurden.

Das Gesamtprojekt entwickelte sich aus dem Ankauf und der Pflege von zwei benachbarten Gruben in Bornheim. Es wird unter anderem von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege und der HIT- Umwelt- und Naturschutzstiftung gefördert.
Die Pflege startete 2009, die Beweidung von Teilflächen mit Schafen begann 2010. Für 2010 wurde ein Förderantrag nach ELER (EU-Förderung) für die weitere Pflege bewilligt und umgesetzt.
Als zusätzliche Aufgabe stand 2011 die Bewältigung eines bergrechtlichen Abschlussbetriebsplanes im Raume. Das ist inzwischen abgeschlossen.

Regelmäßig finden im Jahr Pflegeaktionen statt. Bereits zweimal (2011 und 2012) konnte dabei eine große Firma im Rahmen eines social-days zur Mithilfe gewonnen werden. Circa 80 Personen kamen jeweils, um einen Tag tatkräftig zu helfen. Entsprechende Kooperationen fanden auch mit den Pfadfindern und dem THW statt.
Neben der Flächenpflege, Entbuschungsarbeiten, Obstbaumpflanzungen, dem Bau von Bienenhäuschen usw. wurden vor allem drei Gebäude im Rahmen des Projektes zurückgebaut und damit die Zersiedelung der Landschaft zu Gunsten von Biotopen, aber auch zu Gunsten des Landschaftsschutzes, gemindert.

Erste Kartierungen (Amphibien, Reptilien, Vögel, Pflanzen) im Jahr 2011 bestätigen den Erfolg der Naturschutzmaßnahmen, inzwischen (2014) sind u.a. Turteltaube, Baumpieper und Feldschwirl, Neuntöter und Schwarzkehlchen als Brutvögel nachgewiesen, der Steinkauz wurde wieder im Gebiet gesichtet, der Uhu ist regelmäßiger Gast. Erste Gelbbauchunken sind nachgewiesen worden, der Springfrosch gefördert worden, die Zauneidechse ist erstmals nachgewiesen.
Die Artenausstattung ist hochwertig und der Erhalt und die Entwicklung der Flächen ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Region.

Um die beiden Gruben herum integrierten wir ab 2012 mehr und mehr die umgebende Landschaft u. erweiterten das ursprüngliche Grubenprojekt. Die "Obstblütenlandschaft Botzdorf-Hennesenberg" wurde als Rahmenkonzept für eine etwa 120 ha große Kulisse entwickelt.
Weitere Flächen wurden angekauft u. bereits mehr als 130 neue Obstbäume (vor allem Kirschen und Birnen) neu gepflanzt. Mit Hilfe der Biologischen Station gerade auch besonders seltene Kirschsorten berücksichtigt. So entstanden zwei Sortengärten, für Kirschen und Birnen. In diesem Sinne wurde der Erhalt der biologisdchen Vielfalt auch auf den Sortenschutz ausgeweitet.
Eine kleine Schafherde mit 11 Tieren vor Ort ergänzt als "schnelle Einsatztruppe" inzwischen die Schafbeweidung durch einen externen Schäfer, der den Gesamtbestand beweidet. Ein Hudekonzept wurde aufgebaut.

Zu dem Teilgebiet der Abgrabungen existiert eine umfassende Ausstellung mit über 20 Bannern und ein Flyer. Die Ausstellung wird aktuell um die Bausteine Obstblütenlandschaft erweitert.

Regelmäßig finden unabhängig von zahlreichen Pflegeinsätzen mehrmals im Jahr Exkursionen z.B. zur Vegetation, zur Geologie u. zu den Tieren im Gebiet statt.
Insgesamt werden aktuell von den Vereinen (BUND, VsK, LSV) zusammen ca. 36 ha betreut.

Das Projekt ist modellhaft, weil hier Bürger selbst die Verantwortung für ihre Heimat übernommen haben u. viele Einzelbausteine zu einer nachhaltigen Gesamtlandschaft zusammenführen.

www.quarzgrube-brenig.de
www.vogelschutz-komitee.de/index.php/projekte/deutschland/nordrhein-westfalen/quarzgrube-brenig
www.vogelschutz-komitee.de/index.php/projekte/deutschland/nordrhein-westfalen/sandgrube-bornheim
www.lsv-vorgebirge.de

Steinbruch Steimelskopf

Steinbruch Steimelskopf

Zaunkönig und Rotkehlchen singen, im Fels blühen Heidenelken, Zauneidechsen sonnen sich auf schwarzem Basaltstein. Jetzt, denn Rettung tat Not. Der Steinbruch drohte völlig zuzuwachsen und damit seine seltenen Arten zu verlieren.

Nach mehreren Freistellungen ab Herbst 2013 hat die Sonne nun wieder Zutritt zum Fels und die letzten Sonnenanbeter kommen wieder zum Vorschein.

In diesem Zustand ist der Steinbruch auch für den Uhu interessant, denn er kann jetzt ungehindert von Bäumen gut in die Steilwand ein- und ausfliegen.


 
Karte Steimelskopf-KS

Jahresrückblick: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014

Jahresrückblick: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014

 

Jedes Jahr sterben in Deutschland zahlreiche Menschen durch Jäger und Jägerwaffen: 2014 waren es mindestens 25 Tote, 2013 sogar mindestens 40 Tote. 2012 wurden über 25 Tote dokumentiert, 2011 über 40 Tote durch Jagd, Jäger und Jägerwaffen. Zum Teil sind es Unfälle bei der Jagd, wenn Jäger, Treiber oder völlig Unbeteiligte wie Spaziergänger mit Wildtieren verwechselt werden. Häufig kommt es aber auch zu so genannten Familientragödien, wenn ein Jäger beispielsweise die Ehefrau erschießt, oder wenn ein Jäger mit der Jagdwaffe Selbstjustiz übt und - wie 2014 geschehen - einen Finanzbeamten erschießt.
Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, das Opfer aber beispielsweise schwere Operationen über sich ergehen lassen muss. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Nebenbuhler, die Ex-Frau sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Radler und Autofahrer. Universitätsstudien und Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften zufolge liegt die Zahl der jährlichen Jagdunfälle bei ca. 1600.
 

http://abschaffung-der-jagd.de/menschenalsjaegeropfer/index.html

http://abschaffung-der-jagd.de/menschenalsjaegeropfer/statistik-2014/index.html

Lesen Sie den Jahresrückblick der Initiative zur Abschaffung der Jagd:

14.12.14: Mann bei Jagdunfall verletzt

Ein 36-jähriger Mann ist bei einer Jagd im ostfriesischen Uplengen von einem Schuss getroffen worden. Dies meldet die Ostfriesen Zeitung am 14.12.2014. Demnach wollte eine 48-jährige Jägerin einen Marder schießen, traf aber den Mann in den Oberkörper. Die Polizei ermittele wegen fahrlässiger Körperverletzung.          

14.12.14: Jagdunfall - Radfahrer getroffen

„Jagdunfall: Verirrte Schrotkugel trifft 82-jährigen Radler am Kopf“, titelt focus.de am 14.12.2014. Demnach war der Radfahrer am Samstagmittag auf einer Straße bei Kempten unterwegs, als er plötzlich von einer Kugel am Kopf getroffen wurde. „Die Polizei fand heraus, dass in dem Bereich gerade eine Jagd im Gange war“, so der FOCUS. Gegen den Jäger werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

10.12.14: Toter Jäger obduziert: Jagdunfall (1 Toter)

Als ein 50-jähriger Jäger am Ende der Treibjagd sich nicht an der vereinbarten Sammelstelle einfand, wurde der Hochstand kontrolliert und der Jäger mit einer Schussverletzung im Kopfbereich aufgefunden. Die Leiche des 50-jährigen Jägers wurde obduziert - die Ermittler gehen von einem tödlichen Jagdunfall aus. Dies meldet focus.de am 10.12.2014. „Der Schuss war aus der eigenen Waffe des Mannes, einem Jagdgewehr, gekommen.“

7.12.14: Treibjagd - Jäger im Gesicht getroffen

„Erneuter Jagdunfall: 20-Jähriger von Querschläger im Gesicht getroffen“, titelt die Kronen Zeitung am 7.12.2014. Der Jäger hatte an Treibjagd in der Oststeiermark teilgenommen. „Er musste mit der Rettung ins LKH Graz eingeliefert werden“, so die Zeitung. „Die Polizei sucht nun nach dem Unglücksschützen.“         

7.12.14: Drückjagd - Jäger schießt sich selbst an

Bei einer Drückjagd auf Wildschweine bei Münsterhausen schoss sich ein 60-jähriger Jäger selbst an. Die Augsburger Allgemeine berichtet am 7.12.2014: „Der 60-Jährige machte laut Polizei seine Büchse schussklar, da er dachte, dass die Hundemeute Wild auf ihn zutreibt." Nachdem sich die Jagdhunde jedoch wieder entfernten hätten, wollte der Jäger seine Flinte sichern. Dabei löste sich der Schuss. Der Jäger musste vom Notarzt versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden.

26.11.14 Mord an Ehefrau: 7 Jahre Haft für Jäger (1 Tote)

Das Landgericht Fulda hat einen 69-jährigen Jäger zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er im Februar seine psychisch kranke Frau im Schlaf erschossen hatte. „Der Richter sagte bei der Urteilsverkündung, der Mann habe heimtückisch gehandelt“, meldet Hr online am 26.11.2014. Als mildernde Umstände hat das Gericht offenbar gelten lassen, dass der Jäger "körperlich und seelisch am Ende" und seit Jahren alkoholkrank war.

Erschreckend: Trotz seiner Alkoholsucht konnte der Mann legal Waffen besitzen und damit schießen.

14.11.14: Jagdunfall: Jäger tot aufgefunden (1 Toter)

Ein Jäger aus Sythen ist beim Aufstieg auf einen Hochsitz ums Leben gekommen. Die Halterner Zeitung berichtet am 14.11.2014: „Als er den Fuß auf die Kanzel setzte, trat er nach ersten Ermittlungen der Polizei auf ein morsches Brett. Das zerbrach, der 64-Jährige verlor daraufhin den Halt, stürzte rücklings und klemmte sich dabei unglücklicherweise einen Fuß in der Bruchstelle ein. Kopfüber blieb er an der Hochsitzleiter hängen.“

13.11.14: Familiendrama mit zwei Toten (2 Tote)

Ein Familiendrama hat sich in Rauen abgespielt: Ein älteres Ehepaar wurde erschossen aufgefunden. Die Märkische Oderzeitung berichtet am 13.11.2014: „Vermutet wird, dass ein Partner zunächst den anderen und dann sich selbst erschossen hat.“ Die Ermittler hätten am Tatort eine Waffe gefunden, die nun näher untersucht werde.

12.11.14: Deutscher Jäger starb bei Treibjagd (1 Toter)

Bei einer Treibjagd im österreichischen Bezirk Wels-Land) ist ein deutscher Jäger gestorben. Nachrichten.at meldet am 12.11.2014, der 63-jährige Jäger sei plötzlich zusammengebrochen.

11.11.14: Familiendrama: 43-Jähriger erschossen (1 Toter)

In Weiden kam es zu einer schrecklichen Bluttat: Ein 43-Jähriger verletzte erst seine Mutter schwer, und richtete anschließend einen Revolver gegen sich selbst – vor den Augen des 80-jährigen Vaters. Dies berichtet oberpfalznetz.de am 11.11.2014. „Der Revolver Marke Smith & Wesson gehört rechtmäßig dem Vater. Wie der Sohn in den Besitz der Waffe gelangt war, stand am Dienstag aber noch nicht fest.“

Ein Revolver dieses Typs ist eine typische Jagdwaffe für den „Fangschuss“.

10.11.14: Jäger bei Elchjagd erschossen (1 Toter)

BILD berichtet am 10.11.2014: "Der Abteilungsleiter der R+V Versicherung aus Hessen, der bei der Elch-Jagd im Ural aus Versehen einen Russen erschoss – er stand jetzt vor Gericht. Ein Bezirksgericht in Kurgan verurteilte ihn wegen fahrlässiger Tötung zu umgerechnet 5100 Euro Strafe."

Der Jäger aus Deutschland hatte nach dem Aussteigen aus dem Auto sein Gewehr entsichert und auf der Schulter getragen. "Dann stolperte er, ein Schuss löste sich und traf den vor ihm gehenden Bekannten Sergej Gorjaew in den Rücken", so BILD.

9.11.14: Kopfschuss bei Treibjagd im Weserbergland

Bei einer Treibjagd im Tündernschen Wald/Weserbergland in Niedersachsen wurde ein 60-jähriger Jäger von einem Projektil am Hinterkopf getroffen. Dies meldet die Deister- und Weserzeitung am 9.11.2014. Der getroffene Jäger musste mit dem Rettungshubschrauber zur Medizinischen Hochschule nach Hannover geflogen werden. Die Polizei ermittelt.

12.10.14 Jäger stirbt auf Treibjagd (1 Toter)

Bei einer Treibjagd in Eisborn/Nordrhein-Westfalen ist ein Jäger ums Leben gekommen. Dies meldet die WAZ am 12.10.2014.

10.10.14: Jäger mit Wildschwein verwechselt

Am 10. Oktober hat ein schwerer Jagdunfall im Landkreis Regensburg ereignet. Dies berichten die Mittelbayerische Zeitung und wochenblatt.de am 11.10.2014. Zwei Jäger, die voneinander nichts wussten, waren gleichzeitig in einem Jagdrevier unterwegs, um Wildschweine zu jagen.

In der Dunkelheit hat der eine Jäger seinen Kollegen offenbar mit einem Wildschwein verwechselt. »Durch einen Schuss aus der Jagdwaffe des 42-Jährigen wurde der 57-Jährige im Beckenbereich getroffen und schwer verletzt«, so wochenblatt.de. Er schwebe inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.

4.10.14: Tödlicher Jagdunfall (1 Toter)

Bei einem Jagdunfall in Kärnten ist ein deutscher Jäger tödlich verunglückt. Die Kronen Zeitung berichtet am 4.10.2014: „Mitten auf der Pirsch stürzte ein 64-jähriger deutscher Arzt und leidenschaftlicher Jäger 150 Meter über steiles, unwegsames Gelände ab.“ Ein Jagdkollege habe später die Leiche entdeckt.

3.10.14: Jagdunfall: Jäger schwer verletzt

Im Pinzgau hat sich am 3.10.2014 ein schwerer Jagdunfall ereignet. Die Tiroler Tageszeitung berichtet, dass ein 56-jähriger Jäger aus Deutschland im unwegsamen Gelände abgestürzt sei und sich dabei schwer verletzt habe.

30.9.14: Jagdunfall - Finger weggeschossen

Bei einem Jagdunfall hat sich ein 63-jähriger Jäger den linken Daumen weggeschossen. Die berichtet die Neue Presse Coburg am 30.9.2014. Demnach hatte er einen selbstgebauten Hochsitz auf dem Dach seines Geländewagens montiert. Als er mit dem Gewehr heruntersprang, löste sich ein Schuss.         

24.9.14: Jäger schießt sich im Maisfeld selbst an

Ein 37-jähriger Jäger hat sich bei der Jagd auf Wildschweine in einem Maisfeld mit seiner Jagdwaffe aller Wahrscheinlichkeit nach selbst angeschossen. Dies meldet die Lausitzer Rundschau am 24.9.2014. Er soll nicht lebensgefährlich verletzt sein.

8.9.14: Jagdunfall - Jäger schwer verletzt

Ein 47-jähriger Jäger ist nach einem Sturz vom Hochsitz im Schwarzwald mit schweren Verletzungen ins Klinikum eingeliefert worden. Dies berichtet die Schwäbische Zeitung am 8.9.2014. Demnach war der Hochsitz so morsch, dass ein Holzbrett beim Abstieg des Jägers durchbrach und er etwa vier Meter in die Tiefe stürzte.          

5.9.14: Jäger schießt seinem Sohn ins Bein

„Ex-Ratsherr schießt seinem Sohn ins Bein“, titelt BILD am 5.9.2014. Demnach hat ein 59-jähriger Politiker und passionierter Jäger aus Dinslaken am 4.9.2014 seinem 29-jährigen Sohn ins Bein geschossen und ihn schwer verletzt. „Kurz nach Mitternacht, gegen 0.50 Uhr, waren der Ex-Stadtrat und sein Sohn in Streit geraten“, so BILD. Im Verlauf des Streits habe der Jäger einen Schuss aus seiner Faustfeuerwaffe auf seinen Sohn abgegeben. Das Projektil habe ein Bein durchschlagen, der Sohn sei schwer verletzt ins Krankenhaus gekommen.

Die Polizei stellte im Haus des Politikers etliche Waffen sicher. „Für alle Waffen hatte der passionierte Jäger einen Waffenschein“, so die Zeitung.

1.9.14: Jäger erschießt Finanzbeamten (1 Toter)

Ein Jäger hat am Vormittag des 1.9.2014 im Finanzamt Rendsburg einen 58-jährigen Sachgebietsleiter erschossen. Dies meldet shz.de. „Laut Polizei ging den Schüssen ein Streit voraus“, heißt es. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Der mutmaßliche Todesschütze ist selbstständiger Steuerberater, Lokalpolitiker und soll als Jäger im Besitz mehrerer Waffen gewesen sein.

1.9.14: Streit mit Hund endet mit Kugel im Bein

„Ein lautstarker Streit mit einem Hund hat einem betrunkenen 21-Jährigen in Bogen (Landkreis Straubing-Bogen) eine Schussverletzung am Bein eingebrockt“, meldet die tz am 1.9.2014. Laut Polizei hatte ein 59-Jähriger Grundstückseigentümer Einbrecher vermutet. „Tatsächlich handelte es sich jedoch nicht um Einbrecher, sondern um drei Betrunkene, welche zu Fuß von einem Lokal in der Stadtmitte auf dem Nachhauseweg waren“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei Niederbayern.

In Wirklichkeit hatte sich der 21-Jährige hatte sich über das Gebell des Hundes aufgeregt. Der 59-jährige Hausbesitzer, der laut Polizei legal Waffen besitzt, habe mit einem Revolver einen Warnschuss abgeben wollen. Die Kugel sei wahrscheinlich an einem Gegenstand abgeprallt und habe den jungen Mann dann getroffen. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht, gegen den Schützen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

30.8.14: Jagdunfall - Jäger schwer verletzt

Ein Jäger saß gegen 19 Uhr mit seiner Waffe auf einem am Wegrand stehenden Hochsitz im Landkreis Miltenberg, als dieser einstürzte. Dabei wurde der Jäger schwer verletzt und musste mit Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Würzburg geflogen werden. „Nach den ersten Erkenntnissen der Miltenberger Polizei spricht vieles dafür, dass die seitlichen Verstrebungen, mit denen der Hochsitz gehalten werden sollte, teilweise morsch waren und dies zum Einsturz des Hochsitzes geführt hat“, meldet das Polizeipräsidium Unterfranken am 30.8.2014.

25.8.14: Wildschweinjagd: Jäger erschießt Treiber (1 Toter)

Bei einer Jagd auf Wildschweine in einem Maisfeld nahe Weikersheim (Main-Tauber-Kreis) hat ein 74-jähriger Jäger einen Treiber erschossen. „Der Getötete befand sich zum Unglückszeitpunkt in einem Maisfeld, um in seiner Funktion als Treiber Wildschweine ins freie Feld zu treiben“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ellwangen und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 25.08.2014. „Das Jagdgewehr, welches als Tatwaffe in Betracht kommt, wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.“

18.7.14: Bei Wildschweinjagd angeschossen

Bei einer Wildschweinjagd in der Wetterau ist eine 51-jährige Jägerin angeschossen und schwer verletzt worden. Dies melden die Frankfurter Neue Presse und t-online.de am 18.7.2014.

Die Jägerin war Teil einer Jagdgesellschaft, die eine Erntejagd rund um ein Feld, das gerade abgemäht wurde, veranstaltete. Die Jäger schossen auf die Wildschweine, die aus dem Feld flüchteten. Ein 52 Jahre alter Jagdgenosse hatte eigentlich ein flüchtendes Wildschwein erlegen wollte. Dabei wurde die 51-Jährige von einem Projektil im Hüftbereich getroffen. Sie musste mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Frankfurt geflogen werden.

18.7.14: Erntejagd - auf Mähdrescher angeschossen

Die Erntejagden gehen wieder los: Bei einem Jagdunfall in der Nähe der L 3017 bei Wildsachsen wurde ein 37 jähriger Landwirt angeschossen, der mit seinem Mähdrescher ein Rapsfeld mähte. Dies berichtet die Frankfurter Neue Presse am 18.7.2014.

Demnach schossen Teilnehmer eines Jagdseminars auf flüchtende Wildschweine. Dabei durchschlug eine Kugel die Frontscheibe des Mähdreschers und traf den Landwirt unterhalb des Knies. „Der Schütze – ein 69-Jähriger aus Hofheim – hat jedenfalls eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung am Hals“, so die Zeitung.

2.7.14: Jäger erschießt 39-Jährigen (1 Toter)

In Köln-Deutz hatte sich ein 63-jähriger ehemaliger Jäger in seiner Wohnung verschanzt und damit gedrohte, sich umzubringen. Weil auf den Mann mehrere Waffen angemeldet waren, stürmte ein Spezialeinsatzkommando der Polizei die Wohnung – und entdeckten dort in einer Blutlache die Leiche eines 39-jährigen Mannes. Dies meldet der Kölner Stadtanzeiger am 2.7.2014. Demnach sollen sich in der Wohnung mehrere Waffen befunden haben.

30.6.14: Mann drohte Frau und sich zu erschießen

„Ehemann drohte seine Frau und sich zu erschießen“, meldet die Ahrensburger Polizei am 30.6.2014 und berichtet, dass ein 71- Jähriger sich mit Schusswaffe in der Hand an das Bett seiner 64-jährigen Frau gestellt hatte: "Er drohte ihr damit, sie und sich selbst umzubringen. Die Frau sprang sofort aus dem Bett heraus, stieß ihren Mann beiseite und floh aus dem Haus heraus zu den Nachbarn. Die Nachbarn riefen dann bei der Polizei an. Die Ehefrau teilte mit, dass ihr Mann im Besitz von scharfen Schusswaffen war." Die Polizei sperrte den Bereich um das Haus komplett ab. Der 71- Jährige wurde überwältigt und festgenommen. "Der Mann war im Besitz einer Waffenbesitzkarte", so die Polizei.

11.6.14: Ehefrau mit Jagdgewehr erschossen (1 Tote)

Ein 53-Jähriger soll seine Ehefrau im Garten hinter dem Haus ihrer Eltern im sächsischen Rossau mit einem Jagdgewehr erschossen haben. Dies berichtet die Thüringer Allgemeine am 11.6.2014.

Die Mutter der Getöteten bekam einen Schuss ins Bein. Der Vater der Getöteten habe die Polizei gerufen, weil sein Schwiegersohn um sich schoss. Der Mann habe auch noch auf das Polizeiauto gefeuert, bevor er mit seinem Gewehr im Auto floh. Am 10.6.2014, einen Tag nach den tödlichen Schüssen, nahmen Spezialeinsatzkräfte den flüchtigen Mordverdächtigen fest.         

10.6.14: Familiendrama endet tödlich (1 Toter)

„Familiendrama endet tödlich“, titelt allgaeuhit.de am 10.6.2014. Demnach hat ein 82-jähriger Mann seinen 54 Jahre alten Sohn im Landkreis Ludwigsburg bei einem Familienstreit mit einem Gewehr erschossen.

6.6.14: Jäger bei Entenjagd ertrunken (1 Toter)

Ein Jäger ist bei der Entenjagd im Landkreis Regensburg in einem Weiher ertrunken. Dies berichtet die Augsburger-Allgemeine und die Mittelbayerische Zeitung am 6.6.2014. Laut Polizei hatte Jäger im Brauneiser-Weiher Enten geschossen. Eigentlich sollten seine Hunde die toten Enten aus dem Wasser holen. "Sie waren aber wohl zu schwach, so dass der 40-Jährige selbst in den Weiher stieg", berichtet die Mittelbayerische Zeitung. Rettungskräfte konnten den Jäger nach längerer Suche nur noch tot aus dem trüben Weiher bergen.         

14.5.14: Jäger schießt Frau an

„Jagdunfall: Jäger schießt Frau an“, meldet Focus online, 14.5.2014. Demnach hat ein 66-jähriger Jäger bei einer Jagd auf Wildschweine in Tauberbischofsheim eine 63-jährige Frau angeschossen, die auf einer Bank saß. Laut Polizei habe der Schuss die Frau in den Oberarm getroffen.

12.5.14: Jäger bringt Radler in Gefahr

„Jäger ballert durch die Gegend und bringt Radler in Gefahr“, meldet der Merkur am 12.5.2014. Demnach waren zwei Radler im Wald zwischen Malching und Mammendorf unterwegs, als sie Schüsse hörten und mindestens eine Kugel über ihre Köpfe flog. „Herbeigerufene Polizisten machten den Jäger ausfindig. Er war dabei, seine Jagdwaffe, die er erlaubterweise besitzt, einzuschießen“, so der Merkur. Laut Polizei würden gegen den Jäger strafrechtliche Verfahren geprüft.         

11.5.14: Jäger schießt sich selbst an

„Jäger schießt sich selbst an“ meldet Focus online am 11.5.2014. Demnach hat sich ein Jäger im Harz beim Heruntersteigen von seinem Hochsitz aus Versehen selbst ins Bein geschossen.

15.4.14: Wütender Jäger prügelt Spaziergänger

„Wütender Jäger prügelt mit Stock auf Spaziergänger ein“, titelt die Lippische Landeszeitung am 15.4.2014. Demnach musste sich ein 76-jähriger Jäger vom Landgericht Detmold wegen gefährlicher Körperverletzung zur Zahlung von 9.600 Euro verurteilt: Im Oktober 2012 hatte der Waidmann einem Spaziergänger in einem mit einem massiven Stock auf den Kopf geschlagen.

14.4.14: Jagdunfall - 51-Jähriger angeschossen

In Grafenwörth hat sich ein Jagdunfall ereignet, bei dem ein 51-jähriger Jäger angeschossen wurde. Der Waidmann wollte Wildschweine schießen. „Doch anstatt eine Sau zu erlegen, löste sich ein Schuss, der ihn traf“, so meinbezirk.at am 14.4.2014. Während des Laufens hatte sich der Tragriemen des Gewehrs gelöst und das Gewehr war zu Boden gefallen. Der Schuss traf den Jäger in die Schulter.       

13.4.14: Jagdunfall - Jäger schwer verletzt

Ein 49-jähriger Jäger verunglückte beim Aufstellen eines Hochsitzes: Der kippte plötzlich um, wodurch der Jäger von einer Holzstange getroffen wurde. „Er zog sich hierbei schwere Verletzungen zu und musste in ein Klinikum gebracht werden“, meldet das Polizeipräsidium Ulm am 13.4.2014

31.3.14: Wildschwein verfehlt, Frau getroffen

"Wildschwein verfehlt, Frau getroffen", titelt "Die Presse" (Print-Ausgabe, 31.03.2014). Der Schuss eines Jägers hatte eine Forstarbeiterin in Niederösterreich getroffen und schwer verletzt. Der Oberste Gerichtshof hat nun entschieden, dass der Jäger Schadenersatz in Höhe von rund 97.000 Euro leisten muss, weil er sich nicht über die Forstarbeiten erkundigt hatte. Paragraph 96 des niederösterreichischen Jagdgesetzes verbiete Jägern jede Tätigkeit, die Menschen auch nur abstrakt gefährden könne. „Im Mittelpunkt des Prozesses stand die Frage, inwieweit ein Jäger Erkundigungen über andere im Wald befindliche Personen vornehmen muss, bevor er Schüsse abgibt“, so die Zeitung.        

27.3.14: Gewehrkugel trifft fahrendes Auto

Auf der A94 bei Riem ist ein Projektil aus einem Jagdgewehr in ein fahrendes Auto eingeschlagen und verfehlte den 67-jährigen Fahrer nur knapp. Dies meldet OVB online am 27.3.2014. Demnach ermittle die Polizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr          

25.3.14: Jäger erschießt Ehefrau und sich selbst (2 Tote)

Auf Föhr soll ein 84-jähriger Jäger seine 83-jährige Frau und anschließend sich selbst mit seinem Gewehr erschossen haben. Das Familiendrama ereignete sich auf dem Aussiedlerhof des Ehepaares. Dies meldet der Insel-Bote am 25.3.2014

12.3.14: Jäger schoss sich selbst ins Bein

„Jagd-Unfall: Jäger schoss sich selbst ins Bein“, meldet heute.at am 12.3.2014. Demnach war ein 75-jähriger Jäger in einem Wald auf der Jagd, als er sich beim Nachladen seines Schrotgewehrs ins linke Bein schoss.       

4.3.14: Sohn soll Mutter erschossen haben (1 Tote)

Eine 77-jährige Rentnerin im Harz erschossen – als Tatverdächtigen nahm die Polizei den 48-jährigen Sohn der Frau fest. Dies meldet die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine am 4.3.2014. Weiter heit es: „Polizeiangaben zufolge stand der 48-Jährige zum Tatzeitpunkt wohl erheblich unter Alkoholeinfluss.“

Ob der Sohn Jäger war oder woher er die Schusswaffe hatte, wurde in der Presse nicht mitgeteilt.      

28.2.14: Mann tötet Ehefrau (1 Tote)

„Mann tötet seine Ehefrau - Familiendrama?“, meldet der NDR am 28.2.2014. Demnach hat ein 73-Jähriger seine 66-jährige Ehefrau mit einer Waffe getötet.

„Auch ein Sondereinsatzkommando rückte an und umstellte den Resthof“, so der NDR.

15.2.14: Zwei Tote bei Familiendrama (2 Tote)

Eine Familientragödie hat in Bad Cannstatt ereignet: Ein 53-jähriger Familienvater erschoss seine 43-jährige Frau und sich selbst. Dies berichtet das Schwäbische Tagblatt am 15.02.2014. Der Mann soll neben mehreren Pistolen auch ein Jagdgewehr besessen haben.

16.1.14: Jäger schießt Jäger

Eine Entenjagd an den Krugsweihern endet im Krankenhaus: Bei einem Jagdausflug dreier Jäger schoss ein 50-jähriger Waidmann seiner Schrotflinte auf eine Ente, traf dabei jedoch seinen Jagdkollegen ins Gesicht – er wurde schwer verletzt. Dies meldet n-land.de am 16.1.2014.

13.1.14: Mann schießt Ehefrau in den Kopf (1 Tote)

„40-Jährige stirbt nach Beziehungsdrama auf Reiterhof“ titelt Focus online am 13.1.2014. Demnach hat ein 70-Jähriger auf einem Reiterhof im Kreis Harburg seiner 40 Jahre alten Frau in den Kopf geschossen. Die Pistole habe der Mann laut Polizei legal in seinem Besitz gehabt.

3.1.14: Jagdunfall mit zwei Toten (2 Tote)

Am 2. Januar hat im Kreis Pfaffenhofen ein tragischer Jagdunfall bei der Entenjagd ereignet, der einem 33-jährigen und einem 70-jährigen Jäger das Leben kostete. Dies meldet die Augsburger Allgemeine am 3.1.2014.

Verfassungsbeschwerden gegen neues Bundesjagdgesetz eingereicht

Liebe Freundinnen und Freunde einer Natur ohne Jagd,

zwei Tierschutzstiftungen, eine Stiftung aus Niedersachsen und eine Stiftung aus Bayern haben Verfassungsbeschwerden gegen die Neuregelung des Bundesjagdgesetzes eingelegt. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass Jäger auf ihren Flächen Tiere tot schießen, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am 26.06.2012 eindeutig entschieden hat, dass es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren ist, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.

Aufgrund des Urteils des höchsten europäischen Gerichts wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern. Am 6.12.2013 ist das »Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften« in Kraft getreten.

Doch die Neuregelung des Bundesjagdgesetzes gilt nicht für so genannte juristische Personen wie Tierschutzvereine oder Tierschutz-Stiftungen. Wenn also Tierschützer in Stiftungen oder Tierschutzvereinen zusammengeschlossen sind und Flächen besitzen, auf denen sie Biotope anlegen, um Lebensraum für Wildtiere zu schaffen, müssen sie weiterhin hinnehmen, dass Jäger auf diesen Flächen Tiere tot schießen!

Lesen Sie dazu unten die Pressemitteilung der Kanzlei Storr zur Verfassungsbeschwerde der Tierschutz-Stiftungen.

Lesen Sie dazu auch: Skandal: Gesetzesänderung unter massivem Einfluss der Jagdlobby

Viele freundliche und tierfreundliche Grüße
von der Initiative zur Abschaffung der Jagd
 www.abschaffung-der-jagd.de
und der Bürgerbewegung „Zwangsbejagung ade“
www.zwangsbejagung-ade.de


Pressemitteilung

Verfassungsbeschwerden gegen neues Bundesjagdgesetz eingereicht:

Neues Jagdgesetz benachteiligt juristische Personen, die nicht zwangsbejagt werden wollen

Seit Jahren wehren sich Grundeigentümer in Deutschland vor Gericht, weil sie nicht wollen, dass auf ihren Flächen gejagt wird. Durch einen gesetzlich verordneten Zwang der Mitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft konnten sie das bis zum Jahr 2012 nicht verhindern. Dann aber entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am 26.06.2012, dass die so genannte Zwangsbejagung menschenrechtswidrig ist, sofern die Eigentümer dies aus ethischen Gründen nicht wollen. Grundstückseigentümer in Deutschland müssen somit die Jagd auf ihren eigenen Flächen nicht mehr länger dulden. Oder etwa doch?

Neuregelung gilt nicht für juristische Personen

Der Bundesgesetzgeber hat in der Zwischenzeit das Bundesjagdgesetz entsprechend geändert und die neue Vorschrift des § 6a eingefügt. Der neue § 6a BJagdG sieht jedoch vor, dass nur natürliche Personen einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Grundflächen stellen können.

Diese Regelung führt zu der absurden gesetzgeberischen Schieflage, dass eine natürliche Person, welche den Beruf des Metzgers ausübt, die Jagd aber aus ethischen Gründen ablehnt, da die Tiere bei der Jagd nicht vor ihrer Tötung betäubt werden, einen Anspruch auf Befriedung ihrer Flächen hat, wohingegen ethische Jagdgegner und Vegetarier, die sich zu einer Organisation mit dem Ziel zusammenschließen, Natur und Tiere zu schützen, und für dieses Ziel unter Aufwendung von erheblichen finanziellen Investitionen tagein und tagaus unter Einsatz ihrer gesamten Arbeitskraft tätig sind, die Jagd auf den Flächen ihrer Organisation weiter dulden müssen.

Diese Schieflage verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass dieses neue Gesetz von der Jagd- und Agrarlobby selbst gestrickt wurde. Ein Bundestagsabgeordneter der CDU gab auch offen zu, dass man Jagdgegnern den Austritt aus der Jagdgenossenschaft so schwer wie möglich machen wollte.

Zwei Stiftungen haben Verfassungsbeschwerde eingereicht

Eine Stiftung aus Niedersachsen sowie eine Stiftung aus Bayern, die ihre Grundflächen nicht für ein derart blutiges Hobby zur Verfügung stellen wollen, haben innerhalb der Jahresfrist am 04.12.2014 Verfassungsbeschwerden gegen die Neuregelung des Bundesjagdgesetzes über die Kanzlei Storr eingelegt. Sie berufen sich auf eine Verletzung des Eigentumsrechts sowie auf eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes. Sollten die Beschwerdeführer vor dem Bundesverfassungsgericht nicht erfolgreich sein, droht unter Umständen ein erneuter Urteilsspruch gegen die Jäger aus Straßburg vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Stromberg, den 19.12.2014

Rechtsanwalt
Dominik Storr
Marderweg 10

D-55442 Stromberg

Telefon: +49 (0)6724-605674-2
Telefax: +49 (0)6724-605674-3
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Internetauftritt: www.dominik-storr.de

Bericht: Zählungen 2014 aus dem Raketenwald

Frisch aus dem Quartier zurück möchte ich sogleich Bericht erstatten. Vorweg: Ich bin erfreut!
zunächst zur Erinnerung die Zahlen der Vorjahre:

Fledermäuse im Raketenwald 2011 – 2013 im Vergleich                      
Art Schießgang11 Große Kammer11 gesamt11   Gang12 Kammer12 gesamt12   Gang13 Kammer13 gesamt13
Wasserfledermaus 21 5     54 8     26 15  
Fransenfledermaus 32 1     30 2     22 2  
braunes Langohr 8 4     8 1     3 1  
Bechsteinfledermaus 3 1     3 4     5 4  
Großes Mausohr 19 0     24 0     12 1  
Mopsfledermaus 1 5     0 13     0 0  
Gesamtzahl     100       147       91
                       


Hier der aktuelle Bestand:

Schießgang:
Wasserfledermaus: 43, Braunes Langohr: 4, Fransenfledermaus: 23, Mops: 7, Bechsteinfledermaus:1, Mausohr: 21
Damit wurden im Gang 99 Tiere gefunden.
Große Kammer:
Wasserfledermaus: 22, Braunes Langohr: 7, Fransenfledermaus: 10, Mops: 8, Bechsteinfledermaus: 4, Mausohr: 0
Damit wurden in der Großen Kammer 51 Tiere gefunden.

Insgesamt also 150 Fledermäuse.

In der ersten Bewertung ist festzustellen: Es handelt sich um die höchste Tierzahl seit Übernahme des Projektes und Zählung durch das VsK, alle vorhandenen FFH Anhang II Arten sind weiter gut vertreten. Die Einschätzung, dass die niedrigeren Zahlen aus 2013 witterungsbedingt zu begründen sind, ist damit erhärtet.
Insbesondere ist eine Steigerung der Zahlen in der Großen Kammer zu beachten.  Das VsK veranlasste in 2014 eine Quartiersoptimierung. Es wurden 20 zusätzliche Hangelemente aus Holzbeton eingebaut. Von diesen Elementen sind bereits 8 von Tieren, Wasserfledermäusen und Braune Langohren besetzt worden. Eine Annahme von 40 % im 1. Jahr ist oberhalb der allgemeinen Erfahrung und belegt, wie richtig der Ausbau war.

 Jörg Harder 
Fledermaus