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Hier geben wir Ihnen Termine des VsK oder andere wichtige Termine bekannt.

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Starker Zuspruch der Kraniche am Rastplatz Linum!


30. Oktober 2009


Nachdem vor gut zwei Wochen mit dem Kälteeinbruch nahezu 30.000 Kraniche
aus dem Bereich Oberes Rhinluch (Brandenburg) abgezogen waren, ist nun
ein deutlicher zahlenmäßiger und artenbezogener Anstieg der dort rastenden
Zugvögel zu verzeichnen.

Die Bestandserfassung am 27. Oktober 2009 ergab eine Gesamtzahl
von etwas über 75.000 Kranichen.

Auch die Zahl der Wildgänse ist weiter angestiegen über die schon
registrierten 60.000 Vögel hinaus, mit deutlichem Zuzug der Blessgänse
und Saatgänse seit dem 21.10., die aus den russischen Brutgebieten
kommend in Linum rasten und teilweise überwintern.

- Es zeigt sich einnmal mehr, dass die Region des Oberen Rhinluchs als
bedeutsamster Rastpatz für Kraniche, Wildgänse und andere Zugvogelarten
in seiner “Trittsteinfunktion” unersetzlich ist und des besonderen Schutzes
und gezielter Entwicklung durch Wiedevernässung des ehemaligen
Niedermoores bedarf.

Dr. Eberhard Schneider

Idee - Natur



Recht


Pferd erschrickt durch vorbeilaufenden Hund: Hundehalter haftet nicht für Schäden eines abgeworfenen Reiters

 

 


Wir hatten berichtet, dass das nicht klagebefugte Vogelschutz-Komitee den BUND unterstützt hat, in einer Klage gegen den Glaskubus auf dem Drachenfels (Bonn). Dazu erging nun das Urteil
Hier die Pressemitteilung des VG Köln

Klage gegen Glasbau auf dem Drachenfels erfolgreich

7. August 2012

Die vom Rhein-Sieg-Kreis erteilte Erlaubnis zur Gestaltung der Glasfassade des Glaskubus auf dem Drachenfels ist rechtswidrig, weil es Vogelschutzglas gibt, das erheblich wirksamer Vogelschlag vermeidet als das bereits eingebaute Glas. Dies hat das Verwaltungsgericht Köln mit einem heute den Beteiligten bekannt gegebenen Urteil festgestellt und damit einer Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stattgegeben.

Der Drachenfels ist mit jährlich etwa 450.000 Besuchern ein herausragendes touristisches Ziel von überregionaler Bedeutung. Das Drachenfelsplateau liegt in dem nach europäischen Vorgaben besonders schützenswerten Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) „Siebengebirge“. Schon seit vielen Jahren gab es Überlegungen, das Drachenfelsplateau umzugestalten. Im Herbst 2010 beschloss daher der Rat der Stadt Königswinter einen Bebauungsplan für das Plateau. Im März 2011 nahm die Bezirksregierung Köln das Plateau aus seiner Naturschutzgebietsverordnung aus. Im August 2011 erteilte die Stadt Königswinter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt eine Baugenehmigung zur Umgestaltung des Plateaus. Schließlich befreite der Rhein-Sieg-Kreis als Landschaftsbehörde die Bauherrin von dem naturschutzrechtlichen Verbot, Veränderungen oder nachhaltige Störungen des umliegenden Naturschutzgebiets herbeizuführen.

Gegen die vom Rhein-Sieg-Kreis erteilte Befreiung erhob der BUND im August 2011 Klage vor dem Verwaltungsgericht, weil er befürchtet, dass das verwendete Glas nicht geeignet ist, Vogelschlag zu vermeiden. Das Gericht hat nunmehr entschieden, dass die Erlaubnis zur Gestaltung der Glasfassade rechtswidrig ist. Es stellte fest, dass die naturschutzrechtlichen Vorgaben weiterhin gelten, obwohl das Drachenfelsplateau inzwischen aus der Naturschutzgebietsverordnung ausgenommen sei. Es komme nicht darauf an, ob der Glaskubus im Naturschutzgebiet selbst liege. Maßgeblich sei allein, dass sich der Bau auf das umliegende Naturschutzgebiet negativ auswirken könne. Zwar habe der Rhein-Sieg-Kreis bei seiner Entscheidung berücksichtigen dürfen, dass der Neubau dazu dient, das Drachenfelsplateau als herausragendes touristisches Ziel zeitgemäßen Anforderungen entsprechend zu gestalten. Jedoch sei die Erlaubnis zur Gestaltung der Glasfassade rechtswidrig, weil es im Vergleich zu dem eingebauten Glas andere Möglichkeiten gebe, den Vogelschlag erheblich wirksamer zu vermeiden. So könnten z.B. Glastypen mit sichtbaren Markierungen einen Vogelschlag in mehr als 90 % der Fälle verhindern. Dass der Einbau hochwirksamen Glases unzumutbare Mehrkosten verursacht hätte, sei nicht ersichtlich und von der Bauherrin auch nicht geltend gemacht worden. Schließlich komme es nicht auf den Einwand der Bauherrin an, dass bei anderen wirksameren Varianten möglicherweise nur eine eingeschränkte Durchsicht des Glases gegeben sei. Eine solche allein an persönlichen ästhetischen Empfindungen orientierte Betrachtungsweise könne sich gegenüber den erheblichen Belangen des Naturschutzes nicht durchzusetzen, die durch die Ausweisung des Siebengebirges als Naturschutz- und FFH-Gebiet belegt seien.

Gegen das Urteil kann innerhalb eines Monats nach dessen Zustellung Antrag auf Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht in Münster gestellt werden.

Az.: 14 K 4263/11

 

Gänseforschung

 
Tagungsbericht der Fachgruppe „Gänseökologie“ gemeinsam mit der Fachgruppe „Vögel der Polargebiete“ und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) Xanten, 17.-19. 10. 2014 (13.07.2015)


 

  • WDR Bericht über Blässgansbesenderung - HIER UND HEUTE - Familie Wildgans auf der Spur: Sendung vom 31.01.2014  Sie kommen jedes Jahr zu Hunderttausenden aus dem fernen Russland an den Niederrhein. Blessgänse, die auf den Seen und Wiesen entlang des Rheins den Winter verbringen. Genau beobachtet von Andrea Koelzsch und Gerard Muskens (27.02.2014)
  • Rückkehr nach Kolguev Anfang August fand eine neuerliche Expedition nach Kolguev statt. Gemeinsam mit Prof. Martin Wikelski vom Max Planck Institut für Ornithologie in Radolfzell und seinen Kollegen zogen wir aus, um Blessgänse für einige laufende Untersuchungen zu fangen. Am 3. August trafen wir uns in Hannover auf dem Flughafen und flogen gemeinsam nach Moskau, wo wir einen Teil unserer russischen Kollegen trafen. Am nächsten Tag flogen wir nach Nayarn-Mar weiter, um dann mit dem Helikopter nach Kolguev zu fliegen. Vor Ort warteten bereits in einen kleinen Camp drei Studenten aus Moskau, die bereits seit einigen Wochen dort Feldarbeiten durchführten. (24.10.2013)
  • Gans lästig Millionen Wildgänse verursachen Millionenschäden. »Abschießen«, fordern Landwirte. »Vogelmörder«, schallt es zurück. Was ist zu tun? (Von Hans Schuh 26,.04.2013 Link onlineausgabe)
  • Forscher reist mit den Wildgänsen in die Arktis Zu einer weiteren Expedition in die arktischen Brutgebiete der Bless- und Nonnengänse bricht der norddeutsche Gänseforscher Dr. Helmut Kruckenberg in den kommenden Tagen auf. Ziel ist auch in diesem Jahr Kolguev, eine Insel inmitten der Barentsee. Hier brütet ein erheblicher Anteil der Wildgänse, die im Winter in Niedersachsen überwintern. Hier erforschen deutsche und russische Wissenschaftler die Ökologie der Vögel und den Einfluss des Klimawandels auf Flora und Fauna. (2012)
  • Arktische Gänse (11.03.2009)
  • Gänsetagung 2008 (01.09.2008)
  • Neues Gänsemerkblatt (29.04.2008)
  • Ergebnisse aus der Gänseforschung (Vogelwarte 12/2007)
  • Gänsebesenderung (DEWEZET 2007)
  • Arktis-Expedition (Verden Aller-Zeitung 09/2006)
  • Blessgans-Expedition (VÖGEL 03/2006)