| Neue Giftanschläge auf Greifvögel |
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Immer wieder finden Natur- und Tierschützer die sterblichen Reste von Greifvögeln und anderen fleischessenden Tieren, wie etwa Rabenvögeln, die entweder Schussverletzungen tragen, Quetschungen aus Fallen aufweisen oder vergiftet sind - wie spätere Untersuchungen dann zeigen. Bei der Giftanwendung, die über ausgelegte Kadaverreste von Wild (z. B. die Innereien) oder Reste aus Haustierschlachtung erfolgt, sind es meist landwirtschaftliche Gifte, zu denen die Täter wohl am leichtesten Zugang in den betrieblichen Restbeständen ihrer „Agrarlabors“ haben. Nun wurden wieder Vergiftungsfälle an Seeadlern bekannt.
Mit Datum 05. Februar 2011 berichtet der Wattenrat www.wattenrat.de Bei der Umweltorganisation WWF scheinen in Sachen Naturschutz schwerwiegende Wahrnehmungsstörungen zu existieren. Wenn Greifvögel an ausgelegten Giftködern zugrunde gehen, dann resultiert daraus eine Strafanzeige samt Belohnung für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Täter. Gut. Wenn dagegen Greifvögel mit den Riesenpropellern von EEG-Maschinen kollidieren und tödlich getroffen oder schwer verletzt zu Boden flattern, dann haben sie halt einfach Pech gehabt. Die Excel-Datei aus der zentralen Fundkartei der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg listet aktuell bis zum 19.01.2011 insgesamt 1.251 Vogelschlagopfer auf, darunter 6 Fischadler, 1 Schreiadler und 57 Seeadler. Zudem 4 Wanderfalken (Falco peregrinus), welche als geschützte Art in der Auflistung des Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzübereinkommens zu finden ist. Wo bleiben da die Meldungen des WWF über Strafanzeigen samt Belohnung zur Ergreifung und Bestrafung der Täter? WWF - mehr Schein als Sein, oder?"
Eigene Anmerkung: Leider sind diese Fälle der illegalen Tötung nicht unbedingt auf „Wilderer“ und dergleichen zurückzuführen. Werden tote Greifvögel in den Jagdrevieren aufgefunden, verhalten sich Jäger oftmals sehr zurückhaltend. Da sind sie weniger an der Aufklärung und der Entdeckung irgendwelcher „Wilderer“ interessiert. Nicht selten steckt der örtlich Jagdausübungsberechtigte mit unter einer Decke mit den Gifttätern. |


