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Verstoß gegen Tierschutz: Strafbefehl gegen Altenauer Buchfinkenfreund

Clausthal-Zellerfeld, 09. August 2017:
Mit einer großen Überraschung platzte die von uns mit Spannung erwartete Hauptverhandlung beim Amtsgericht in Clausthal-Zellerfeld gegen eines der führenden Mitglieder der Harzer Buchfinkengilde aus Altenau/Harz.

Der, uns seit vielen Jahren unliebsam bekannte, Buchfinkenhalter sollte sich wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Der Tatvorwurf lautet, dass der Vogelhalter ohne nötige Erlaubnis einen frei lebenden Buchfink gefangen habe und in einem zu kleinen Käfig  mit nicht ausreichenden Rückzugsmöglichkeiten gehalten habe. Den dadurch dem Vogel beigebrachten Stress habe der Finkner billigend in Kauf genommen. Der Tatvorwurf bezieht auch ein, dass ein weiterer Vogel verschiedene Verletzungen, wie etwa ein gebrochenes Bein, aufgewiesen habe. Der Buchfinkenhalter wäre verpflichtet gewesen, die Vögel entsprechend ihren artspezifischen Bedürfnissen, verhaltensgerecht unterzubringen und zu pflegen.

Auf Grund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte diese bereits gegen Ende März diesen Jahres einen Strafbefehl über 1.925 Euro beim zuständigen Amtsgericht beantragt*). Dagegen hatte der Vogelhalter Widerspruch eingelegt, weshalb eine Hauptverhandlung fällig geworden war. Nun ist der, bei den alljährlichen „Finkenmanövern“ stets quasi auf den Sieg abonnierte, Vogelhalter einer vermutlich zu erwartenden Verurteilung zuvor gekommen. Er hat dieser wohl die „billigere Lösung“ der Geldstrafe vorgezogen?

Dies ist fraglos ein wichtiger „Meilenstein“ in unseren langjährigen Auseinandersetzungen mit den „Finknern“ des Harzes – in West und Ost - und unseren Bemühungen zur Abschaffung dieser, einer zivilisierten, kultivierten Gesellschaft unwürdigen, tierquälerischen Veranstaltung des „Buchfinkengesangswettstreits“. Ob die nun festgestellte Straffälligkeit eines der führenden Finkner im Harz die jahrelang wegschauenden örtlichen Behörden bewegen wird, unseren zahlreich vorgelegten Beweisen wegen Verstößen gegen tier- und naturschutzrechtliche Bestimmungen nachzugehen und dem Spuk im „schönen Harzer Wald“ endlich das verdiente Ende zu bereiten, bleibt abzuwarten. Immerhin hat diesmal eine Anzeige des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz zu den jetzt in einer Geldstrafe mündenden Ermittlungen geführt.

Aber noch ist das Unwesen der Harzer Buchfinkenhaltung und der schändlichen „Finkenmanöver“ nicht beendet. Immerhin ist der Altenauer auch verwickelt in die Machenschaften eines vor ca. zwei Jahren dingfest gemachten und inzwischen bestraften Vogelfängers aus Bottrop, von dem der Harzer Finkner mehrere unerlaubt in freier Wildbahn, resp. dem dortigen örtlichen Friedhof, eingefangene Buchfinken erworben hat. – Welche dann mit typischem Harzer Gesangsdialekt die „Finkenmanöver“ bereichert haben?

Unsere langjährige Forderung nach  Abschaffung des „Unkulturgutes“ Finkenmanöver erhalten wir aufrecht. Wir bleiben am Ball! Immerhin haben wir den besagten “Buchfinkenfreund“ schon längst wissen lassen:
Wir knipsen das Licht aus.“

Dr. Eberhard Schneider

*): Quelle: Goslarsche Zeitung vom 29.03.2017
Verstoß gegen Tierschutz: Strafbefehl gegen Altenauer Buchfinkenfreund
Altenau/Goslar. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat nach längerer Prüfung beim Amtsgericht Clausthal-Zellerfeld den Erlass eines Strafbefehls gegen einen Buchfinkenhalter aus Altenau beantragt.




 

Diesen Monat Vogelstimme vom Bluthänfling online

Wir möchten ausdrücklich auf den Gesang des gern auch schlicht „Hänfling“ genannten Bluthänflings verweisen. Wie nahezu alle heimischen Singvögel der offenen Feld- und Wiesenlandschaften ist auch der Carduelis cannabina von einem starken Bestandsrückgang betroffen.

Er stellt unter den „häufigen Brutvögeln“ eine der am stärksten vom Rückgang betroffenen Arten dar. Nach den Angaben im Atlas Deutscher Brutvogelarten ist der anhaltende, vermutlich vormals weit unterschätzte(!)  Bestandsrückgang schon seit einigen Jahrzehnten registriert: bereits Mitte der 1980er Jahre waren in Deutschland viele lokale Bestände schon erloschen. Die Bestandsabnahme hat sich seit dem überall in Deutschland fortgesetzt.

Am stärksten sind die Bestandsverluste im Süden und Südwesten, etwa in Bayern mit Abnahme auf ca. 50% zwischen 1975 und 1999 und einem Rückgang im Bodenseegebiet um etwa 77% zwischen 1980 und 2000. Um mindestens 50% ging der Bestand in Hessen zwischen 1980 und 2005 zurück; ebenso sind massive Bestandseinbrüche aus dem Nordwesten bekannt,  in Niedersachsen nahm der Häftlingsbestand zwischen den 1960er Jahren und 2005 um etwa 2/3 ab. In Brandenburg betrug der Rückgang allein zwischen 1995 und 2005 über 54%.

Wenn gleich nicht alle Gebiete im großen Verbreitungsareal in gleicher Weise vom Rückgang dieser Singvogelart  betroffen sind, setzt sich diese negative Entwicklung insbesondere in den durch intensive Agrarwirtschaft bestimmten Gebieten fort.

Man muss keine Schwarzmalerei betreiben, um die Sorge um das sich anbahnende Aussterben des Bluthänflings auszudrücken!

Mit seinen Maßnahmen zur langfristigen Erhaltung der Offenlandlebensräume bemüht sich das Vogelschutzkomitee zur dauerhaften Sicherung von Brut- und Nahrungshabitaten auch für den Hänfling. Insbesondere die uns im Nationalen Naturerbe übertragenen, bisher agrarisch genutzten, Flächen in Sachsen-Anhalt werden wir durch Extensivierung des Ackerbaus oder Unterlassen jeder landwirtschaftlichen Nutzung umgestalten zu Biotopinseln, die auch dem Bluthänfling wieder als bewohnbarer Lebensraum zur Verfügung stehen.

Ihre Hilfe wird dafür dringend benötigt. Darum tragen Sie mit Ihrer Spende dazu bei, den Hänfling zu retten!

Dr. Eberhard Schneider, 15.07.2017



 

Broschüre „Wegweiser Wildnis in Deutschland“erschienen

Frankfurt/Berlin, 3.07.2017. Die Initiative „Wildnis in Deutschland“, die von 18 Naturschutzorganisationen, zu denen auch das Vogelschutz-Komitee zählt, hat die Broschüre „Wir für Wildnis“ herausgegeben. Mit diesem „Wegweiser zu mehr Wildnis in Deutschland“ unterstreichen die Verbände und Stiftungen mit elf gemeinsamen Positionen ihre Geschlossenheit im Bemühen, auch in Deutschland größere Gebiete zu entwickeln, die als sich natürlich weiter entwickelnde Lebensräume frei von Nutzungen und Einflussnahmen durch Menschen bleiben sollen. Diese Wildnisgebiete sollen  einen besonderen Schutz erfahren, um der freilebenden heimischen Tier-und Pflanzenwelt in der, durch fortschreitende intensive Landnutzung und durch die unaufhaltsame Klimaänderung bestimmten, Gegenwart das Überleben und die Erhaltung der Biodiversität für die Zukunft zu sichern.

Die Broschüre kann gegen Einsendung einer adressierten, mit 1,45 Euro frankierten DIN A4_Briefhülle auch beim Vogelschutz-Komitee bezogen werden.

Dr. E. Schneider



   



Polnisch-deutsche Storchenbeziehung

In Deutschland beringter Weißstorch nistet auf Scheune in Masuren 

Den Beinamen „Storchendorf“ hätte das  aus ganzen sieben Häusern bestehende Dörfchen Zywkowo wohl zu Recht verdient. In dieser von gerade mal 20 Menschen bewohnten, aber seit Menschengedenken von Weißstörchen als Brutplatz besonders geschätzten, masurischen Ortschaft ca. 60 km nordöstlich von Allenstein (Olsztyn), nur etwa 1 km westlich  der russischen Grenze entfernt, leben mehr Störche als Menschen.

Unsere Partnerorganisation PTOP  www.ptop.org.pl. hat deshalb dort bereits vor einigen Jahren einen sonst dem Zerfall preisgegebenen alten Bauernhof erworben. Den bewirtschaftet PTOP mit einer eigenen Herde aus Konikpferden und dem, Ende vorigen Jahrhunderts kurz vor dessen Aussterben geretteten, seltenen Roten Polnischen Rind.

Alle Bewirtschaftungsziele dienen dem Natur- und Vogelschutz und ganz besonders der Erhaltung der dort alljährlich brütenden Weißstörche und anderer Wiesenvögel.

Damit will PTOP insbesondere auch der internationalen  „besonderen Verantwortung“ im Weißstorchschutz gerecht werden, die dem Land zufällt, das über 60 % des weltweiten Brutbestandes beherbergt. Dem Bemühen um den Schutz der Störche  lässt das Vsk seit Jahren eine maßgebliche Unterstützung zukommen. Insbesondere wurden erhebliche Mittel aus dem, dafür zweckbestimmten,  Spendenaufkommen der Förderer des VsK, für den Erwerb  von Grünland und zur dauerhaften Sicherung der Nahrungsflächen für diesen beeindruckenden Storchenbestand bereitgestellt.

In diesem Jahr (2017) erlebte der Brutbestand in Zywkowo einen unerwarteten Aufschwung. Waren es in den vergangenen Jahren jeweils etwa 40 Weißstorchpaare, die auf den Horsten in umstehenden Bäumen und auf den, größtenteils restaurierten, Dächern der renovierten Gebäude ihre Jungen aufzogen, so finden sich aktuell mit 50 Paaren dort sogar 11 Paare mehr als im vorigen Jahr. Das ist, obwohl der Winter lang währte und die zuerst Angekommenen sich mit den durch Eis und Schnee bedingten Witterungsbedingungen auseinandersetzen mussten, der Höchststand an Brutpaaren seit 15 Jahren.

Doch dieser Brutbestand birgt eine weitere Überraschung: Es befindet sich unter den brütenden Altstörchen ein Vogel, der ausweislich des  an seinem Bein befindlichen Ringes, aus Deutschland kam und den weit entfernten Platz für die Aufzucht seines Nachwuchses auserkoren hat.

 Wann und wo dieser Storch beringt wurde, teilt uns die Beringungszentrale der Vogelwarte Hiddensee mit:
Dieser Storch wurde im Jahr 2012 als Nestjunges in einem Horst in Bentwisch, Landkreis Rostock beringt.  Er hat nun den Horst auf dem weit (ca. 545 km Luftlinie) von seinem heimatlichen Nest entfernten Scheunendach auserkoren und mit seiner Partnerin besetzt. Junge gibt es in diesem Jahr leider noch keine. Wo er sich in den vergangen Jahren aufgehalten hat, ist unbekannt – vielleicht zog er in Afrika weit umher?

Besonders bemerkenswert ist dieser Fall, weil er belegt, dass ein Austausch zwischen dem polnischen Weißstorchbestand und dem in Deutschland besteht.

Nicht allein, dass in der in´s Elbtal übergehenden Prignitz im Vorjahr zwei in Polen beringte Weißstörche  als Brutvögel festgestellt wurden, zeigt das Beispiel, dass dieser bestandsinterne Austausch bis weit in den östlichen Teil Mitteleuropas reicht.  

Der Fall gibt meiner, bei manchen Weißstorch-Experten nicht erwünschten, Auffassung Recht, dass wir es mit einem, zumindest den östlichen Teil des Bundesgebietes und polnische Habitate Hilfen zur Förderung des polnischen Storchenvorkommens steht somit ganz im Zeichen auch der Förderung der bei uns brütenden Weißstörche.

Auch in diesem Jahr lässt VsK dem polnischen Partner PTOP eine erhebliche Hilfe für den Weißstorchschutz zukommen. Insbesondere wegen Sicherung gefahrvoller Leitungsmasten gegen Stromtod der Störche sollen die wichtigen Schutzmaßnahen gefördert werden; oder die Erhaltung und Umsetzung von alten Horsten auf baufälligen Gebäuden, die unter der schweren Last einzustürzen drohen. 

– Helfen Sie mit Ihrer Spende für den Schutz des Weißstorchs!

Dr. Eberhard Schneider                        Fotos: Menderski/PTOP




Linum 20.06.2017 - Storchennachwunchs auch bei uns.
Von ursprünglich 4 Jungen sind bisher lediglich 2 verblieben – ist Nahrungsmangel im Spiel?



Linum 04.07.17:
Die Entwicklung der beiden verbliebenen (von 4 Ende Mai geschlüpften) Storchenküken in dem Horst auf dem Gelände der „Landpension Adebar“ verlief erfreulich. Sie waren schon soweit herangewachsen, dass sie bereits aufstanden, um über den Nestrand hinweg zu koten.
Doch der am Donnerstag, 29.06. einsetzende Dauerregen mit hoher Niederschlagsmenge brachte das „Aus“ für die gerade etwa vier Wochen alten Nestjungen. Während einer kurzen Regenpause am Freitag gegen 16.10 Uhr kehrten die beiden Altvögel, die seit Stunden nicht mehr am Horst gewesen waren dorthin zurück. Sie ergingen sich in anhaltendem  Klappern mit den Schnäbeln und den üblichen Begrüßungsposen, dann stocherten Sie mit den Schnäbeln in der Nestmulde. Jedoch reckte kein Junges den Hals zur Fütterung. Die Elternvögel würgten auch keine Nahrung für die Küken aus, es wurde nicht gefüttert. Damit war an sich  klar, dass die Küken nicht mehr lebten.

Der Beleg dafür ergab sich als am Montag 03.07. ein Altstorch den Leichnam eines Kükens aus der Nestmulde zerrte und auf dem Rand des Horstes ablegte und später ganz aus dem Nestbereich entfernt wurde. Auch das zweite Küken war aus dem Nest entfernt worden, die Überreste wurden später auch aufgefunden.

 Die nun kinderlosen Eltern halten aber an ihrem Horst fest. Nach ihren Nahrungsflügen kehren sie zurück zum Horst auf dem alten Schornstein. Es finden dann unter lautem Klappern Begrüßungen statt wie im Frühjahr, die dann jeweils in heftiger Kopulation ihren Höhepunkt finden. Der Verlust aller Küken hat offenbar der Partnerbindung der beiden keinen Abbruch getan.

Nicht nur an diesem Horst hat das für die noch nicht hinreichend befiederten Jungstörche ungünstige Wetter seinen Tribut gefordert. Auch andere Nester sind betroffen; nur dort wo die Altstörche schon sehr zeitig zurückgekehrt waren und die ausgebrüteten Jungen einen
gehörigen Entwicklungsvorsprung hatten, scheint es gut ausgegangen zu sein. Wie z. B. im Nest auf dem Dach der Naturschutzstation Rhinluch, Linum.
Bei manchen Horsten in der Region haben Einsätze der Feuerwehren die Rettung einiger so erreichbarer Nestlinge besorgt.
Insgesamt muss man aber wohl davon ausgehen, dass der Storchenbestand im östlichen Landesteil Brandenburgs keinen besonders hohen Bruterfolg (= Junge, die zum Ausflug vom
Nest kommen) haben wird.

Fraglos werden auch andere Vogelarten von Jungenverlusten infolge der hohen Niederschläge betroffen sein.

Dr. Eberhard Schneider

 


„Tag des Nationalen Naturerbes“

Nationales Naturerbe ist ein bedeutender Erfolg des Naturschutzes

Erstmalig luden das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Bundesamt für Naturschutz zu einem „Tag des Nationalen Naturerbes“ ein. Ort der Begegnung war die Naturerbefläche der Wahner Heide bei Bonn, wo am 09. Juni im Rahmen mehrerer Exkursionsangebote das Naturerbe dem interessierten Publikum erläutert wurde.

Die Naturschutzverbände wurden durch den Umwelt-Dachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) vertreten; wir geben nachfolgend die Pressemitteilungen des BMUB und des DNR sowie den Redebeitrag seines Vizepräsidenten wieder:

DNR zum Tag des Nationalen Naturerbes

Miller: „Nationales Naturerbe ist ein bedeutender Erfolg des Naturschutzes“

 

Berlin, 9.06.2017. Anlässlich des Tags des Nationalen Naturerbes hat der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) auf den weiterhin alarmierenden Zustand der biologischen Vielfalt in Deutschland hingewiesen. Das Überleben der heimischen Tier- und Pflanzenarten könne langfristig nur gesichert werden, wenn dafür die notwendigen Lebensräume bewahrt werden. Großräumige Naturschutzflächen seien daher wichtiger denn je. „Vor allem Naturschutzorganisationen waren und sind Taktgeber bei der langfristigen Sicherung wertvollster Naturschutzflächen. Wenn wir jetzt zurückschauen, haben wir in den letzten knapp 20 Jahren enorm viel gemeinsam erreicht“, sagte DNR-Vizepräsident Leif Miller.

Seit 1999 arbeiten Naturschutzverbände und -stiftungen unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings (DNR) in einer gemeinsamen „Strategiegruppe Naturschutzflächen“ zusammen für die langfristige Sicherung der Flächen des Nationalen Naturerbes. Die vielen Partner leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt in Deutschland. Insgesamt sind seit 1999 rund 190.000 Hektar Bundesflächen dem Naturschutz gewidmet worden. Dies ist ein bedeutender Erfolg des Naturschutzes.

Naturschutzorganisationen haben selbst große Naturschutzflächen vom Bund übernommen und jahrelang die Kosten für deren naturschutzgerechte Entwicklung getragen. In dieser Legislaturperiode wurde mit der Einrichtung eines eigenen Haushaltstitels erreicht, was seit vielen Jahren gefordert wurde: Auch der Staat muss finanzielle Verantwortung für Naturschutzflächen übernehmen. Außerdem hat der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages im Juni 2015 weitere rund 31.000 Hektar ehemaliger Militärflächen, verteilt auf 62 Liegenschaften, als dritte Tranche des Nationalen Naturerbes beschlossen.

Aus Sicht des DNR und seiner Strategiegruppe ist eine weitere Stärkung des Nationalen Naturerbes auch zukünftig unabdingbar. Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 fordert der DNR, naturschutzfachlich bedeutsame Flächen der vierten Tranche von Privatisierung auszunehmen und dauerhaft zu schützen. Zudem müsse eine Beratungs- und Vernetzungsstelle von Bundesumweltministerium und Flächeneigentümern zur Absicherung einer dauerhaft hohen naturschutzfachlichen Qualität auf allen Naturerbe-Flächen etabliert werden. Da sich Naturschützer seit vielen Jahren vor Ort für Flächen engagieren, sollten sie als „Flächenpaten“ ein Mitspracherecht haben, um ihre fachliche Expertise bei der Betreuung und Entwicklung einbringen zu können.

Darüber hinaus appelliert der DNR an die Politik, Bundesflächen außerhalb des Nationalen Naturerbes dauerhafter einer Wildnisentwicklung zu überlassen und entsprechende Konzepte zu entwickeln. „Hierfür brauchen wir in der nächsten Legislaturperiode einen Wildnisfonds mit Mitteln des Bundes, um die Schaffung von Wildnisgebieten von gesamtstaatlicher Bedeutung gezielt unterstützen zu können“, so Miller weiter.

 

 >>> BMUB <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!> 09.06.2017 10:16 >>>


09.08.2017

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesamt für Naturschutz, der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben

Naturerbe
Einblicke in kostbare Naturschätze
Tag des Nationalen Naturerbes in der Wahner Heide eröffnet

Unter dem Motto „Naturschätze erleben“ sind Bürgerinnen und Bürger
am 10. und 11. Juni eingeladen, in einer großen bundesweiten
Gemeinschaftsaktion das Nationale Naturerbe zu erleben. An 29 Standorten
öffnen Träger von Naturerbeflächen ihre Tore. Der Tag des Nationalen
Naturerbes soll neugierig machen auf eine faszinierende Tier- und
Pflanzenwelt und einzigartige Landschaften des Nationalen Naturerbes.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das Nationale Naturerbe war
und ist eine herausragende Initiative des Bundes. Nach nunmehr drei
Legislaturperioden blicken wir auf eine unglaubliche Erfolgsgeschichte
für die Natur zurück. Allein die Größe vieler Naturerbeflächen ist in
unserem dicht besiedelten Land von unschätzbarem Wert für Natur und
Landschaft. Wir bewahren damit nachfolgenden Generationen einzigartige
Lebensräume und ein Stück Naturschutzgeschichte.“

Bei der Auftaktveranstaltung zum „Tag des Nationalen Naturerbes“ heute
in der Wahner Heide hoben Vertreterinnen und Vertreter des Bundesamtes
für Naturschutz (BfN), der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit ihrem Geschäftsbereich
Bundesforst die einzigartige Bedeutung der Naturerbeflächen für den
Naturschutz in Deutschland hervor.

Im Rahmen des Nationalen Naturerbes verzichtet der Bund auf den Verkauf von
naturschutzfachlich wertvollen Bundesflächen und überträgt sie in die
Hände des Naturschutzes, um Wildnis und schutzwürdige
Offenland-Lebensräume zu sichern.

Mittlerweile umfasst dieses „Nationale Naturerbe“ eine Fläche von
156.000 Hektar. Die Flächen werden von den Ländern, der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt, den Naturschutzverbänden und -stiftungen sowie
dem Bundesforst im Zusammenwirken mit dem Bundesamt für Naturschutz auf
höchstem naturschutzfachlichem Niveau betreut.

Über den Tag des Nationalen Naturerbes:
Vom 10. bis 11. Juni finden auf 29 Flächen in Deutschland vielfältige
Aktionen zum „Tag des Nationalen Naturerbes“ statt: Wanderungen und
Exkursionen in Buchenwäldern an der Ostseeküste, in das Grüne Band, in
Heide- und Waldlandschaften in West- und Ostdeutschland bis hin zu einer
Fahrradtour in eine Naturerbefläche vor den Toren Münchens.

Interaktive Karten und die Einzelveranstaltungen: www.bmub.bund.de/P4602

Auswahlkriterium für Naturerbeflächen:
www.bfn.de/0325_nne_allgemein.html
Stand der Flächenübertragungen:
www.bfn.de/0325_nne_stand_uebertragung.html

Die Flächen der DBU des Nationalen Naturerbes: www.dbu.de/naturerbe

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Statement zum Tag des Nationalen Naturerbes am 9.6.2017 in der Wahner Heide

Grusswort Leif Miller, 1. Vizepräsident des DNR “Engagement der Naturschutzverbände zur Sicherung des Nationalen Naturerbes“

-          NNE ist ein gemeinsamer Erfolg von NGOs, Politik sowie Landes- und Bundesverwaltung.

-          Das zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass bisher alle Bundesregierungen in den verschiedensten parteipolitischen Zusammensetzungen die Idee des NNE unterstützt und gefördert haben – und alle Beschlüsse zum NNE im Bundestag nahezu einstimmig verabschiedet wurden

-          NNE ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie Nutzer (Bundesforst…) und Schützer zusammenarbeiten können: Wir anerkennen dabei vor allem, wie sich der Bundesforst als „Naturschutzdienstleister“ ein neues und zusätzliches Tätigkeitsfeld neu erschlossen hat – vor Ort gibt es inzwischen vielfältige und enge Kooperationen zwischen NGOS (BUND, WWF, Sielmann-Stiftung, NABU…) und dem Bundesforst. Das hätte man sich vor 20 Jahren nicht träumen lassen (und eine solche Neuorientierung wünscht sich der DNR beispielsweise auch von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes…)

-          Wir sind als Verbände und Stiftungen unter den Dach des DNR sind dankbar für das jahrelange Engagement der DBU – gerade in den Jahren 2006 und 2007 wäre die tolle Idee des NNE gescheitert, wenn nicht die DBU (namentlich Prof. Wahmhoff) hier pragmatisch Verantwortung für die Sicherung (und die damit verbundenen Kosten) übernommen hätte

-          Bei allem Lob für die Partner darf aber nicht unerwähnt bleiben: Gerade die Stiftungen und Verbände waren ein wesentlicher Treiber der Idee des Nationalen Naturerbes

  1. Wir haben seit Ende der 1990er Jahre immer wieder den Bedarf aufgezeigt. Uns wurde immer wieder gesagt, dass es illusorisch ist, dass der Bund auf die Privatisierung von Flächen verzichtet
  2. Wir haben die entscheidenden Akteure zusammengebracht und immer wieder Druck gemacht
  3. Ein wesentlicher Baustein für den Erfolg war die verbandsübergreifende Zusammenarbeit in der DNR Strategiegruppe Naturschutzflächen, die es seit dem Jahr 1999 gibt

-          Wenn wir jetzt zurückschauen, haben wir in den letzten knapp 20 Jahren enorm viel gemeinsam erreicht

-          Neben den 156.000 ha NNE-Flächen seit dem Jahr 2005 müssen aus unserer Sicht auch noch die 36.000 ha BVVG-Magdeburger-Liste-Flächen mit dazu gerechnet werden

-          Damit sind knapp 200.000 Hektar Bundesflächen aus der Privatisierung ausgenommen worden – fast die Festlands-Flächengröße aller deutschen Nationalparke

-          Mit der 3. Tranche in dieser Legislaturperiode haben wir zwei Meilensteine erreicht

  1. Es sind nunmehr fast alle verfügbaren (!) naturschutzrelevanten Bundesflächen für den Naturschutz gesichert
  2. Es wurde ein eigener Haushaltstitel für die Flächen der Bundeslösung eingeführt. Damit kann nun das umgesetzt werden, was Stiftungen und Verbände schon seit langem fordern: Die öffentliche Hand muss auch finanzielle Verantwortung für die Sicherung der Flächen übernehmen

-          In der dritten Tranche war es deshalb kaum noch erforderlich, dass Stiftungen und Verbände als „Lückenbüßer“ einspringen mussten

-          Gleichwohl zeichnet sich aber hier und da ein anderes kleines Problem ab: Es gibt viele Umweltgruppen, die sich seit Jahren für die Flächen ehrenamtlich engagieren. kartieren. Führungen anbieten usw. usf. Und diese Gruppen sind mitunter enttäuscht, wenn die neuen Flächenbesitzer „ihr Ding“ machen. Unser Wunsch richtet sich deshalb an BfN/BMUB und DBU gleichermaßen: Bindest die örtlichen NGOs in die Betreuung der Flächen ein – nutzt ihren Sachverstand

-          Bedauerlich ist, dass es im Rahmen der 3. Tranche nicht gelungen ist, auch BVVG-Flächen zu sichern. Hier besteht nach wie vor großer Handlungsbedarf

-          Uns ist unverständlich, warum es nach wie voir möglich ist, dass die BVVG nicht nur Naturschutzflächen in direkter Nachbarschaft zu NNE-Flächen verkauft sondern auch Flächen in Überschwemmungsgebieten – für die dann der (neue) Eigentümer später im Rahmen eines möglichen Hochwasserschutzprojektes wieder teuer entschädig werden muss

-          Nicht nur wegen der ungelösten Problematik der BVVG-Flächen fordern wir eine 4. Tranche des NNE

-          Bei der 4. Tranche des NNE soll es vor allem um Vorratsbeschlüsse gehen, sogenannten „wenn-dann-Beschlüsse

  1. Wenn große Militärflächen wider Erwartens aus der Nutzung genommen werden – dann sollen sie automatisch dem NNE zugeschlagen werden. Wir freuen uns, dass die CDU NRW genau diesen Vorschlag für die Senne gemacht hat – und hoffen, dass das Einzug in einen neuen Koalitionsvertrag erhält
    1. „Wenn- dann“ aber auch für andere Fläche des Bundes: Wenn die zweckgebundenen A+E-Maßnahmen auf Flächen des Bundes ausgelaufen sind, dann sollen sie dem NNE zugeschlagen werden. Wenn Flächen der Bundeswassertrassenverwaltung im Rahmen des blauen Bandes genutzt werden, dann sollen sie dem NNE zugeschlagen werden

-          Wir brauchen darüber hinaus eine gute Koordination zwischen den verschiedenen Flächeneigentümern des NNE. Hier wäre die Einrichtung einer Koordinationsstelle wünschenswert – die dann gemeinsam von den verschiedenen Partnern finanziert wird

-          Last not least fordern wir dieses Mal keinen Naturerbefonds sondern ein Wildnisfonds. Denn es gibt große Schnittstellen zwischen dem NNE und dem Wildnisziel. Damit NNE-Flächen ihre Funktion als großesflächige Wildnisgebiete im Sinne der NBS entfalten können, bedarf es gezielter Arrondierungen. Hierfür ist ein gut ausgestatteter Fonds mit Bundesmitteln wünschenswert. Dieser kann beispielsweise als Verbrauchsstiftung eingerichtet werden – das Fondskapaital wird dann schrittweise in Naturkapital umgewandelt

-          Wenn wir so wie in der Vergangenheit beim NNE auch hier an einem gemeinsamen Strang ziehen, dann bin ich mir sicher, dass wir auch den Wildnisfonds gemeinsam erreichen werden. Es gibt sicherlich den einen oder anderen der jetzt sagt „Das schaffen wir nie“. Aber auch in der Vergangenheit haben wir mutige Forderungen gestellt – und deshalb viel erreicht. Im konkreten Fall gibt es sogar einen UMK-Beschluss für den wildnisfonds.

-          Deshalb: Lassen Sie uns weiter gemeinsam für die Ziele des NNE und der Wildnisentwicklung einsetzen



An das VsK wurden als Flächen des Nationalen Naturerbes mehr als 650 Hektar Grün- und  Ackerland und Waldflächen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg übertragen. Diese haben wir zu verwalten und im Gebot der Erhaltung und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt zu betreuen.   

Das „Nationale Naturerbe“ ist untrennbar verknüpft mit  der „Nationalen  Biodiversiätsstrategie“ mit dem Ziel der Erhaltung und Steigerung  der Artenvielfalt.

Demgemäß muss sich die Bewahrung des „Naturerbes“ auf die Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Artenvielfalt richten.

  • Für Flächen des Offenlandes mit Wiesen und Äckern gilt, sie vor dem Überwachsen durch Büsche und Wald zu sichern und sie mit angepasster extensiver Bewirtschaftung unter Vermeidung der Überdüngung und des Pestzideinsatzes als Lebensraum für Pflanzen und Tiere der Feldlandschaft, der einstigen mitteleuropäischen Kulturlandschaft, zu erhalten und wieder zu entwickeln.
  • Waldflächen des NNE erfahren keine forstwirtschaftliche Nutzung und die Prozesse der natürlichen Waldentwicklung laufen ungestört ab, um künftig wieder artenreiche  Lebensgemeinschaften der „Wildnis“ zu bilden.

Meine persönliche Botschaft zur Biodiversitätsstrategie ist:

Allen Entwicklungen des Menschen fehlt jeder Sinn ohne die respektvolle  Achtung vor der Biodiversität mit  ihrer  Mannigfaltigkeit  an Lebewesen in ihrer  Vielfalt an Formen und Funktionen im Raum- und Zeitgefüge der Ökosysteme.

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NNE Ballenstedt3

Unser Foto stammt aus einer NNE-Fläche in Sachsen-Anhalt, die wir vor jedem Eingriff bewahren, um die ungestörte Entwicklung der Artenvielfalt und der natürlichen Kreisläufe zu gewährleisten.

Eher klein und unscheinbar, findet sich dort  

Ein Hort an Biodiversität im natürlichen Stoffkreislauf

E. Schneider



Juni 2017 Der vom BUND Rhein-Sieg betreute Acker des Vogelschutz-Komitees in Bornheim am Neuweg beginnt mit seinem Blütenfeuerwerk. Die Kornblume und die Kornrade sind noch etwas zögerlich, die Färberhundskamille wartet noch, der Mohn jedoch startet schon durch.

(Achim Baumgartner)









Naturschutzprojekt in Bornheim Obstblütenwanderung mit Panorama

 



Frühjahrszug der Kraniche setzt ein

Die erste Meldung zum einsetzenden Frühjahrszug der Kraniche erreichte uns aus Nordhessen, wo VsK-Mitglieder am 15. Februar 2017 die ersten nach Norden ziehenden Kranichformationen beobachten.

In Rhinluch bei Linum trafen am 15. nachmittags so wie am 16. Frühmorgens auch die ersten Trupps ein. Auch Wildgänse finden sich wieder im Teichgebiet ein.

Weitere Meldungen zum Kranichzug finden Sie bei: Naturstiftung Kranichland

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Dieser uns jetzt zugegangene Bericht stammt aus dem Jahr 2002. Heute ist er leider aktueller als je zuvor.

Deshalb wollen wir ihn nicht vorenthalten.









 
„Loch“ im umgebenden Vogelschutzgebiet ist ein „faktisches“ Schutzgebiet.

Schutz des Rotmilans hat Vorrang vor Windkraftanlagen

Vogelschutz obsiegt in 1. Instanz

Innerhalb eines EU-Vogelschutzgebiets ist kein  Platz für die Errichtung von Windkraftanlagen.Ein planerisch zwar frei gehaltenes „Loch“ in dem rechtlichen Schutzgebiet hat dennoch den Status eines ausgewiesenen Schutzgebiets. Es stellt ein „faktisches Schutzgebiet“ dar, entschied erstinstanzlich das Verwaltungsgericht Göttingen am 22. Dezember 2016 und wies damit die Klage eines Windkraftanlagenunternehmens  gegen den Landkreis Göttingen ab, der eine Genehmigung zur Errichtung neuer Windkraftanlagen verweigert hat. So berichtet das Göttinger Tageblatt am 23.Dezember 2016.

Das unweit der Stadt Göttingen ausgewiesene Europäische Vogelschutzgebiet schützt insbesondere den Rotmilan, der das Gesamtgebiet bewohnt. Eine Aussparung innerhalb dieses  Schutzgebietes würde den Schutzzielen nicht gerecht. Dort errichtete Windkraftanlagen könnten eine Gefährdung für die im Gebiet zur Nahrungssuche fliegenden Vögel zur Folge haben. Der Rotmilan, dessen in Deutschland heimischer Brutbestand weit mehr als 50% des Weltbestandes ausmacht, erfährt international die „besondere Verantwortung“ Deutschlands. Dem wird das Vogelschutzgebiet gerecht.

– Wie man da überhaupt auf den Gedanken verfallen kann, von den Vögeln zu erwarten, dass sie das ja nur virtuelle „Loch“ als Aussparung aus dem zu ihrem Schutz festgesetzten Gebiet erkennen, bleibt, als allenfalls ein Schildbürgerstreich, erklärungsbedürftig. Ich erachte es für schlimm und als neuerlichen Beleg für die geistige Armut und hemmungslose Gier der Windenergiebranche, hier auch der örtlichen Gewinnler, und ausdrücklich der für derart verquere Planungen verantwortlichen Lokalpolitiker! Schlimm ist es auch, dass damit die Gerichte belastet werden!

 

Dr. Eberhard Schneider     

 






Weil das Finanzamt Haldensleben nicht unserem Antrag auf Aufhebung des Grundsteuermessbescheides für dortige Trockenrasenflächen, die im Rahmen des Nationalen Naturerbes dem Vogelschutz-Komitee zum Eigentum übertragen wurden, stattgegeben hatte, haben wir beim zuständigen Finanzgericht Klage erhoben.
Dazu erging jetzt das, zur Kenntnis eventuell ähnlich Betroffener,
hier dargelegte Urteil - welches noch nicht rechtskräftig ist.

Dr. Eberhard Schneider