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Gerne dürfen Sie dieses Worddokument als Vorlage für Ihren Brief nutzen.







Betreff:
Kein Gift in Brandenburgs Wäldern!

Holz statt Kinder? Kein Gift in Brandenburgs Wäldern!

Die Forstbehörden in Brandenburg planen einen umfangreichen Insektizid-Einsatz u.a. in den Wäldern rund um die Gemeinden Fichtenwalde, Borkwalde und Borkheide (südwestlich von Potsdam). Vom 29. April bis ca. Mitte Juni 2019 soll großflächig das hochgiftige „Karate Forst flüssig“ auf diversen Forstflächen (ca. 8.000 ha) via Hubschrauber versprüht werden.

Das Insektizid soll „Kieferngroßschädlinge“, wie die „Nonne“, bekämpfen. Normalerweise neigt die Nonne nur alle zehn Jahre zur Massenvermehrung. Angeblich wurde 2018/2019 schon wieder ein verstärkter Nonnenbefall festgestellt. Das Insektizid soll dann versprüht werden, wenn die Raupen der Nonne geschlüpft sind und zum Fressen in die Baumkronen wandern.

Zwei Tage lang werden die Wälder dann für Menschen gesperrt. 56 Tage nach dem letzten Sprüheinsatz dürfen keine Waldfrüchte, Kräuter und Pilze in den Wäldern gesammelt werden. Falls es in dieser Zeit nicht oder nicht viel regnet, dürfte sich diese Frist noch verlängern. Wie lange genau, das weiß keiner.

„Nach der Besprühung ist für zwei, drei Monate Totenstille im Wald“

Wir sorgen uns um Folgendes und fragen uns:

-      Bereits 2014 hat das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Braunschweig) "Karate Forst flüssig" für den Einsatz im Forst generell verboten. Wieso wird jetzt dieses hochgiftige Totalinsektizid durch die Brandenburger Forstverwaltung wieder eingesetzt?

-      Das Insektizid muss über 120 Meter von Gewässern, aber nur 30-40 Meter von Siedlungen, in denen auch Kleinkinder spielen, ferngehalten werden. Wie erklärt sich diese Diskrepanz? Und wie sollen diese Entfernungsvorgaben eingehalten werden?

-      Im geplanten Besprühungsareal hat sich u.a. ein – streng geschütztes - Seeadlerpärchen angesiedelt. Welche Auswirkungen dieses Gift auf das Brutpaar hat, kann man sich gut vorstellen. Wissenschaftliche Untersuchungen gibt es unseres Wissens dazu nicht.

-      In einigen Teilen des betroffenen Waldes gibt es – streng geschützte - Rote Waldameisen. Auch leben in diesen Wäldern u.a. Tagschmetterlinge, Spinnen, Kleinvögel, Blindschleichen und Waldeidechsen. Welche Auswirkungen hat das Gift auf diese Lebewesen?

-      „Karate Forst flüssig“ soll in der Zeit von Ende April bis Juni versprüht werden, d.h. also in der besten Brutzeit. Wo und wie sollen die in ihrem Bestand generell schon stark bedrohten Vögel ausreichend Nahrung für ihren Nachwuchs finden?

-      Durch den Gifteinsatz wird Naturschutzrecht verletzt und einige der betroffenen Waldbesitzer – die Eigentümer der Flächen – lehnen den Einsatz ab. Wie kann es sein, dass sich die Behörden darüber hinweg setzen wollen?

-      Wie verantworten die Behörden in Brandenburg – in Zeiten massiven Insektensterbens – den Einsatz eines solch hochgiftigen Stoffes in der freien Natur?

-      Wie wollen die Behörden sicherstellen, dass Bienenvölker nicht von diesem Gift beeinträchtigt werden?

-      Welchen Sinn macht es, einerseits ein „Insektenschutzprogramm“ aufzustellen und dann in den Brandenburger Wäldern Insektizide zu versprühen?

Wir fordern Brandenburgs Behörden auf, diesen unsinnigen und gefährlichen Gifteinsatz sofort zu stoppen!

Das Geld dafür sollte lieber in den ökologischen Waldumbau und die natürliche Schädlingsbekämpfung gesteckt werden. Damit auch unsere Kinder in Zukunft noch einen Wald, der diesen Namen verdient, erleben können.

Bitte helfen Sie uns und beschweren Sie sich:

         

Unser Widerstand wird unterstützt von:

Weitere Informationen

Alle Informationen auch auf www.tempelwald.de

SIEBENGRÜNDE - Büro für Kommunikation

Elke Thiele

Christburger Straße 44

10405 Berlin

Tel:      +49 30 – 60 96 88 30

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Neuigkeit zur Petition Bundespressekonferenz: Angriffe auf die Zivilgesellschaft


 

EU-Gericht Glyphosat-Studien müssen veröffentlicht werden Studien über ein mögliches Krebsrisiko durch das Unkraut-Vernichtungsmittel Glyphosat müssen laut einem Urteil des Gerichts der Europäischen Union öffentlich gemacht werden.

 


Pressestatement zur Verabschiedung der Jagdgesetznovelle in NRW

Pressestatement

Berlin, 22.02.2019 – Zur Verabschiedung der Jagdgesetznovelle im Umweltausschuss des Landtags von NRW am gestrigen Donnerstag erklären Undine Kurth, DNR-Vizepräsidentin und Elisabeth Emmert, Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes:

„Mit der weitgehenden Rücknahme der in der letzten Legislatur verabschiedeten Verbesserungen im Jagdrecht sind in NRW grundlegende Bestimmungen des Tierschutzes ignoriert worden. Wider jede Vernunft und entgegen eindeutiger Stellungnahmen der Tier- und Naturschutzverbände hat das Jagdgesetz durch diesen Rückschritt so seine ökologische und ethische Ausrichtung verloren. Es ist unbegreiflich, wieso man überwundene Jagdmethoden wie die Baujagden auf Füchse oder die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren wieder zulässt. Nicht einmal der Nachweis der Schießfertigkeit bei Gesellschaftsjagden soll noch von Nöten sein. Wenn dies die Blaupause für zukünftiges „ökologisches“ Handeln von CDU und FDP ist, dann wird deutlich, wie wichtig die Kontrolle politischer Entscheidungen durch eine aktive Zivilgesellschaft mit ihren Verbänden und Organisationen ist.“

 

Fachliche Nachfragen:

Undine Kurth|DNR-Vizepräsidentin

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Presse:

Nina Slattery | Presse und Kommunikation

Tel:+49 (0)30 - 678 1775 78

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Pressestatement 

Berlin, 14.02.2019 – Anlässlich des erfolgreichen Volksbegehrens „Artenvielfalt - Rettet die Bienen“ in Bayern, bei dem die erforderliche Zehn-Prozent-Hürde mit über einer Million Unterschriften deutlich überschritten wurde, betont Kai Niebert, Präsident des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring (DNR):

Wir gratulieren den bayerischen Naturschutzverbänden zu diesem historischen Erfolg. Das Volksbegehren macht deutlich, dass der Schutz der biologischen Vielfalt in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Wer jetzt noch behauptet, Naturschutz sei nur lästiger Ballast für die wirtschaftliche Entwicklung, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.

Dieses Ergebnis ist eine Bestätigung für die unermüdliche Arbeit der unzähligen Naturschützerinnen und Naturschützer auf regionaler Ebene und verleiht ihrem Engagement hoffentlich viel Rückenwind. Zugleich ist es ein Signal an die Politik in Bund und Ländern, das dramatische Artensterben auch jenseits von Sonntagsreden ernst zu nehmen und endlich in allen Bereichen konkrete Maßnahmen für den Schutz von Insekten zu ergreifen. Mit der laufenden Reform der EU-Agrarpolitik besteht die Gelegenheit, eine grundlegende Neuausrichtung zu erreichen. Wir appellieren insbesondere an Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner, die Agrarpolitik endlich auf gesellschaftlich tragfähige Beine zu stellen. Denn ansonsten gilt: Wer zu spät kommt, den bestraft die gesellschaftliche Entwicklung.“